Der Pächter Amir Sanders macht sich Sorgen um seine Existenz.

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So sieht es häufig aus: Gähnende Leere an der Oedter Albert Mooren-Halle.

So sieht es häufig aus: Gähnende Leere an der Oedter Albert Mooren-Halle.

Kurt Lübke

So sieht es häufig aus: Gähnende Leere an der Oedter Albert Mooren-Halle.

Oedt. "Die Oedter nehmen mich nicht so richtig an. Sie müssen auch daran denken, dass ich hier meinen Lebensunterhalt verdienen muss", sagt Amir Sanders, Pächter der Albert-Mooren-Halle. Seit Jahren gibt es Probleme mit der einzigen großen Halle an der Niers.

Sie hat schon oft den Pächter gewechselt und es wurde sogar schon von Schließung gesprochen. Doch Amir Sanders möchte nicht schließen. Dafür braucht er aber die Unterstützung der Oedter.

"Die Leute haben gesagt, dass sie kommen, wenn ich eine gute Küche anbiete. Jetzt habe ich einen super Koch, der von allen Seiten gelobt wird, aber die Gäste bleiben trotzdem aus", stellt der Wirt ernüchtert fest. Im Monat verkauft der 48-Jährige nur an die zehn Essen.

Der Brunch samstags und sonntags wird kaum angenommen, der Schießstand im Keller bleibt weitgehend geschlossen und auch die 24 angemeldeten Vereine sind nur selten zu Gast.

"Seit einem Jahr verdiene ich kein Geld."

Amir Sanders, Pächter

Die Halle gehört der Sportstätten- und Freizeitgestaltungs-Betriebsgesellschaft GmbH an, deren Leiter Thomas Bolte ist. Der Geschäftsführer betont: "Der Vertrag mit Amir Sanders läuft vier Jahre lang. Es läuft nicht gut, aber darüber soll er mit uns reden."

"Sobald man von Schließung spricht, gehen die Leute auf die Barrikaden. Ich möchte auch weitermachen, aber seit einem Jahr verdiene ich kein Geld", sagt Sanders. Auf Unterstützung von der Gemeinde wartet der Geschäftsführer vergeblich. Dabei betont Bürgermeister Manfred Lommetz, dass er die erhalten möchte: "Ich halte sie sehr wichtig für Oedt."

"Aber die Leute müssen mich in dem Vorhaben, die Albert-Mooren-Halle zu erhalten, auch unterstützen", sagt der Wirt. Andernfalls möchte sich Amir Sanders einige Neuerungen überlegen: "Vielleicht werde ich Catering anbieten. Ich möchte nächstes Jahr gerne dahin kommen, dass ich wenigstens nicht mehr jeden Monat draufzahlen."

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