Die Kreispolizei hat ihre Statistik für 2017 vorgestellt.

Kreis Viersen. Bei den Verkehrsunfällen im Kreis Viersen ist erstmals seit vier Jahren ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Das ist eines der Ergebnisse der Jahresstatistik für 2017, die die Kreispolizeibehörde gestern in Viersen vorgestellt hat. Angesichts des Minus von 0,75 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (in absoluten Zahlen ging es von 9298 auf 9228 Unfälle runter) zeigte sich Michael Okuhn, Leiter Direktion Verkehr, „verhalten optimistisch“. Man hoffe, dass dies eine nachhaltige Entwicklung sei. In den Jahren zuvor hatte es stets Steigerungen bei den Unfällen gegeben, 2015 betrug die Abweichung nach oben sogar mehr als zehn Prozent.

Auch die Zahl der Unfälle mit Personenschaden ist kreisweit zurückgegangen, von 1049 auf 1001, was 4,6 Prozent entspricht. Nach Viersen (274) kamen solche Unfälle am häufigsten in Kempen (158), Nettetal (144) und Willich (130) vor. In Tönisvorst kamen Menschen bei 106 Unfällen zu Schaden, in Grefrath bei 46. In Willich habe es eine „deutliche Verbesserung“ gegeben, so die Polizei mit Blick auf die Vorjahreszahl 169. Allerdings: Eine Erklärung für diese erfreuliche Entwicklung gebe es noch nicht.

Sieben Menschen wurden im Straßenverkehr getötet

Nach einem „historischen Tief“ (Okuhn) bei den Verkehrstoten im Jahr 2016 – damals starben drei Menschen –, musste die Polizei im vergangenen Jahr wieder sieben Fälle mit Todesfolge bearbeiten, sechs davon waren „selbst verschuldet“, wie die Statistik festhält. Das jüngste Opfer war ein 17-jähriger Kradfahrer aus Anrath.

Nicht mitgezählt wurde die junge Polizistin, die am 27. Dezember bei einer Kollision auf der A 61 im Dienst getötet wurde. Der Fall fehlt unter anderem deshalb, weil Autobahnen in der Regel nicht zum Zuständigkeitsbereich der Kreis-Behörde gehören. bos

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer