Nach einem Unfall an der Hülser Landstraße melden sich einige Leser: Die Polizei spreche fälschlicherweise von einem Weg für Radler.

Nach einem Unfall an der Hülser Landstraße melden sich einige Leser: Die Polizei spreche fälschlicherweise von einem Weg für Radler.
Die für Radwege typisch rote Markierung und sogar der „weiße Rest“ eines Fahrrads sind an der Hülser Landstraße noch zu erkennen.

Die für Radwege typisch rote Markierung und sogar der „weiße Rest“ eines Fahrrads sind an der Hülser Landstraße noch zu erkennen.

Gerards

Die für Radwege typisch rote Markierung und sogar der „weiße Rest“ eines Fahrrads sind an der Hülser Landstraße noch zu erkennen.

St. Hubert. Am Montagvormittag ist es auf der Hülser Landstraße zu einem Unfall gekommen. Wie berichtet, hatte die Polizei mitgeteilt, dass ein Autofahrer beim Abbiegen auf den Bartzweg einen Radfahrer übersehen hatte. Dieser sei auf dem Radweg der Hülser Landstraße in Richtung Hüls unterwegs gewesen. Doch dort gibt es keine Rad-, sondern nur Fußgängerwege.

St. Huberter Anwohnern meldeten sich aufgrund der Berichterstattung bei der WZ, die auf der Mitteilung der Polizei basiert. „Auf der Hülser Landstraße gibt es in der Ortslage keinen Radweg. Der Radweg wurde vor Jahren aufgehoben. Das ist aber bisher bei den meisten Verkehrsteilnehmern noch nicht angekommen“, so ein Anwohner. Der verletzte Radfahrer sei auf dem Gehweg und das noch auf der falschen Straßenseite unterwegs gewesen. „Etwas mehr Aufklärung würde hier gut tun.“

Ein anderer St. Huberter schilderte, dass die Verkehrssituation in dieser 30er-Zone immer wieder zu Diskussionen führe. Sowohl bei Fußgängern, die Radfahrern aufklären müssten, dass sie nichts auf dem Gehweg verloren haben. Als auch zwischen Radfahrern und Autofahrern, die nicht wissen, dass die Radler dort auf die Straße gehören.

2016 gab es zuletzt Beschwerden, die die WZ damals erreichten

Die WZ berichtete bereits 2016 von der Verwirrung von Verkehrsteilnehmern dort. Zwischen Stendener Straße und Kreisverkehr zur Tönisberger Straße gab es früher links und rechts der Fahrbahn einen kombinierten Rad- und Fußgängerweg – getrennt in einen roten (Radfahrer) und einen grauen (Fußgänger) Bereich. Seit einer Änderung der Straßenverkehrsordnung 2001 müssen Radler in Tempo-30-Zonen – und eine solche ist die Hülser Landstraße – auf der Fahrbahn fahren. Radwege sind dort nicht zulässig. Daher sind die entsprechenden Schilder für den Radweg entfernt worden.

Schilder, die darauf hinweisen, dass es nun nur ein Gehweg ist, gibt es nicht. Die rot-graue Pflasterungen und letzte Reste von Radmarkierungen lassen aber anderes vermuten. Wie es bei besagtem Unfall auch die Polizei vermutet hatte. ulli

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