Ernst-Willi Erens gibt sein Geschäft auf. Im Niers-Geflüster geht es auch um den Advent und die Gesundheit.

Ernst-Willi Erens gibt sein Geschäft auf. Im Niers-Geflüster geht es auch um den Advent und die Gesundheit.
Ernst-Willi Erens und seine Tochter Nadine haben zur Zeit viel mit dem Räumungsverkauf wegen der Aufgabe des Lichtstudios zutun.

Ernst-Willi Erens und seine Tochter Nadine haben zur Zeit viel mit dem Räumungsverkauf wegen der Aufgabe des Lichtstudios zutun.

Kurt Lübke

Ernst-Willi Erens und seine Tochter Nadine haben zur Zeit viel mit dem Räumungsverkauf wegen der Aufgabe des Lichtstudios zutun.

Grefrath. Vor fast 40 Jahren, im Jahr 1978, hat sich Ernst-Willi Erens mit einer Elektrowerkstatt – damals noch an der Straße Zum Nordkanal – selbstständig gemacht. 1996 hat er dann das Lichtstudio Am Pastoratshof 18 eröffnet. Spätestens Ende Januar 2018 sollen dort nun die Lichter ausgehen, um beim Metier von Erens zu bleiben. „Ich werde im Dezember 68 Jahre alt“, erzählt er dem Flüsterer. Gerne erinnert sich der Grefrather an die Anfänge zurück. „Ich habe für einen großen Zigarettenkonzern deutschlandweit die Leuchtreklame gemacht, sowie die Beleuchtung für den Elfrather Golfclub und ein Regenrückhaltebecken in Leverkusen.“

Erens bliebt nicht untätig

Einen finanziellen Einschnitt hat es für Ernst-Willi Erens gegeben, als Tabakwerbung verboten wurde. Um den Verlust zu kompensieren, habe er die Idee eines Lichtstudios entwickelt und diese dann umgesetzt. Seitdem hat sich Erens erfolgreich als Anbieter von hochwertigen Lampen plus Zubehör sowie deren Installation etabliert. Auch im weiteren Umkreis hat die Firma ihre Kunden. Doch das Geschäft sei schwieriger geworden, sagt Erens. Die Firmen stellten beispielsweise höhere Ansprüche an die Präsentsation ihrer Waren, für deren finanzielle Umsetzung er zur Kasse gebeten werde. Und auch die Kunden seien fordernder bei Preisnachlässen sowie Handwerksleistungen geworden. All dies und die Entscheidung von Tochter Nadine, die seit zehn Jahren im Geschäft mitarbeitet, dieses nicht zu übernehmen, haben Erens veranlasst, den Laden zu schließen. Dennoch gebe es eine gute beziehungsweise zwei gute Nachrichten, verspricht Erens: „Ich mache weiter mit kleinen Elektro-Reparaturen. Unsere Kunden bekommen eine entsprechende Telefonnummer. Und alle meine sechs Mitarbeiter haben etwas neues gefunden.“ Für die 850 Quadratmeter große Immobilie sucht der Eigentümer (Kühnel & Kühnel GbR Holz-Verarbeitung) einen Nachfolger.

Feines für Weihnachten

St. Martin ist vorbei und der Blick richtet sich prompt auf den Advent und Weihnachten. So flatterte dem Flüsterer die Ankündigung für den Weihnachtsbasar und Adventsmarkt der Grefrather Pfarre St. Benedikt im Cyriakushaus auf den Schreibtisch. Am Wochenende 2./3. Dezember findet der Basar am Samstag von 18 bis 19.30 Uhr, am Sonntag von 11 bis 17 Uhr und der Markt von 13 bis 18 Uhr statt. Letzterer wird von örtlichen Händlern mit Deko- und Geschenk- sowie Kosmetikartikeln,und Bekleidung bestückt. Beim Weihnachtsbasar werden Handarbeiten, Babyartikel, Deko, Schmuck, Geschenkartikel, fair gehandelte Produkte sowie selbst Gebackenes angeboten. Samstagabend gibt es Glühwein, am Sonntag Suppe, Kaffee und Kuchen. Der Kinderchor wird um 15 Uhr singen und der Flötenkreis ein kleines Konzert geben. Und auch der Nikolaus hat sein Kommen angekündigt. Der Erlös des Basars ist für Projekte der Dritten Welt gedacht und der des Adventsmarktes für das Heiligabend-Projekt „Abend der leuchtenden Augen“ von Ayse Berdibey.

Und weiter geht es im Thema: In anderthalb Wochen muss der Adventskranz bereitstehen. Wer Inspiration sucht, findet am Wochenende in Vinkrath gleich zwei Anlaufstellen. Im Blumenhaus Brünen-Fischer, Im Ketel 7, findet wieder eine Advents- und Weihnachtsausstellung statt. Glühwein und Gebäck werden dazu geboten. Am Samstag ist von 18 bis 21 Uhr geöffnet, am Sonntag von 10 bis 16 Uhr. Und auch in Juttas Blumenlädchen, Heide 10, bietet die Adventsausstellung Anregungen für adventliche Deko und Geschenkideen für die Liebsten. Auch Holzarbeiten werden zu sehen sein. Dazu kann man Kaffee, Kuchen oder Glühwein genießen. Geöffnet ist dort am Samstag von 13 bis 18 Uhr und am Sonntag von 11 bis 16 Uhr.

Schmuck für den Tannenbaum

Und ist erstmal der Advent vorbei, hat der Tannenbaum seinen großen Auftritt. Dafür braucht es schöne Deko: Zum Weihnachtsschmuck basteln und anschließendem Baumschmücken lädt das Niederrheinische Freilichtmuseum für Sonntag, 26. November, Kinder und ihre (Groß)Eltern ein. Die Veranstaltung dauert etwa 1,5 Stunden. Beginn ist um 14 Uhr im Eingangsgebäude, Am Freilichtmuseum 1. Es ist nur der reguläre Museumseintritt von 4,50 Euro für Erwachsene zu entrichten. Kinder und Jugendliche haben sonntags freien Eintritt. Anmeldungen telefonisch unter 02158/91730 oder per E-Mail:

freilichtmuseum@kreis-viersen.de

Kalte Jahreszeit – Nase läuft

Doch die Adventszeit hat auch ihre Schattenseiten: Kaum wird es wieder kalt und feucht, haben viele Menschen laufende Nasen und mit Pech auch eine fette Erkältung. Das nimmt Ines Anne Gerhardus von der Marien-Apotheke an der Hohe Straße 15 zum Anlass, darauf hinzuweisen, dass Erkältungen schnell chronisch werden können. Und weil viele Kunden nicht ausreichend Zeit hätten, um ihre Situation – nach einem Arztbesuch – in der Apotheke vollständig abzuklären, wie beispielsweise Häufigkeit der Erkrankungen, Essgewohnheiten, Sport, Medikament gibt es jetzt individuelle Beratungstermine. „Vom 20. November bis 2. Dezember nehmen wir uns Extra-Zeit für die Kunden. Und wenn es terminlich ganz schwierig ist, kann das im Ausnahmefall auch außerhalb der normalen Öffnungszeiten passieren“, sagt Gerhardus. Wer einen solchen Termin buchen möchte, kann dies telefonisch unter 02158/2346 vereinbaren oder per E-Mail:

info@apotheke-grefrath.de

Alles über Beipackzettel

Auch von der Hubertus-Apotheke, Markt 11, gibt es etwas zu berichten. Inhaberin Alice von Laguna hat einen Artikel über Beipackzettel geschrieben, der in der Apothekenumschau veröffentlicht wurde. „Darin ging es auf zwei Seiten um die Angst vor den Nebenwirkungen, die auf Waschzetteln beschrieben sind“, sagt die 45-jährige Diplom-Pharmazeutin. Die sich freut, dass die Fachzeitschrift sie angesprochen hat. Bereits zum zweiten Mal. Aber das war 2016 und „da hatte ich gerade erst die Apotheke übernommen und gar keine Zeit dafür“.

Schaukel für Mum-Kinder

„Viele Stunden für den guten Zweck“ heißt es bei der Provinzial Rheinland in jedem Jahr für die Mitarbeiter. Für den Außendienst wurde ein spezielles ehrenamtliches Projekt entwickelt, bei dem die Geschäftsstellen mit ausgewählten sozialen Einrichtungen einen schönen Tag erleben können – und ein Geschenk mitbringen. So besuchte jetzt Nicole Storz von der Grefrather Geschäftsstelle den Verein Mutter und mehr (Mum). Dessen Leiterin Katja Schulte freute sich mit den Kindern über einen gelungenen Nachmittag und eine tolle neue Schaukel. „Vielfach fehlt es an finanziellen Mitteln, so dass solche Anschaffungen nur selten bis gar nicht realisiert werden können. Deshalb war es für mich selbstverständlich, hier zu helfen“, sagte Storz nach der Übergabe.

Baby Lotta sorgt für Freude

Der Heimatverein Grefrath hat die 300er-Marke bei den Mitglieder geknackt. Durch den Vereinsbeitritt von Katharina und Andreas Wolters wurde im Rahmen einer Familienmitgliedschaft auch deren jüngst geborene Tochter Lotta Mitglied – das 300. Dies war Anlass für die Vorstandsmitglieder Volker Delschen und Frank Planken „die Neuen“ aufzusuchen und ein kleines Willkommensgeschenk zu überreichen. Die im April geborene Lotta präsentierte sich dabei gut gelaunt. „Bis vor wenigen Jahren war eine positive Mitgliederentwicklung des Heimatvereins nicht abzusehen“, so Delschen, „bestand doch im Vorstand und bei den Mitgliedern eine deutliche Überalterung“. Dem verjüngten Vorstand sei es gelungen, wieder Leben in den Verein zu bringen und zahlreiche neue Mitglieder zu gewinnen. So haben sich seit 2011 knapp 150 neue Mitglieder dem Verein angeschlossen.

www.heimatverein-grefrath.de

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