Es gab eine Ausstellung über den wohl berühmtesten Oedter Bürger.

Es gab eine Ausstellung über den wohl berühmtesten Oedter Bürger.
Karl Willmen (l.) und Bernhard Hinse zeigen ein Bild der früheren Gaststätte Streit, auf dessen Grundstück die Mooren-Halle gebaut wurde.

Karl Willmen (l.) und Bernhard Hinse zeigen ein Bild der früheren Gaststätte Streit, auf dessen Grundstück die Mooren-Halle gebaut wurde.

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Karl Willmen (l.) und Bernhard Hinse zeigen ein Bild der früheren Gaststätte Streit, auf dessen Grundstück die Mooren-Halle gebaut wurde.

Oedt. Vor 190 Jahren, am 26. Juli 1828, wurde in Oedt Albert Clemens Mooren geboren – der wohl bekannteste Oedter Bürger. Im Januar wurde zudem der 40. Geburtstag der Albert-Mooren-Halle gefeiert. Der Oedter Heimatverein nahm dies zum Anlass, zu Mooren und zur Halle eine Ausstellung im Sitzungssaal des Oedter Rathauses anzubieten. Dazu war ebenso das Heimatmuseum Rathaus-Keller geöffnet.

Von der Albert-Mooren-Halle gab es eine Vielzahl von Plakaten im Rahmen der Ausstellung zu sehen, die verdeutlichten, wie breitgefächert das kulturelle und gesellschaftliche Angebot war und ist. Die Mooren-Halle wurde vor vier Jahrzehnten auf dem Grundstück des ehemaligen Hotels Streit und auf dem Gelände von zwei Tennisplätzen gebaut. Architekt war Heinz Cobbers aus Kempen, der auch für das Rathaus am Buttermarkt verantwortlich war.

Kommen wir zum Namensgeber der Veranstaltungshalle: In Elmpt besaß die Familie von Albert Clemens Mooren den Moorenhof. Im 19. Jahrhundert kam die Familie nach Oedt. Albert Mooren war das erste Kind von Clemens und Catharina Gertrud Mooren. Er wurde an der Hochstraße 72 in seinem Elternhaus geboren. Sein Vater war Bürgermeister in Oedt. Albert Mooren besuchte das Thomaeum in Kempen, wie schon sein Vater und Großvater. Sein Abitur machte er jedoch 1850 am Marcellen-Gymnasium, bei den Jesuiten in Köln.

In Bonn und Berlin hat Mooren Medizin studiert. Im März 1855 erhielt Albert Mooren seine Approbation als praktischer Arzt, Wundarzt und Geburtshelfer. Schon ein gutes Jahr später eröffnete er im elterlichen Haus in Oedt seine erste Praxis. Aus zahlreichen Unterlagen des Oedter Heimatvereins geht hervor, dass er ein besonders geschickter Arzt gewesen sein muss, der sich mehr und mehr der Augenheilkunde widmete.

In der Ausstellung waren Dokumente zu sehen, aber auch Urkunden oder Auszeichnungen, die Mooren erhielt. Bis zu seinem Wechsel nach Düsseldorf 1861/62 hatte er schon eine Vielzahl von größeren Operationen durchgeführt. Die Einwohner von Oedt und Geistliche behandelte er meist kostenlos. 1860 heiratete Mooren auf Schloss Ahaus in Westfalen Carolina, Maria Theodora Oldenkott. Aus der Ehe gingen zehn Kinder hervor.

Später war Mooren erster Leiter der Düsseldorfer Augenklinik. Im Jahre 1895 wurde er zum Professor ernannt und zu seinem 70. Geburtstag wurde er Ehrenbürger er Stadt Düsseldorf. Am Silvestertag 1899 verstarb er. Mooren hat ein Ehrengrab auf dem Düsseldorfer Nordfriedhof. mb

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