Vom Kinderrennen bis zur einer karnevalistischen Jux-Runde wurde auf dem Altstadtring wieder einiges geboten.

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Anne Claaßen und Heinz Börsch mit Sohn Richard drehten die Einlagerunde.

Anne Claaßen und Heinz Börsch mit Sohn Richard drehten die Einlagerunde.

Die Kleinen wurden mit viel Applaus bedacht.

Beim Hobbyrennen für Fahrer ohne Lizenz waren auch in diesem Jahr wieder einige frühere Elite-Starter dabei. Einer von ihnen holte den Sieg: Erik Fischer (RV Blitz Spich).

Friedhelm Reimann, Bild 1 von 3

Anne Claaßen und Heinz Börsch mit Sohn Richard drehten die Einlagerunde.

Kempen. Ein wenig Regen und eine steife Brise – pünktlich zum Kempener Radrennen gab der Herbst Sonntag sein Debüt in diesem Jahr. Das kühle Wetter wirkte sich bei der 56. Auflage von „Rund um die Burg“ vor allem auf die Teilnehmerzahlen beim Kinderrennen negativ aus.

Während im vergangenen Jahr 54 Kinder kräftig in die Pedale traten, konnte Anne Claaßen, Vorsitzende des Radsportclubs (RSC), diesmal nur 14 Kinder begrüßen. Die Jahrgänge 2005 und 2006 starteten gemeinsam, eine weitere Gruppe bildeten die Jahrgänge 2007 und 2008.

Medaillen für jedes Kind, Pokale für die Sieger

Die Freude bei den Siegern wurde durch die geringe Zahl an Konkurrenten aber nicht geschmälert. Silke Jahn von der Kempener Volksbank hing jedem Kind, das mitgemacht hatte, eine Medaille um den Hals. Pokale gab es für die Schnellsten.

In der unteren Altersgruppe setzte sich Moritz Markstein gegen die Konkurrenz durch. Bei den Älteren freute sich Lukas Chyla über den Sieg. Mutter Monika war nicht sonderlich überrascht: „Lukas hat jeden Tag trainiert.“ Der Junge streichelte den glänzenden Pokal liebevoll.

Sein Klassenkamerad Jan Keens von der Grundschule Wiesenstraße, ebenfalls neun Jahre alt, belegte Platz zwei. Für die Kleinsten wie die fünf Jahre alte Leonie Grabert oder den sechsjährigen Noel Gil war die 2,1 Kilometer lange Runde schon eine Herausforderung mit ihren Mini-Fahrrädern.

„Das war ein toller Renntag.“
Anne Claaßen, RSC-Vorsitzende

Die Sicherheitskontrollen an den einzelnen Kreuzungen haben wieder Vertreter von verschiedenen Vereinen übernommen. Vertreten waren unter anderem der SV Thomasstadt, die Vereinigte Turnerschaft und der Verkehrsverein.

Für den Verkehrsverein war eine Gruppe von Portugiesen in Höhe des Von-Loe–Denkmals, Franziskanerstraße, im Einsatz. Sie hatte ihren Posten mit portugiesischen Fahnen geschmückt. Zudem lagen Köstlichkeiten aus ihrem Heimatland auf dem Grill (Foto). „Das ist eine super Sache“, so Jürgen Hamelmann vom Verkehrsverein. Der Bauunternehmer plant fürs nächste Jahr, alle anderen Streckenposten mit besonderem Flair auszustatten. „Vielleicht können wir ja an jeder Kreuzung ein anderes Land präsentieren. Italiener habe ich schon fürs nächste Jahr gefunden.“

Einen Artikel zum Hauptrennen der Elite lesen Sie im Lokalsport unserer Printausgabe. » S. 26

Eine Konstante in der jährlich stattfindenden Jux-Runde ist Anne Claaßen. Sie trat im orange-schwarzen Sportkleid und auf einem gelben Klapprad an. Ihr Kontrahent war diesmal Heinz Börsch (66). Der Präsident des Kempener Karnevalsvereins trug keinen Fahrradhelm, sondern seine Prinzenkappe von 1989 und dazu ein Clownskostüm. Und er nutzte die Gelegenheit, um seinen Sohn Richard (2) spazieren zu fahren. Mit einem Schild an seinem Rad wies Börsch, auf das 100-jährige Bestehen des KKV hin.

Das Hobbyrennen für Fahrer ohne Lizenz gewann Erik Fischer (RV Blitz Spich). Als Favorit wurde zuvor Rafael Chyla gehandelt. Der frühere Elite-Fahrer, der einen Handel für Fitnessprodukte am Viehmarkt betreibt, wurde am Ende Fünfter. Dass erneut einige ehemalige Lizenz-Fahrer am Start waren, ließ bei den eigentlichen Hobby-Startern wenig Freude aufkommen. Ohne Frage sorgten die „Cracks“ aber für ein attraktives Rennen.

Weniger Zuschauer als in den Vorjahren

Die Zuschauerzahl war geringer als in den vergangenen Jahren, als stets die Sonne am Himmel zu sehen war. „Trotzdem bin ich aber hochzufrieden. Das war ein toller Renntag“, sagte RSC-Vorsitzende Anne Claaßen nach dem Spektakel.

Das mäßige Wetter hatte zur Folge, dass die Stände zum Teil schlecht frequentiert waren. Erbsensuppe und Würste verkauften sich recht gut, ebenso die Kaffeespezialitäten beim Kempener Röster Hummen. Eddy Willemsen aus dem niederländischen Lieshout warb für die Rennradmarke Fondriest, die in seinem Land und in Belgien schon etabliert ist.

Fred Wicht aus Neersen sowie die Kempener Udo Rautzenberg und Ex-Karnevalsprinz Peter Croonenbroeck sorgten als „Die Falschspieler“ für entspannte Klänge - sie machten ihrem Namen zum Glück keine Ehre.

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