Die Ideen des Investors Fabri & Reuter für einen Neubau am Moorenring sind in Kürze Thema im Denkmalausschuss. Die Zukunft der Post ist noch offen.

Die Ideen des Investors Fabri & Reuter für einen Neubau am Moorenring sind in Kürze Thema im Denkmalausschuss. Die Zukunft der Post ist noch offen.
Das Postgebäude an der Ecke Moorenring/Thomasstraße muss wahrscheinlich einem Neubau weichen.

Das Postgebäude an der Ecke Moorenring/Thomasstraße muss wahrscheinlich einem Neubau weichen.

Tobias Klingen

Das Postgebäude an der Ecke Moorenring/Thomasstraße muss wahrscheinlich einem Neubau weichen.

Kempen. Am Altstadtring werden die Pläne für ein weiteres Großprojekt konkreter. Die Rede ist von einem möglichen Neubau auf dem Grundstück an der Ecke Thomasstraße/Moorenring, auf dem die Post-Filiale ansässig ist. Dieses Vorhaben hat das Unternehmen Fabri & Reuter Immobilien aus Grefrath, dem Grundstück und Gebäude gehören, schon längere Zeit auf der Agenda. Nun geht es auf politischer Ebene in die Beratungen. Am 26. September soll das Projekt in der Sitzung des Denkmalausschusses beraten werden.

Workshop wie beim Projekt an der Ecke Ellenstraße/Hessenwall

Bis zu einer tatsächlichen Umsetzung des Projektes könnten zwar noch einige Jahre vergehen, allerdings will die Stadt Kempen bei den Planungen frühzeitig mit im Boot sitzen. Deshalb greift die Verwaltung erneut zum Mittel eines Workshops, an dem der Investor mit seinem Architekten und – im Auftrag der Stadt – das Planungsbüro Scheuvens und Wachten aus Aachen beteiligt sein werden. Mit dieser Praxis hat die Stadt nach eigenen Angaben an der Ecke Ellenstraße/Hessenwall gute Erfahrungen gemacht. Dort brachten Investor und Stadt gemeinsam ein Neubauprojekt auf den Weg, das bald umgesetzt werden soll. Hintergrund dieser Herangehensweise war unter anderem, dass es zuvor an der Peterstraße – bei der Umsetzung der Pläne der Firma Ralf Schmitz – viel Ärger gegeben hatte.

„Ich freue mich über die Zusammenarbeit mit der Stadt“, sagte René Reuter von der gleichnamigen Immobilienfirma auf WZ-Anfrage. „Ich bin davon überzeugt, dass wir etwas hinbekommen werden, das Kempen bereichern wird.“ Im Unternehmen des früheren Eishockey-Profis läuft das Projekt unter dem Namen „Wohnen an der Burg“ – schließlich liegt die ehemalige kurkölnische Festung vis-à-vis des Postgebäudes. Ebenfalls in Sichtweite liegt die Villa Horten, was den denkmalplanerischen Aspekt aus Sicht der Stadt ebenso begründet.

Reuter „wünscht“ sich die Post weiterhin als Mieter

Seinen derzeitigen Planungsstand hat Reuter nach eigenen Angaben bereits mit der Stadt Kempen abgestimmt. Die dreigeschossige Bebauung soll sich den Häusern an der Thomasstraße und am Moorenring anpassen. Geplant seien Eigentumswohnungen in verschiedenen Größen. Das Erdgeschoss soll aus Ladenlokalen bestehen, die „idealerweise“ von Post und Postbank belegt werden. „Es ist mein Wunsch, dass die Post an dieser Stelle bleibt“, so Reuter. Entsprechende Verhandlungen mit dem Unternehmen stehen aber noch aus. Im aktuellen Gebäude habe die Post einen Mietvertrag, der laut Verwaltungsvorlage „bald“ ausläuft.

Der Workshop soll sich nach Angaben von Reuter auf die gestalterischen Aspekte des Gebäudes konzentrieren: „Baukörpergrößen, Geschossigkeit, Traufhöhen, Dachformen, Dachneigungen, Maßstäblichkeit, Gliederung, Proportionierung, Materialität, Farbgebung, etc.“ heißt es in der Verwaltungsvorlage.

Das Treffen der Workshopteilnehmer ist nach Angaben der Stadt kurz vor dem Sitzungstermin des Denkmalausschusses. Daher werde in der Sitzung über die Ergebnisse informiert. Dann soll der Ausschuss über das weitere Vorgehen beraten.

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