In Kempen wird das Erbe des flämischen Dichters Felix Timmermans hochgehalten.

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Das umfangreiche Werk des 1947 verstorbenen flämischen Dichters und Malers Felix Timmermans füllt bei Ingrid Wolters mehrere Bücherregale.

Das umfangreiche Werk des 1947 verstorbenen flämischen Dichters und Malers Felix Timmermans füllt bei Ingrid Wolters mehrere Bücherregale.

Das umfangreiche Werk des 1947 verstorbenen flämischen Dichters und Malers Felix Timmermans füllt bei Ingrid Wolters mehrere Bücherregale.

Friedhelm Reimann, Bild 1 von 2

Das umfangreiche Werk des 1947 verstorbenen flämischen Dichters und Malers Felix Timmermans füllt bei Ingrid Wolters mehrere Bücherregale.

Niederrhein. Ingrid Wolters hat nach zwölf Jahren den Vorsitz der Felix-Timmermans-Gesellschaft abgegeben. Die 73-Jährige ist jetzt Ehrenvorsitzende des 1990 in Kleve gegründeten Vereins, der sich deutschlandweit um das kulturelle Erbe des flämischen Dichters und Malers Felix Timmermans (Foto) bemüht.

"Wir verfolgen drei Ziele: Dass Timmermans gelesen wird; dass er richtig erkannt wird- nicht nur in den Weihnachtsgeschichten; und dass seine Wirkungsgeschichte in Deutschland weiter erforscht wird", sagt die Kempenerin.

Bis heute hat der 1886 im belgischen Lier geborene und- fast 61Jahre alt- ebendort gestorbene Felix Timmermans hierzulande eine Fangemeinde- nicht zuletzt durch seine zahlreichen Lesereisen. Werke wie "Das Jesuskind in Flandern", "Adriaen Brouwer" oder der in 14 Sprachen übersetzte Roman "Pallieter" gehörten zur Schullektüre. Begeisterung für die Schönheiten der Natur, mystische Frömmigkeit und eine urwüchsige Sprache ohne eitlen Tand bescherten dem großen Flamen eine treue Leserschaft.

"Thomas a Kempis ist schuld an meiner Liebe zu Timmermans", deutet Ingrid Wolters die Seelenverwandtschaft an zwischen dem mittelalterlichen Kempener Kirchenlehrer und dem an der Schwelle zur Moderne geborenen Belgier, der von Zeitzeugen als faszinierende Persönlichkeit mit tiefer Liebe zu Natur, Mensch und Gott beschrieben wird.

"Wie geht der Weg durch Wüstenein zu den Gelobten Landen?"

Felix Timmermans, Schriftsteller

Die rührige Timmermans-Gesellschaft bietet ihren 300 Mitgliedern nicht nur das regelmäßig erscheinende Jahrbuch. Auch die anno 2000 herausgegebene Biografie- die Vorgängerin stammt aus dem Jahre 1949- fand weithin positive Aufnahme.

Nun werden Timmermans’ Adagio-Gedichte zur 20-Jahr-Feier der Gesellschaft im Oktober 2009 bei einer Wochenendtagung in der Wasserburg Kleve-Rindern erscheinen, zweisprachig und übertragen von Ingrid Wolters. Die Gedichte zeigen den heiteren Erzähler als zweifelnden und hoffenden Gläubigen im Zwiegespräch mit seinem Schöpfer.

In ihrer Kempener Altstadtwohnung vertiefen sich die ehemalige Deutschlehrerin Ingrid Wolters und ihr Mann Paul (75)- er ist Ehrenmitglied der Gesellschaft- immer wieder in Texte zu Leben und Werk des Flamen.

Durch Lesungen, Vorträge, Exkursionen und Ausstellungen soll auch den Menschen von heute der Dichter aus Flandern bekannt werden. So zeigt Brigitta Brand am 22. und 23. August im Eifelort Nettersheim literarische Seidentuch-Unikate mit Timmermans-Zitaten.

Felix Timmermans wird nicht in Vergessenheit geraten.

 

 

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