Der Verkehrsverein hat Max Giesinger für das Sommer-Festival 2017 verpflichtet. Außerdem im Altstadt-Geflüster: Armin Horst wird sein Restaurant „Ellenpoort“ und die Kneipe „Treppchen“ verpachten.

Der Verkehrsverein hat Max Giesinger für das Sommer-Festival 2017 verpflichtet. Außerdem im Altstadt-Geflüster: Armin Horst wird sein Restaurant „Ellenpoort“ und die Kneipe „Treppchen“ verpachten.
Shooting-Star Max Gieisnger singt im Sommer an der Kempener Burg.

Shooting-Star Max Gieisnger singt im Sommer an der Kempener Burg.

Armin Horst gehört eigentlich zum Inventar der Altstadt. Im Sommer will der Wirt aber kürzertreten.

Manfred Oomen setzt im Weihnachtsgeschäft wieder auf seine personalisierten Christstollen.

So kann man auch parken: Besonders sozial ist so ein Verhalten wie hier auf dem Parkplatz am Kolpinghaus aber nicht.

dpa, Bild 1 von 4

Shooting-Star Max Gieisnger singt im Sommer an der Kempener Burg.

Kempen. Einen aktuellen Star aus der deutschen Popmusikszene hat der Verkehrsverein für das Sommermusik-Festival im nächsten Jahr verpflichtet. Max Giesinger kommt am 21. Juli zu seinem Auftritt auf der Burgwiese. Der 28-Jährige aus Karlsruhe stürmte die Charts mit Hits wie „Einer von 80 Millionen“ und „Wenn sie tanzt“. Für seine Erfolge bekam Giesinger den MTV-Award „Best German Act“. Der Musiker war 2011 in der ersten Staffel von „The Voice of Germany“ ins Finale gekommen. Auch die Klassik-Fans kommen wie immer bei der Sommermusik nicht zu kurz. Am 22. Juli gibt es eine Johann-Strauss-Gala unter dem Titel „Eine Sommernacht in Wien“. Das Europäische Festival Orchester aus Köln wird unter der Leitung von Alexander Steinitz ein „Best of Johann Strauss“ spielen. Karten für das Event, das der Verkehrsverein im Zwei-Jahres-Rhythmus ausrichtet, gibt es allerdings noch nicht. Das soll sich aber vor Weihnachten noch ändern, wie der Flüsterer in Erfahrung bringen konnte.

Altstadt-Geflüster

Weihnachtlicher Kabarettabend

Der Verkehrsverein lässt die Freunde der Unterhaltung aber nicht bis zum Sommer warten. Bereits am Samstag, 3. Dezember, ab 20 Uhr (Einlass: 18 Uhr) gibt es einen weihnachtlichen Kabarettabend mit Martin Maier-Bode und seinem Programm „Kabarett alternativlos“. Veranstaltungsort ist zum ersten Mal der Kutschenstall auf Gut Heimendahl in Unterweiden. Dort ist Platz für 200 Besucher. Die Karten kosten 32,50 Euro. Im Preis enthalten ist ein Abendessen. Der Vorverkauf läuft bei Provinzial Alberts, Orsaystraße 18, Schreibwaren Beckers, Engerstraße 10, und auf dem Gut Heimendahl, Haus Bockdorf 1.

Chaos-Parkplatz Viehmarkt

Das Parken auf dem Viehmarkt ist nicht vergnügungssteuerpflichtig. Vor allem diejenigen, die dort samstags ihr Auto zum Einkauf abstellen möchten, wissen, wovon der Flüsterer schreibt. Enge Parklücken, schmale Durchfahrten, kreuzende Radfahrer und Fußgänger – so sieht es aus auf dem Viehmarkt. Auch die CDU hat die „teils chaotischen“ Verhältnisse wahrgenommen, wie die Fraktion nun in einer Pressekonferenz mitteilte. Daher wollen die Christdemokraten die Verwaltung dazu bewegen, dass sie sich der Situation annimmt. Im Zuge des Baus eines Regenrückhaltebeckens im Bereich des Viehmarktes soll auch die Parkplatzsituation verbessert werden. „Wir wollen eine Neuordnung und Gestaltung des Parkplatzes erreichen“, so Fraktionschef Wilfried Bogedain. Die Arbeiten am Regenrückhaltebecken sollen nach Angaben der Stadt im Frühjahr 2017 beginnen.

Großzügig geparkt

Bleiben wir noch einen Moment beim Thema Parken. Eine interessante Variante dieser Tätigkeit entdeckte der Flüsterer in dieser Woche auf dem Parkplatz zwischen dem Nievenheim’schen Haus und dem Ring – unweit des Kolpinghauses. Dort standen drei weiße Lieferwagen nebeneinander. Dieses Ereignis an sich ist jetzt nicht weiter besonders. Allerdings blockierten die drei Fahrzeuge fünf, na ja eher sechs Stellplätze. Möglicherweise waren die Insassen der Transporter in Eile zum Weihnachtsmarktaufbau unterwegs. Aber so eine großzügige Parkplatzbelegung sollte eher ein Einzelfall bleiben.

Jetzt wird’s endlich jeck

Weihnachten hatten wir, das Sommerfestival auch – fehlt noch der Karneval. Schließlich befinden wir uns schon wieder mitten in der Session. Und die wird in Kempen eine ganz Besondere, was vor allem dem stürmischen Wetter am letzten Karnevalswochenende zu verdanken ist. Sie erinnern sich sicher noch, dass tausende Jecken beim Rosenmontags-Sturm in die Röhre geguckt haben. Wegen einer Sturmwarnung wurde der Rosenmontagszug abgesagt, der in Kempen bekanntlich nur alle drei Jahre zieht. Nach dem ausgefallenen Zug ist aber vor dem Nachhol-Zug. Am 27. Februar wollen die Narren umso heftiger feiern. Und deshalb kann man sich schon jetzt anmelden. Zugleiter Theo Balters hat Anmeldeformular sowie Regeln zum Download bereitgestellt. „Am einfachsten geht es, wenn man das Formular ausfüllt und mir dann per E-Mail zukommen lässt“, sagt Ex-Prinz Theo. Nichtsdestotrotz werden auch weiterhin handschriftlich ausgefüllte Formulare angenommen. Zum Zugweg durch die Altstadt kann der Zugleiter noch nicht alle Details verraten, weil noch ein Gespräch mit der Stadt Kempen aussteht. Feststehen dürfte aber, dass die Jecken sich wieder auf der Judenstraße tummeln dürfen. 2016 wäre dies nicht möglich gewesen, weil dort noch Großbaustelle war. Nun ist bekanntlich alles neu und frei. Hat auch ’was Gutes so eine Zugabsage. Alle Infos zur Anmeldung im Internet

kempener-karnevals-verein.de

Stollenvielfalt bei Oomen

Einer der ausgezeichneten Orte der Altstadt, um Leckereien zu genießen, ist sicher das Café Peerbooms am Buttermarkt. Ausgezeichneten Christstollen hat Inhaber Manfred Oomen beispielsweise wortwörtlich im Angebot. Seine Idee, den Kunden personalisierte Stollen, anzubieten, ist nämlich schon vor zwei Jahren mit dem Zachariaspreis ausgezeichnet worden. Das ist ein sogenannter Kommunikationspreis der Handwerksbäcker, mit dem besondere Ideen gewürdigt worden. Seitdem sei der Spezialstollen ein Erfolgsmodell im Hause Oomen, wie der Bäckermeister dem Flüsterer verriet. „Die Kunden können beim Christstollen aus drei Teigvarianten wählen. Und dann können die einzelnen Zutaten bestellt werden“, sagt Oomen. Mit oder ohne Mandeln? Soll es eher Zitronat sein? Oder als Extra vielleicht doch einen Schokoüberzug? Wer diese Fragen für sich beantwortet hat, kann im Café Peerbooms seinen Wunschstollen bestellen. Eine Woche später steht die Süßigkeit zur Abholung bereit. Bestellscheine liegen auf der Peerbooms-Theke.

Armin Horst hört auf

Entsprechende Gerüchte hatte es schon tagelang gegeben – doch jetzt steht es tatsächlich fest: Altstadt-Gastronom Armin Horst wird im Sommer des nächsten Jahres seine Kochmütze an den Nagel hängen. „Zum 1. Juli 2017 werden meine Lokale Ellenpoort und Treppchen verpachtet“, bestätigte er beim Treffen mit dem Flüsterer. Wegen diverser gesundheitlicher Probleme hätten die Ärzte ihm schon länger geraten, beruflich deutlich kürzer zu treten. Dann habe ihm Venga-Wirtin Michaela Dahn ein interessantes Angebot gemacht – und nach längeren Überlegungen mit seiner Frau habe er es angenommen. Leicht fällt dem 57-Jährigen der Schritt freilich nicht, schließlich stand er mehr als drei Jahrzehnte im Ellenpoort am Herd.

Sehr wichtig sei ihm bei den Verhandlungen mit seiner Nachfolgerin gewesen, dass alle rund 20 Mitarbeiter übernommen werden. „Das hat geklappt, niemand bleibt auf der Strecke“, sagt er. Das „Treppchen“ werde nach dem bisherigen Konzept weitergeführt, im „Ellenpoort“ werde es künftig eine Art zünftiges Wirtshaus geben.

Und was wird mit dem Vorsitz im Kempener Werbering? „Ich bin ja noch bis 2018 gewählt“, sagt Armin Horst und schmunzelt. Was danach komme, müsse man sehen. Seit April 2014 ist der 57-Jährige Vorsitzender, davor war er im Werbering-Vorstand als stellvertretender Vorsitzender und Schriftführer aktiv.

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