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Das Percussion-Quartett „Elbtonal“ brachte viele Instrumente aus Hamburg mit, um klangvoll aus dem Vollen zu schöpfen.

Das Percussion-Quartett „Elbtonal“ brachte viele Instrumente aus Hamburg mit, um klangvoll aus dem Vollen zu schöpfen.

Königs

Das Percussion-Quartett „Elbtonal“ brachte viele Instrumente aus Hamburg mit, um klangvoll aus dem Vollen zu schöpfen.

Kempen. Enorme Wucht japanischer Fasstrommeln trifft auf betörend stille Melodiewellen der Marimba: Das Gastspiel des Hamburger Percussion-Quartetts „Elbtonal“ fand in der ausverkauften Paterskirche beachtlichen Anklang. Den ganzen Chorraum hatten die Vier mit Instrumenten vollgestellt, sodass sich der Sitzplatz von einigen der 350 Gäste kurzerhand änderte.

Das mitgebrachte Instrumentarium lohnte diesen Wechsel: Von ruhigem Beckenschlag bis zum Klang-Massiv aus Trommeln und Gongs zeigte Elbtonal die ganze Bandbreite der Percussion-Welt. Albtraumhaftes Grollen und Donnern ertönte bei der Komposition „The Wave“, bevor zwei afrikanische Stücke („Afrock“, „Ghanaia“) innerste Gefühle nach außen stülpten.

Entgegengesetzte Rhythmen in Endlosschleife versetzten das Publikum in tranceartige Hör-Zustände bis zum Fortissimo, bevor die abnehmende Dynamik den Ur-Zustand wiederherstellte. Werden, Sein, Vergehen – so intensiv ist Musik nur selten. Große Becken jagten Rückenschauer voran, das Bein wippte nervös mit, die sphärische Präsenz des Tonraums erfüllte die Körper.

Sound und Rhythmus sind überall, und Elbtonal lieferte den Herzschlag des Klangs. Da dauerte es nicht lange bis zum langen finalen Applaus, der verdient ist. Bravo! kr

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