Die Stadt führt nach eigenen Angaben noch Gespräche mit der Kirchengemeinde St. Marien. Das tut sie seit acht Monaten.

Die Stadt führt nach eigenen Angaben noch Gespräche mit der Kirchengemeinde St. Marien. Das tut sie seit acht Monaten.
Poller unten, Durchfahrt möglich – davon machen Autofahrer am Kirchplatz mit und ohne Gottesdienstbesuch in St. Marien Gebrauch.

Poller unten, Durchfahrt möglich – davon machen Autofahrer am Kirchplatz mit und ohne Gottesdienstbesuch in St. Marien Gebrauch.

Kurt Lübke

Poller unten, Durchfahrt möglich – davon machen Autofahrer am Kirchplatz mit und ohne Gottesdienstbesuch in St. Marien Gebrauch.

Kempen. Der Buttermarkt hat, auch wenn der Aprilfrost dieser Woche anderes behauptet, seine Winterpause beendet. Das heißt: Es ist viel los auf dem größten und geselligsten Platz Kempens. Kino, Eisdiele, Marktgrill, Kneipen und Cafés ziehen die Menschen an.

Die Zeiten stehen also auf „belebte Fußgängerzone“. Die sehen nicht alle ohne Sorge. Der Kempener Lars Sluka, Vater zweier Kinder, zum Beispiel. Er hatte im Juli 2015 gegenüber der WZ seinen Ärger über den Durchgangsverkehr am Buttermarkt geäußert. „Kinder lieben es, auf und an den Martins-Figuren zu spielen. Wir Eltern genießen es, im Eiscafé zu sitzen und unsere Kinder dort spielen zu lassen.“ Doch das sei wegen passierender Autos selten möglich.

Als Grund machte Sluka damals das Parken auf dem Kirchplatz aus. Ein Defekt der Polleranlage hatte das Schild „Achtung! Bewegliche Polleranlage. Die Polleranlage schließt nach dem Gottesdienst automatisch“ außer Kraft gesetzt. Der Defekt ist bis heute nicht behoben. Bürgermeister Volker Rübo hatte damals Gespräche mit der Kirchengemeinde angekündigt. Eine Lösung sei in Sicht. „Da sind wir dran“, sagte Rübo.

Lars Sluka sieht acht Monate später noch keine Poller-Bewegung. „Es hat sich nichts getan.“ Auf Nachfrage der WZ im Rathaus sieht man das anders. Stadtsprecher Christoph Dellmans informiert per Mail: „Zu dem Thema, wie es auf dem Kirchplatz mit der Erneuerung von Pollern bzw. Parken auf dem Kirchplatz weitergeht, stehen Kirche und Stadt in Verbindung, es werden Gespräche geführt. Eine endgültige Entscheidung ist noch nicht getroffen. Sobald es konkrete Ergebnisse gibt, werden Kirche und Stadt darüber informieren.“ Mehr lässt er sich auch im Telefonat nicht entlocken.

An der Ecke Kuhstraße/Orsaystraße weist ein Schild die Zufahrt zum Buttermarkt als Fußgängerzone aus. Be- und Entladen ist von 6 bis 11, 13 bis 15 und 19 bis 20 Uhr möglich, Fahrräder und Kirchenbesucher frei. Gestern parkten kurz vor 15 Uhr auf dem Privatgrundstück „Kirchplatz“ gut und gerne 20 Fahrzeuge. Das Angebot der offenen Kirche in St. Marien nahmen zur selben Zeit zwei Kirchbesucher an.

Am Freitag wird das Thema am WZ-Mobil diskutiert. Die Rollende Redaktion steht von 11 bis 12 Uhr auf dem Buttermarkt. 

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer