Die Schüler des Berufskollegs zeigen ihre Werke im Rathaus-Foyer.

Die Schüler des Berufskollegs zeigen ihre Werke im Rathaus-Foyer.
15 Kunsttafeln, die Schüler des Berufskollegs gefertigt haben, sind in der Ausstellung „Imagine – stell dir vor“ zu sehen.

15 Kunsttafeln, die Schüler des Berufskollegs gefertigt haben, sind in der Ausstellung „Imagine – stell dir vor“ zu sehen.

Kurt Lübke

15 Kunsttafeln, die Schüler des Berufskollegs gefertigt haben, sind in der Ausstellung „Imagine – stell dir vor“ zu sehen.

Kempen. Historisches in die heutige Zeit übertragen. Diesen Spagat versucht ein Werk in der Ausstellung „Imagine – stell dir vor“ zu schaffen. Zu sehen sind die Arbeiten von Schülern des Kempener Berufskollegs im Foyer des Kempener Rathauses. Schüler einer 13. Klasse haben dabei versucht, das Bild „Guernica“ von Pablo Picasso in gewisser Weise nachzuzeichnen. „Guernica“ ist als Reaktion auf die Zerstörung der spanischen Stadt im Jahr 1937 entstanden. Die Schüler versuchten jetzt, das Bild in die heutige Welt, bezogen auf Begriffe wie Frieden, Macht, Glück und Erfolg, zu übertragen.

Der Titel „Imagine“ soll an John Lennons Lied erinnern

Dies ist nur ein Beispiel unter rund 15 Kunsttafeln, die im Rathaus gezeigt werden. Zu sehen sind auch Fotos sowie Gemälde auf verschiedenen Untergründen und mit ganz unterschiedlichen Herangehensweisen. Ein Selbstporträt gehört genauso dazu wie Lichtquellen an verschiedenen Orten. Schulleiterin Elke Terbeck ist begeistert von dem, was die jungen Leute geschaffen haben. „Sie haben ihre Lebenswelt in Kunstwerke umgesetzt“, sagt Terbeck.

Das Wort „Imagine“ im Titel der Ausstellung soll dabei bewusst an das Lied von John Lennon erinnern, das ja ein Lied der Friedensbewegung war und damit für eine Welt ohne Krieg, Hunger und Gewalt stehen soll.

Rund 50 Schülerinnen und Schüler der Beruflichen Gymnasien für Gesundheit und Soziales sowie der Fachschule für Sozialpädagogik am Kempener Berufskolleg beteiligten sich an der Ausstellung – teilweise auch mit Gemeinschaftswerken. Betreut wurden sie von den Kunstlehrerinnen Ariane Temme und Stefanie Ginzel. „Wir haben die Schüler dazu angeleitet, dass sie ihre Gedankenwelten ausdrücken“, sagt Stefanie Ginzel. Die Idee hatten die Lehrerinnen schon vor rund zwei Jahren. Ein Jahr lang haben die Schüler an den Werken, die jetzt im Foyer des Rathauses zu sehen sind, gefeilt.

Betrachter können etwas zum Nachdenken mitnehmen

Wer will, kann von der Ausstellung auch etwas zum Nachdenken mit nach Hause nehmen. In einer Box befinden sich kleinen Zettel, deren Inhalt unter dem Motto „Nimm’ dir ein gutes Gefühl“ stehen. Wer eines dieser Papierchen, die wie ein Los eingerollt sind, auspackt, findet auf Englisch beispielsweise den Satz „Glaube an alle Dinge in dir – vertraue dir selbst“.

Die Ausstellung im Rathausfoyer ist noch bis zum 28. September geöffnet – montags bis donnerstags von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 14 Uhr.

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