Initiative: Gemeinde soll für junge Leute attraktiver werden.

Oedt. Die Initiative "Perspektiven für Oedt" geht in die nächste Runde. Was Ende April mit einem Zukunftscafé begann, führen nun rund 80 Interessierte in sechs Gruppen unterteilt weiter. Die Gruppe "Jugendarbeit, Skaterbahn, Burg Uda, Angebote" traf sich am Freitagabend und diskutierte über Möglichkeiten, Oedt für junge Leute attraktiver zu machen.

Streetworker Leon Küsters moderierte das Treffen, zu dem rund 20 zumeist junge Oedter gekommen waren. "Wir wollen was dagegen tun, dass Jugendliche nur als ’Abschaum´ bezeichnet und nicht toleriert werden", sagt Peter De Groot (17). Gerade im Bereich der Skateranlage komme es immer wieder zu ungewollten Zwischenfällen mit Anwohnern, die sich beschweren. "Wir sind bereit für den Dialog", sagt Andre Heups (16). Bislang mangelte es an Beteiligung der Gegenseite. "Die Positionen sind festgefahren", weiß Küsters. Deshalb formulierte der Sozialpädagoge zwei Diskussionspunkte: "Toleranz zwischen den Generationen" und "Treffpunkte auf der Straße".

Festgefahren: Wenig Interesse an direkter Kommunikation

Wenn sich Jugendliche draußen aufhalten, ist Konfrontation programmiert: Bei Lärm wird die Polizei gerufen. "Die Kritik sollte direkt geäußert werden", meinen die jungen Leute. Gleichzeitig befürchten sie, dass direkter Kommunikation mangelndes Interesse gegenübersteht.

Ein junger Slogan für Oedt, Kennenlernen der Generationen, eigene Aktionen auf Straßenfesten. "Ich bin überrascht, was für tolle Ideen entstehen", ist Küsters beeindruckt. Als erste Aktion wird die Gruppe am 7. Juni Oedt unter dem Motto "Nur wer Gutes tut, wird auch gut gehört" säubern. Am 27. Mai trifft sich die Gruppe um 19 Uhr in der Evangelischen Kirche. kr

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