Für eine Schule in Ecuador setzen sich Liebfrauenschüler ein. Das Ergebnis sind 5000 Euro.

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Beim Soccer-Turnier zeigten in der Grefrather Liebfrauenschule zeigten die Teams vollen Einsatz.

Beim Soccer-Turnier zeigten in der Grefrather Liebfrauenschule zeigten die Teams vollen Einsatz.

Kurt Lübke

Beim Soccer-Turnier zeigten in der Grefrather Liebfrauenschule zeigten die Teams vollen Einsatz.

Mülhausen. Drei Tage lang lag der Geist von Ecuador über Mülhausen. Die Liebfrauenschule hatte die Aktion "72 Stunden - Uns schickt der Himmel" genutzt, um für ein Toilettenhaus für eine Schule in dem südamerikanischen Land zu sammeln. 4000 Euro hatten sich Schüler und Lehrer als Ziel vorgenommen. Das wurde mit 5000 Euro weit übertroffen.

Köstlichkeiten nach Rezepten aus Ecuador

Im Zentrum der Aktion stand ein Fußball-Turnier, zu dem 18Schülermannschaften angetreten waren. Schülersprecher Max Heym hatte die Idee dazu. "Amerika ist mein Vorbild. Da ist es ja sehr populär jedes Jahr einen Sieger zu ermitteln. Ich würde so ein Turnier gerne jedes Jahr machen."

Die Schüler Jonas Windbergs und Ludwig Brix (beide 13) waren auf jeden Fall begeistert von der Aktion. Kein Wunder. Sie und ihre Mannschaft "Peter Maffey & Co." konnten den ersten Platz in der Gruppe der Jüngeren belegen. Bei den Älteren (Klassen 8 bis 12) siegten die "Wilden Waschlappen".

Neben dem Sport hatten sich die Schülervertreter zusammen mit den SV-Lehrern auch ein kulinarisch vielseitiges Angebot ausgedacht. Neben Kuchen gab es Köstlichkeiten aus Ecuador. Über die ungewöhnlichen Rezepte wunderten sich die Köche zunächst schon. "Ich habe Pralinen aus Möhren, Orangen und Kokos gemacht. Die Möhren musste man vorher pürieren.

Daraus Pralinen zu machen, da wäre ich nie drauf gekommen", sagt Eva Kugel (18). "Aber alles war lecker." Neben den Pralinen und den Bocaditos, gab es Empanadas und Pastel del Pollo (Teigtaschen) auch Arroz (Reis). Der Reis bekommt in Ecuador durch das Gewürz Achiote eine orange Farbe. Lehrerin Britta Bönsch war begeistert vom Engagement der rund 20Schüler. "Ich muss sogar die Rezepte per E-Mail verschicken", sagt sie.

Neben der Verantwortung für das Projekt in Ecuador wollen die Schüler aber auch ihre direkten Nachbarn nicht aus dem Auge verlieren. Schulseelsorger Frank Reyans: "Eine zweite Idee war, dass wir die Schwestern aus dem Altenheim nebenan eingeladen haben. Schüler haben sie abgeholt und in die Aktionen einbezogen."

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