Die Stadt zahlt keinen Zuschuss mehr, sondern trägt die gesamten Kosten für den Betrieb der Begegnungsstätte.

Die Stadt zahlt keinen Zuschuss mehr, sondern trägt die gesamten Kosten für den Betrieb der Begegnungsstätte.
Im Haus Wiesengrund an der Wiesenstraße gibt es zahlreiche Angebote für Kempener Senioren. Archiv

Im Haus Wiesengrund an der Wiesenstraße gibt es zahlreiche Angebote für Kempener Senioren. Archiv

Lübke

Im Haus Wiesengrund an der Wiesenstraße gibt es zahlreiche Angebote für Kempener Senioren. Archiv

Kempen. Die Finanzierung des Begegnungszentrums „Haus Wiesengrund“ durch die Senioren-Initiative Altenhilfe soll neu geregelt werden. Der Ausschuss für Soziales und Senioren stimmte nun für die wesentlichen Eckpunkte, die die Stadtverwaltung mit dem Verein ausgehandelt hat.

Die Senioren-Initiative bewirtschaftet im Auftrag der Stadt Kempen das Begegnungszentrum. In den vergangenen Jahren wurden die Zuschüsse für den Verein im Zuge von Haushaltskonsolidierungen immer mal wieder gekürzt. Zuletzt erhielt der Verein einen Festzuschuss von 54 000 Euro pro Jahr. Trotz Einsparungen und Reduzierung des Angebotes reichte das nicht, um die Kosten zu decken. Der Verein beglich die Defizite aus den eigenen Rücklagen. Eine unglückliche Situation fanden Senioren-Initiative und Stadt. Daher wurde nun neu verhandelt.

Das Haus Wiesengrund soll erweitert werden

In Zukunft soll der Verein einen vollen Ausgleich der Kosten für den Betrieb des Begegnungszentrums erhalten. Auf Grundlage der Betriebs- und Personalkosten im Jahr 2016, die rund 85 000 Euro betrugen, wird diese Summe nun für den Haushalt 2018 eingestellt. Die von der Senioren-Initiative gebildeten Rücklagen bleiben dabei unberücksichtigt.

Die Kämmerei legte aber Wert darauf, dass die Kosten nicht unbegrenzt steigen dürfen. Denn die Senioren-Initiative plane eine Erweiterung bzw. einen Neubau des Gebäudes an der Wiesenstraße. „Mit den vorhandenen finanziellen Mitteln aus den Zuwendungen sowie den hierzu zulässig gebildeten Rücklagen verfügt die SI über die Möglichkeit, dieses Projekt zu realisieren“, so der Schluss der Kämmerei. Aber dies würde dann zu höheren laufenden Kosten führen, die vertragsgemäß durch die Stadt Kempen ausgeglichen werden müssen. Daher haben sich Stadt und Senioren-Initiative verständigt, dass der Kostenausgleich auf 90 000 Euro begrenzt wird und man sich in der Mitte jeden Jahres zusammensetzt und das Programm abstimmt. Dies wird dann auch Ausschuss für Soziales und Senioren vorgestellt.

Der Verein Senioren-Initiative Altenhilfe wurde 1975 als Selbsthilfeorganisation durch Privatinitiative von Kempener Bürgern gegründet und stelle, so die Stadtverwaltung, seitdem ein bedeutendes Fundament in der Altenhilfe und Altenbetreuung und darüber hinaus in der Stadt Kempen dar. Mit mehr als 2000 Mitgliedern zählt die SI zu den größten Vereinen im Bereich Begleitung von Menschen und Selbsthilfe für Menschen.

Die Stadtverwaltung wird nun einen Vertrag ausarbeiten

Das Begegnungszentrum ist Treffpunkt für Senioren und Ort für Veranstaltungen. Zum Angebote gehören unter anderem Tanztee und Sonntags-Café, Karnevalsveranstaltungen, Film- oder Diavorführungen sowie Sachvorträge, verschiedene Fachgruppen und einiges mehr. Da der Ausschuss zugestimmt hat, wird die Verwaltung nun einen Vertrag aufsetzen, der die näheren Details regelt. ulli

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