St. Huberts grüne Lunge ist das Schadbruch. Darum scheren sich manche Autofahrer einen feuchten Kehricht. Ferner: Heiße Party in Sicht, Huberti grüßt Babys, Kö auf Vater Rhein.

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Auf der Stendener Straße im Abschnitt Bliexhof bis Bendheide kurz vor dem Schadbruch drücken die Autofahrer ganz schön aufs Gaspedal. Dort sind 70km/h erlaubt. Die FDP setzt sich dafür ein, die Strecke zu entschärfen.

Auf der Stendener Straße im Abschnitt Bliexhof bis Bendheide kurz vor dem Schadbruch drücken die Autofahrer ganz schön aufs Gaspedal. Dort sind 70km/h erlaubt. Die FDP setzt sich dafür ein, die Strecke zu entschärfen.

Kurt Lübke

Auf der Stendener Straße im Abschnitt Bliexhof bis Bendheide kurz vor dem Schadbruch drücken die Autofahrer ganz schön aufs Gaspedal. Dort sind 70km/h erlaubt. Die FDP setzt sich dafür ein, die Strecke zu entschärfen.

Sankt Hubert. Wie Politik funktioniert, musste jetzt leidvoll Jörg Boves erfahren. Mit Verve hatte der 38-Jährige, erst im März zum Kempener FDP-Chef gewählt, eine Fragebogen-Aktion seiner Partei zum Verkehr in St. Hubert (104 Rückmeldungen bei 4000 Fragebögen) vorangetrieben.

Als im Ausschuss schließlich nach vielen Gesprächen hinter den Kulissen die Anträge auf dem Tisch lagen und es zum Schwur kam, "vergaß" die CDU-orientierte Mehrheit das Handheben.

Und das für Verkehr zuständige Amt konnte so tun, als sei gar nichts geschehen. Dabei standen in dem Liberalen-Papier lediglich Bürgerwünsche wie Laster raus aus St. Hubert, Zebrastreifen an der einen oder anderen Stelle sowie eine Tempo-Reduzierung auf der Stendener Straße zwischen Bliexhof und Bendheide.

Nüchtern kommentierte FDP-Ratsfrau Irene Wistuba (59) den Vorgang: "Wir können uns des Eindrucks nicht erwehren, dass die CDU gegen die Verwaltungsspitze ohnmächtig ist."

Raserei im Schadbruch

Am Montag um 10.30 Uhr durchzuckte es die Waldmädchen und -Jungen des Kindergartens Lupilus an ihrem Container im Schadbruch.

Ein schwarzer Polo bretterte mit mindestens 80 Sachen durchs Naturschutzgebiet entlang der Waldschenke in Richtung Autobahn/K23. Leider kein Einzelfall: Die Anliegerstraße wird von vielen Autofahrern als rasanter Schleichweg missbraucht. Immer volle Pulle auf Kosten der Natur.

Historisches Vossenkreuz restauriert

Neue Farbe hat es bekommen, an einigen Stellen ist das Holz ausgebessert. So restauriert steht das Vossenkreuz jetzt wieder an seinem angestammten Platz an der Bartzheide/Ecke Orbroicher Straße.

Vor 16 Jahren hat die Straßengemeinschaft Heideröslein das Kreuz zum 40-jährigen Bestehen an seinem heutigen Platz aufgestellt. Sie hat sich auch- mit Kreuz-Eigentümer Eugen Saberniak - um die Restaurierung gekümmert.

Die Ausbesserungsarbeiten erledigte eine Fachwerkstatt, den Anstrich übernahm die Straßengemeinschaft um Karin und Frank Schubert, Klaus Vallen und Herbert Wegert. Erwähnt wurde das Kreuz erstmals um 1700. Es gehörte zum damaligen Vossenhof.

Klapperstorch für Second-Hand

Nach Deko-Pack kommt der Klapperstorch: Im Oktober vergangenen Jahres gingen die Lichter an der Königsstraße4 im Laden von Bianca Witschorke nach fünf Jahren aus. Am 3.August knipst Ralf Zimmer sie wieder an.

Der Dülkener eröffnet dort ein Geschäft für Baby- und Kinderbedarf aus zweiter Hand. Damit hat er in der Dülkener Zentrale an der Süchtelner Straße bereits Erfahrung.

Im benachbarten ehemaligen Buch-Fischer-Ladenlokal ist noch kein neuer Betreiber in Sicht. Dort stellt Hauseigentümer Winfried Kranen übergangsweise seine Fotovoltaik-Anlagen und hochwertigen Elektrogeräte aus.

Ab Herbst Physio-Praxis

Licht brennt bereits wieder im ehemaligen Bastel-Driesch-Lokal an der Breite Straße 21. Ein Ehepaar richtet sich dort eine Wohnung ein. "Im Herbst eröffnen sie eine Physio-Praxis", sagt Hausverwalter Rudolf Schmitt.

Süße Kirschen vom Pleineshof

Das Team von Monika Fricke vom Pleineshof bietet bereits Süßkirschen an. "Nach dem harten Winter bis zu 22 Grad unter Null habe ich damit gerechnet, dass wir so früh schon Kirschen haben", sagt Fricke.

"Und weil in den letzten Wochen ein super Flugwetter für Bienen und Hummeln war, denke ich, dass wir ein richtig gutes Obstjahr bekommen", sagt Monika Fricke, die vor 20 Jahren ihren Obstbau-Meister gemacht hat.

Die ersten Äpfel wird es auf dem Pleineshof Mitte Juli geben. "Aber ich freue mich schon auf Ende Juli, dann gibt es Collina und Delbar, beides ganz junge Sorten- und herrlich süß."

Später Spargel aus Voesch

Im Voescher Bauernladen Kölkes geht die Spargelernte ins Finale- schließlich ist nächsten Mittwoch Johannistag. "Bis Ende nächster Woche gibt es wohl noch Spargel der späten Sorte Baklim", versichert Theo Kölkes vom Schmitzhof, Voesch 17. Der ist nicht so schlank wie Gijnlim, aber genau so lecker.

Derweil die polnischen Gastarbeiter bereits die Koffer packen, pflückt das Kölkes-Team bereits eifrig die Süßkirschen. Der Sommer kommt ja erst noch. Einziger Wermutstropfen: Die Sperrung der A40, die Kölkes seit zwei Monaten das Leben schwer macht, wird zirka zwei Wochen fortgeführt. Laut Plan sollten die Arbeiten an der Fahrbahndecke am Montag abgeschlossen sein.

Luther-Straße fein herausgeputzt

Rechtzeitig vor dem Pfarr- und Gemeindefest am Wochenende 27./28. Juni sind die Straßenbauarbeiten auf der Martin-Luther-Straße abgeschlossen. Zumindest im Abschnitt vor der Gustav-Adolf-Kirche von der Aldekerker bis zur Hubertusstraße ist die Straße- zuvor ein Flickenteppich- fein herausgeputzt.

Am Montag haben die Pflasterer vom Baubetriebshof noch mal die Trottoir-Steine vor dem Portal stabil in den Sand gesetzt. Behinderungen gibt es allerdings noch auf der südlichen Luther-Straße (Hubertus- bis Bendenstraße).

Dort sind Hamelmänner und Stadtwerke noch emsig zugange. Weitere kleinere Baustellen befinden sich am zugewachsenen Hier-lebe-ich-gern-Giebel Kirchplatz/Hauptstraße sowie am Hubertusbrunnen. In beiden Fällen repariert die Mülheimer Firma Horstmann Kabel unter Tage.

Sporthalle: Neue Firma übernimmt

Die Stadt hat eine Firma gefunden, die die Deckenarbeiten in der Zweifachhalle an der Stendener Straße fortführt. Im April hatte die Stadt der Vorgängerfirma den Auftrag entzogen.

Die Rede im Rathaus war von "Beratungsresistenz" und mangelhafter Ausführung. Jetzt sind die St. Huberter Sportler gespannt, wann die Arbeiten abgeschlossen sind. Die Halle ist seit einem dreiviertel Jahr dicht.

Mit den veranschlagten Reparaturkosten von 300 000 Euro dürfte die Stadt nicht mehr auskommen. Betroffen sind neben dem Schulsport vor allem die Handball-Abteilung des TuS sowie der Turnverein.

Herkules Feuerwehr

Die heißteste Party ist am Samstag bei der Feuerwehr: An der Bendenstraße 19 wird der Erweiterungsbau der Wache eingeweiht, um 15Uhr geht’s los.

Nur drei Zahlen, die belegen, welche Herkulesarbeit die Florianer in 15 000 Arbeitsstunden geleistet haben: 5000 Meter Kabel versorgen das Haus mit Strom, Licht, Telefon etc.. Die Außenfassade besteht aus 10 672 Klinkersteinen. Und der ehemalige Ascheplatz ist auf 636 Quadratmetern mit 31 800 Steinen für die Brandschützer-Autos gepflastert.

Kendelkaart und Kürbisfest

Mit Blick auf so viel Fleiß tritt der Werbe- und Bürgerring beim Fest der Florianer in Spendierhosen auf. Und wirft 2500 Euro in Form von Huberti unter die Leute. Bei der Kendelkaart-Tombola werden jeweils einmal 500, 250 und 125 Euro verlost; dazu kommen 20-mal 50 Euro sowie 25-mal 25 Euro.

Die Preise können ab Montag in der Markt-Apotheke abgeholt werden. Die Liste der Gewinnernamen hängt in den Geschäften aus. Apropos Werbering: Am 10./11.Oktober organisiert diese Gemeinschaft das Kürbisfest. Wer sich dort mit einem Stand beteiligen möchte, sollte sich bei Michael Smeets oder Thomas Jenkes unter Tel.02152/519408 oder per E-Mail anmelden.

Werbering begrüßt Neubürger

Nochmal Werbering: Der Zusammenschluss der Händler und Handwerker beteiligt sich am Begrüßungspaket der Stadt Kempen. Dies in Form eines 5-Euro-Huberti und eines Willkommens-Briefs für den kleinen Neubürger. "Natürlich mit Hinweis auf unsere Betriebe", sagt der Vorsitzende Michael Smeets.

Ausflug der Unteren Kö

Die Straßengemeinschaft "Untere Kö", die eigentlich "Westliche Königsstraße" heißen müsste, wird in zwei Jahren 50. "Die Planungen für ein Fest haben begonnen", sagt Apotheker Michael Gehlen, der fast genau so alt ist wie die Gemeinschaft.

Aufgetankt hat die "UKö" nun beim Ausflug nach Bonn zu Haus der Geschichte, Langem Eugen, Schifffahrt und Bundeshaus. Daran waren Gemeinschafts-Mitglieder maßgeblich beteiligt: Heiner Zehnpfennig kutschierte die 18Ausflügler im Groschen-Bus, Poststuben-Wirt Hubert Zens gab abends den Brutzler.

Sabo: Mit frischer Kreativität

Es ist das Besondere des Kunst-Cafés Sabo, dass die Hausherrin Ursula Sabottke Künstler zur früheren van-Leendert-Adresse "An Eulen 7" einlädt, die noch nicht so geläufig sind und ihre Auftritte mit überraschender Kreativität angehen.

Das ist wohl der Grund, weswegen das Frühstück am Sonntag mit der Kölner Akustik-Bank Gentile bereits ausverkauft ist. Dafür gibt es noch Karten à zehn Euro für die Kaffeetafel am 12. Juli mit Live-Musik sowie für den Spanischen Gourmet-Abend am 1. August mit den Latin Emotions. Anmeldung/Info unter Tel.02152/554868.

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