Kurz vor dem Start in die Ferien hat die WZ am Niederrhein Reisebüros nach den Trends für den Sommer gefragt.

Kurz vor dem Start in die Ferien hat die WZ in Reisebüros nach den Trends für den Sommer gefragt. An der Spitze liegen Spanien und Griechenland.
Susanne Utke (r.) und ihre Mitarbeiterin Sandra Kroppen beraten Kunden im Reisebüro am Kuhtor in Kempen.

Susanne Utke (r.) und ihre Mitarbeiterin Sandra Kroppen beraten Kunden im Reisebüro am Kuhtor in Kempen.

Kurt Lübke

Susanne Utke (r.) und ihre Mitarbeiterin Sandra Kroppen beraten Kunden im Reisebüro am Kuhtor in Kempen.

Kempen/Schiefbahn. Auch wenn sich der Sommer hierzulande ja ziemlich gut anlässt – viele Menschen zieht es in diesen Tagen und Wochen wieder in andere Gefilde. Am kommenden Montag beginnen die Schulferien. Ein guter Anlass, sich bei Reisebüros in der Region zu erkundigen, was bei den niederrheinischen „Globetrottern“ in dieser Saison angesagt ist.

„Auch Leute, die Kinder lieben, fahren gerne dorthin, weil sie einfach ihre Ruhe haben möchten.“

Maria Schartojé vom Schiefbahner Derpart-Reisebüro über den aktuellen Trend von sogenannten Adults-Only-Hotels

Gesche Haep von den First Reisebüros Esser (unter anderem in Kempen vertreten) beantwortet die Frage nach den aktuellen Trends so: „Griechenland und immer wieder gerne Spanien, vorrangig die Inseln.“ Wer kurzfristig die begehrte Mischung aus Strand und Paella buchen möchte, hat ihrer Aussage nach zwar noch gewisse Chancen – das sei dann aber „nicht gerade günstig“. Laut Gesche Haep tut sich derzeit touristisch auch einiges in einem bei Deutschen ohnehin traditionell beliebten Karibikstaat, der Dominikanischen Republik. Ebenfalls stark nachgefragt: „Schiffsreisen auf dem Meer wie auf Flüssen.“

Maria Schatorjé vom Derpart Reisebüro Hess in Schiefbahn sieht ebenfalls die Balearen, die Kanaren und die griechischen Inseln ganz weit vorne. Speziell um Mykonos gebe es derzeit einen „großen Hype“ – entsprechend dick sollte das Urlaubs-Portemonnaie sein. Was seit zwei, drei Jahren stark im Kommen sei, seien „Adults only“-Hotels, also Unterkünfte nur für Erwachsene. „Auch Leute, die Kinder lieben, fahren gerne dorthin, weil sie einfach ihre Ruhe haben möchten“, erklärt Maria Schatorjé. Oft seien es Flugreiseziele, die beispielsweise am Mittelmeer liegen.

Auch Susanne Utke vom Kempener Reisebüro am Kuhturm kennt diesen Trend. Sie nennt dafür Beispiel-Ziele wie Karibik oder Thailand. Es gebe die „softe Version“ – keine Buchung unter 16 Jahren – und die „härteren Varianten“, bei denen die Hotels tatsächlich nur Volljährige hinein ließen. „Da können Sie auch nicht mogeln“, sagt Susanne Utke.

Detlef Jung vom Reisebüro am Kempener Concordienplatz über die Lage auf der begehrten Balearen-Insel Mallorca

Laut der Reise-Expertin gibt es für die schönste Zeit im Jahr inzwischen „nichts, was es nicht gibt“. Wer etwa gerne dem Kitesurfing, dem Wassersport mit Lenkdrachen, frönt, findet dazu unter anderem in Ägypten spezielle Hotels. Auch Hobby-Taucher zieht es in dieses Land. „Da buchen dann viele nur das Frühstück mit, weil man ohnehin den ganzen Tag am, im und unter Wasser ist.“ Das Kontrastprogramm dazu: Rundreisen mit dem Mietwagen durch Irland, Island oder Schottland oder exotische Studienreisen wie „Ecuador mit Galapagos-Inseln oder Tansania mit Sansibar“.

Unterschiedliche Aussagen kommen mit Blick auf die Türkei. Während Maria Schatorjé aus Schiefbahn aus „politischen Gründen“ noch von einem „Sorgenkind“ spricht, obwohl man in dem Land sehr schön Urlaub machen könne, berichtet Susanne Utke von einer wieder starken Nachfrage: „Meine Kollegin war neulich da und das Hotel war voll.“ Die „Super-Schnapper“, wie in der jüngeren Vergangenheit gebe es daher nicht mehr.

„Die Türkei ist wieder stark im Kommen“, sagt auch Detlef Jung vom gleichnamigen Reisebüro am Kempener Concordienplatz. Hauptreiseziel bleibe aber Spanien mit Mallorca an erster Stelle. „Die Insel ist sehr voll, die Preise sind entsprechend hoch und die Flugzeiten sind entsprechend schlecht“, so Jung. Gemeint sind Hinflüge, die erst nachmittags oder abends starten, und Rückflüge am frühen Morgen. „Dadurch verliert man locker einen Urlaubstag.“ Sein persönlicher Tipp als Alternative: „Die Costa de la Luz, also die südliche Atlantik-Seite Spaniens, ist sehr schön.“

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