Um viel Wasser und närrische Vorfreude, um Lacher beim Bestatter und mehr geht es heute im Niers-Geflüster.

Um viel Wasser und närrische Vorfreude, um Lacher beim Bestatter und mehr geht es heute im Niers-Geflüster.
Doppelte Niers oder Niers mit Nebenarm: Das Foto von Franz Miertz zeigt, dass der Regen für Hochwasser und Seen auf den Feldern gesorgt hat.

Doppelte Niers oder Niers mit Nebenarm: Das Foto von Franz Miertz zeigt, dass der Regen für Hochwasser und Seen auf den Feldern gesorgt hat.

Stefan Verhasselt kommt mit seinem Kabarettprogramm nach Grefrath. Archiv

Frauen feiern in den nächsten Wochen in Oedt und in Grefrath. Archivfoto : Lübke

Auf 100 Metern der Stadionstraße – in Höhe des Schwimmbadparkplatzes – ist nur noch Tempo 30 erlaubt.

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Doppelte Niers oder Niers mit Nebenarm: Das Foto von Franz Miertz zeigt, dass der Regen für Hochwasser und Seen auf den Feldern gesorgt hat.

Grefrath. Da muss man zurzeit aber laut flüstern, um die Niers akustisch zu überqueren. Das kleine Flüsschen weist dank des vielen Regens ziemlich hohe Pegelstände auf. Die „Seenlandschaft“ hat der Grefrather Franz Miertz im Bild festgehalten.

Vorbereiten auf die närrische Zeit

Sind Sie schon närrisch? Wenn nicht, müssen Sie sich aber langsam ranhalten. Die Session ist kurz und so stehen die Jecken auch in der Niersgemeinde in den Startlöchern. Da wird schon eifrig geprobt, getanzt und gesungen, gebaut, gebastelt und genäht. Hier ein kleiner Überblick über das närrische Treiben in den nächsten Wochen.

Frauen auf der Bühne

Die katholischen Frauen der Niersgemeinde zeigen mal wieder, wie es geht. Die kfdGrefrath und Vinkrath lädt für 26. und 27. Januar in den Saal „Zum Nordkanal“ zum närrischen Nachmittag ein. Für die Samstagsveranstaltung gibt es noch Karten zum Preis von 20 Euro (für kfd-Mitglieder 14 Euro). Karten können am Donnerstag von 9 bis 11 Uhr im Cyriakushaus erworben werden. Bestellungen auch unter Tel. 02158/4249 möglich. Traditionell am Mittwoch vor Altweiber, 7. Februar, laden die kfd-Frauen aus Mülhausen zur Sitzung ein. Unter dem Motto „Frei wie der Wind“ können sich die Besucherinnen auf Tanz und Humor freuen. Durch das Programm führt wieder Heidi Schmidt. Für das musikalische Unterhaltungsprogramm sorgt Franz Fiekers. Um 15.11 Uhr geht es in der Albert-Mooren-Halle los. Karten kosten 16 Euro (14 Euro für Mitglieder). Es gibt sie bei Hildegard Heller an der Hauptstraße 78.

Durch Vinkrath zieht ein Zug

An den Karnevalstagen selbst ist Vinkrath dann das närrische Zentrum der Niersgemeinde. Dort geht das Karnevalstreiben am Samstag, 3. Februar, mit einem Büttenabend im Festzelt los. Beginn ist um 20.11 Uhr. Show Control sorgt dann für die Musik. Der Eintritt kostet acht Euro. Karten gibt es auch bei Lotto-Totto Theisen am Markt. Das gilt ebenfalls für den Kostümball im Festzelt, der am Samstag, 10. Februar, ab 20.11 Uhr gefeiert wird. Im Vorverkauf kosten die Karten fünf Euro, an der Abendkasse sechs Euro. Die große Kindersitzung mit Programm für die kleinen Narren steigt dann am Tulpensonntag ab 14.11 Uhr. Prinz Tim I. und Prinzessin Annika I. laden dazu ins Festzelt ein. Der närrische Höhepunkt folgt am Rosenmontag. Ab 11.11 Uhr ziehen die Bööscher Jecken beim Karnevalszug über die Straßen. Anschließend wird im Festzelt gefeiert.

Auch wenn in Oedt bekanntlich in diesem Jahr kein Nelkensamstagszug zieht, wird östlich der Niers gefeiert – in der Albert-Mooren-Halle gibt es einige Veranstaltungen. Beim „Karnevalsrock“ spielen die Bands Free Barbie – Kill Ken und Ranzig am 9. Februar ab 19.30 Uhr. Der Kostümball der Vereine wird am Karnevalssamstag ab 18 Uhr gefeiert. Einen Tag später findet an gleicher Stelle ab 15 Uhr die Kinderkarnevalsveranstaltung der Kolpingsfamilie Oedt statt.

Altweiber im Zelt

So viel los. Aber war macht man in Grefrath an Altweiber? Da hat Grefraths Party-Experte Stefan „Stracke“ Straeten eine Idee. Nach der gelungenen Premiere im vergangenen Jahr gibt es wieder einen Altweiber-Wiesn-Schwoof im Festzelt am Sporthotel. Diesmal kann dort von 18 bis 1 Uhr gefeiert werden. Karten bekommt man im Vorverkauf für zehn Euro oder an der Abendkasse für 13 Euro.

„Sing mit“ im Pura Vida

Sing mit“ heißt es am Sonntag, 28. Januar,im Pura Vida an der Schulstraße 51. Dann gibt es von 16 bis 21 Uhr eine Karnevalsausgabe der Veranstaltung. Jeder kann mitsingen. Die Liedtexte werden über einen Beamer auf eine Leinwand projiziert. Gesungen werden die größten Karnevalshits von früher und heute und es gibt lustige Reden aus der Bütt. Kostümierung ist nicht notwendig, aber erlaubt. Der Eintritt kostet acht Euro, Karten können im Pura Vida oder bei Wolff Catering unter Tel. 02158/912712 oder per E-Mail vorbestellt werden:

info@wolff-catering.de

Lieber Kloster als Karneval?

Eine Alternativ zum karnevalistischen Treiben bieten die Benediktinerinnen in der Abtei Mariendonk, Niederfeld 11. Und zwar mit einem Seminar unter dem Titel „Haben wir das Hören verlernt? Besinnungstage über Karneval“ vom 9. bis 11. Februar. „Im Menschen ist angelegt, was ihm zutiefst zu eigen ist, wozu er bestimmt ist. Doch um ihn herum sind viele Stimmen, die ihm die verschiedensten Angebote machen. Stimmen, die von außen an ihn herantreten oder in seinem Inneren sprechen“, heißt es in der Ankündigung. Das Seminar widmet sich den Fragen: Wie können wir diese Stimmen unterscheiden? Auf welche Stimmen sollen wir hören? Auf welche dürfen wir nicht hören? Wie finden wir die eigentliche Stimme, die uns auf unser Suchen und Fragen antwortet? Während der Besinnungstage gibt es Zeiten der Stille und des Hörens, gemeinsames Lesen biblischer und literarischer Texte und Gespräche. Beginn ist am Freitag um 16.30 Uhr und Ende am Sonntag um 13 Uhr. Die Gebühr beträgt 55 Euro. Übernachtung und Verpflegung kosten extra. Informationen bei Schwester Rebekka, Henke, Tel. 02152/ 9154 643, Zentrale, Tel. 02152/ 91540 oder im Internet:

www.mariendonk.de

Tempo 30 an der Stadionstraße

Nun sind auch die passenden Schilder da. Wie angekündigt, gilt jetzt auch auf der vielbefahrenen StadionstraßeTempo 30“. Die 100 Meter lange Strecke liegt in Höhe der Zufahrt zum Parkplatz am Hallenbad und Schulzentrum Grefrath mit der Gemeinschaftsgrundschule und Schule an der Dorenburg. Auch wenn die Schulen ihre Adresse nicht an der Stadionstraße haben, ist dort doch einiges los. Zum Schutz der Kinder also ab sofort langsamer fahren!

Teich wieder frei gelegt

Muskelkraft und Köpfchen haben Mitglieder des Vereins „Älter werden in der Gemeinde Grefrath“, die ihre Heimat in Oedt in Räumen der Zweigstelle der Grundschule gefunden haben, in ein besonderes Bauvorhaben gesteckt. Sie haben im Innenhof des Schulgebäudes den zugeschütteten Teich ausgebaggert und so eine wunderschöne Anlage wiederbelebt. Klaus Buckenhüskes, Georg Voirin und Herbert Arz hatten sich dafür ins Zeug gelegt. Dabei blieb glücklicherweise die Teichfolie unversehrt. „Jetzt ist der Blick in den Innenhof noch lohnenswerter“, meint Vorsitzender Winfried Hüren. Wasserpflanzen sorgen für das biologische Gleichgewicht im Teich.

Klavier als Abschiedsgeschenk

Annemarie Claßen, Beisitzerin im Vorstand des Förderverein Patronat St. Vitus hat Oedt verlassen – jedoch nur geografisch – und dem Förderverein eine nicht alltägliche Spende zukommen lassen. Es ist ein bestens erhaltenes Klavier, das fortan als Probeninstrument für den Saal des Jugendheimes am Kirchplatz genutzt werden kann. Das Klavier, das bisher im Jugendheim stand, ist altgedient, soll gleichwohl demnächst für Schulgottesdienste in der Vituskirche genutzt werden.

Kabarett mit Stefan Verhasselt

Wer sagt denn, dass im Bestattungshaus nicht gelacht werden darf? Am 2. März geht das auf jeden Fall. Dann ist Kabarettist Stefan Verhasselt in den Räumen des Bestattungshauses Camps an der Schaphauser Straße mit seinem vierten Bühnenprogramm „Wer kommt, der kommtKabarett 4.0“. Es geht es um „Zu-Früh-Kommer“, um Zeitgenossen, die sich nicht entscheiden können, um vegane Ampelmännchen und Eltern im Whats-App-Wahn. Seit 2016 tourt er mit seinem neuesten Programm durch den Niederrhein und Umgebung. Die komischsten Situationen ereignen sich im täglichen Leben. Das dachte sich auch Kabarettist Stefan Verhasselt, der sich mit seinen Programmen in den vergangenen elf Jahren einen Namen gemacht hat. Seine Devise: nicht hämisch und verletzend, sondern mit viel Humor, Feingeist und Nachhaltigkeit unterhalten. Als waschechter Niederrheiner kennt der Kabarettist auch so manchen Schwank aus der Heimat. 1965 wurde Verhasselt in Straelen geboren. Bekannt ist er aber nicht nur als Kabarettist, sondern auch als Radiomoderator beim Westdeutschen Rundfunk. In seinen Programmen greift er immer wieder tagesaktuelle Ereignisse auf. Am Freitag, 2. März,beginnt der Auftritt von Stefan Verhasselt im Bestattungshaus Camps um 20 Uhr. Karten gibt es in der Grefrather Buchhandlung, Hohe Straße 25.

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