Ein mutmaßlicher Fahrraddieb wehrte sich am Kempener Bahnhof gegen seine Festnahme. Weitere Verdächtige sind auf der Flucht.

Kempen. Bei einem Einsatz gegen einen mutmaßlichen Fahrraddieb ist am späten Dienstagabend ein Polizist leicht verletzt worden. Das teilte die Pressestelle der Kreispolizei gestern Nachmittag mit.

Gegen 23.10 Uhr wurde ein Polizist in der Wache in Kempen auf ein „lautes Gegröle“ aufmerksam, das aus Richtung des Bahnhofes kam. Zeitgleich meldete ein Bürger eine „auffällige Gruppe junger Männer“ am Bahnhof. Aus der Gruppe heraus wurde offenbar versucht, ein verschlossenes Fahrrad zu stehlen, das an der Radstation am Bahnhof abgestellt war.

Die Beamten der Wache schauten gegenüber nach dem Rechten und trafen auf der St. Huberter Straße auf die Gruppe mit etwa acht jungen Männern. Ein 27-Jähriger und ein 29-Jähriger trugen ein verschlossenes, rotes Damenrad. Beim Anblick der Polizisten warfen sie das Rad ins Gebüsch. Sie versuchten zu flüchten. Der Polizei gelang es jedoch, die beiden Verdächtigen zu stellen und vorläufig festzunehmen. Die übrigen Männer aus der Gruppe flüchteten unerkannt.

Der offenbar stark angetrunkene 27-Jährige beleidigte die Beamten. Er wehrte sich mehrfach gegen die Festnahme und unternahm weitere Fluchtversuche. Diese seien „letztlich mit einfacher körperlicher Gewalt“ unterbunden worden. Dabei ist nach Angaben der Pressestelle einer der Polizeibeamten leicht verletzt worden.

Der 27-Jährige ist laut Pressemitteilung bereits mehrfach polizeilich auffällig geworden: wegen Gewalt- und Diebstahlsdelikten. In seiner Vernehmung bestritt er, das Fahrrad gestohlen zu haben.

Der 29-Jährige aus Kerken wurde nach der Aufnahme der Personalien wieder entlassen. Beim 27-Jährigen, der keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat, muss der Haftrichter noch entscheiden, ob er auf freien Fuß gesetzt wird. Die Ermittlungen in diesem Fall dauern an. Red

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