Die vier Toten des Verkehrsunfalls vom vergangenen Freitag sind über 80. Viele fordern, die Landstraße zu entschärfen.

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Feuerwehr und Rettungskräfte sichern die Unfallstelle am Mercedes ab, der am Freitagabend auf der Landstraße Kempen-St.Tönis ungebremst gegen einen Baum geprallt war.

Feuerwehr und Rettungskräfte sichern die Unfallstelle am Mercedes ab, der am Freitagabend auf der Landstraße Kempen-St.Tönis ungebremst gegen einen Baum geprallt war.

Kurt Lübke

Feuerwehr und Rettungskräfte sichern die Unfallstelle am Mercedes ab, der am Freitagabend auf der Landstraße Kempen-St.Tönis ungebremst gegen einen Baum geprallt war.

Kempen/St.Tönis. Die vier Opfer, die am vergangenen Freitagabend auf der Landstraße zwischen Kempen und St.Tönis ums Leben gekommen sind, sind alle aus St.Tönis. "Es handelt sich um zwei Ehepaare. Der Fahrer ist 87 Jahre alt geworden, seine Ehefrau 85, die beiden Mitfahrer 87 und 81 Jahre", so Polizeisprecher Wolfgang Wiese.

Der grüne Mercedes C-Klasse war kurz vor 18Uhr auf der L362 in Fahrtrichtung St.Tönis kurz vor der Gaststätte Nellessen ungebremst gegen einen Baum geprallt. Die vier Insassen waren auf der Stelle tot.

"Möglicherweise ist der Mercedes durch besondere Fahrweise aufgefallen."

Wolfgang Wiese, Sprecher der Kreis-Polizei

Den Unfall, für den es keine Augenzeugen gibt, rekonstruiert die Polizei so: 120Meter vor der Unfallstelle ist der Wagen nach rechts von der Fahrbahn abgekommen. Auf dem Seitenstreifen touchierte das Auto einen Leitpfosten, rutschte über den Grünstreifen und kollidierte mit einem Schild. Dadurch wurde der Mercedes zurück auf die Fahrbahn geschleudert, drehte sich und rutschte mit voller Wucht mit der rechten Seite gegen einen Baum auf der linken Straßenseite.

Als die Notärzte am Unfallort eintrafen, war es bereits zu spät

Kommissar Wiese: "Möglicherweise ist der Mercedes vor dem Unfall anderen Verkehrsteilnehmern durch besondere Fahrweise aufgefallen." Die Polizei bittet Zeugen, sich unter Tel.02162/3770 zu melden.

Als die alarmierten Notärzte am Freitag am Unglücksort eintrafen, war es bereits zu spät. Sie konnten nur noch den Tod der vier Senioren feststellen. Für Unfall-Aufnahme, Bergung der Leichname und Abtransport des Unfall-Fahrzeugs waren 40 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Tönisvorst, Kempen und Willich vor Ort.

Drei Notärzte und Rettungskräfte sowie sieben Streifenwagen-Besatzungen der Kreispolizei waren im Einsatz. "Die Ermittlungen übernahmen noch in der Nacht Beamte des Verkehrs-Kommissariats Kempen und Kripo-Beamte", berichtet Polizei-Sprecher Wiese.

Notfallseelsorger und im Opferschutz geschulte Polizisten überbrachten den Angehörigen die Todesnachricht.

Viele fordern jetzt einen Starenkasten

Dieser erste schlimme Unfall im neuen Jahr beschäftigte am Wochenende die Menschen in Kempen und Tönisvorst. Da es nicht der erste tödliche Unfall in diesem Bereich der Landstraße war, fordern bereits jetzt viele Tempo-Beschränkungen und schärfere Kontrollen. Eine St.Töniserin entsetzt: "Warum hat man dort nicht längst einen Starenkasten aufgestellt?"

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