Einen Beschluss für eine neue Anlaufstelle im Kulturforum gibt es seit Jahren. Passiert ist immer noch nichts. Und bis zur Umsetzung wird es auch noch dauern.

Einen Beschluss für eine neue Anlaufstelle im Kulturforum gibt es seit Jahren. Passiert ist immer noch nichts. Und bis zur Umsetzung wird es auch noch dauern.
Im Eingangsbereich des Kulturforums soll eine prominentere Touristen-Info eingerichtet werden. Der Brandschutz macht das aber schwierig.

Im Eingangsbereich des Kulturforums soll eine prominentere Touristen-Info eingerichtet werden. Der Brandschutz macht das aber schwierig.

Kurt Lübke

Im Eingangsbereich des Kulturforums soll eine prominentere Touristen-Info eingerichtet werden. Der Brandschutz macht das aber schwierig.

Kempen. Die Altstadt ist ein beliebtes Ziel für Touristen. Damit das auch so bleibt beziehungsweise damit sich noch mehr Ausflügler in Kempen wohlfühlen, soll schon seit Jahren eine attraktive Touristen-Information entstehen. Konkret hat die Politik sogar schon vor Jahren beschlossen, dass das Kulturforum Franziskanerkloster der Ort für eine neue Touristen-Information sein soll. Die Burgstraße 19 ist zwar auch jetzt schon der Anlaufpunkt für Touristen, allerdings ist diese Info eher versteckt als sichtbar.

Brandschutzprobleme verhindern eine zügige Umsetzung

Dass sich dieser Zustand alsbald ändert, darauf kann Stadtsprecher Christoph Dellmans auf Anfrage der WZ nur geringe Hoffnung machen. „Das Projekt ist verbunden mit dem laufenden Umbau im Museum. Und dieser zieht sich extrem“, so Dellmans. Im Zuge der Sanierung des früheren Franziskanerklosters würden immer wieder Unwägbarkeiten auftreten. Auch die zuständige Kulturamtsleiterin Elisabeth Friese verweist bei Anfragen zum Stand der Umbauarbeiten immer wieder darauf, dass das altehrwürdige Gebäude voller unliebsamer Überraschungen stecke, die die Arbeiten verzögern.

Neben den schon bestehenden Verzögerungen kommt laut Dellmans nun ein weiteres Problem hinzu, das die Stadt aus vielen anderen Projekten kennt: der Brandschutz. „Es gibt Bestimmungen, die erschweren, die neue Touristen-Info im Eingangsbereich des Kulturforums einzurichten“, so der Stadtsprecher, der im Rathaus auch fürs Marketing zuständig ist. Das hänge unter anderem mit dem Thema Fluchtweg zusammen. In Bereichen eines Fluchtwegs dürfe zum Beispiel laut Gesetzgeber kein Papier gelagert werden. Und das ist bei einer Touristen-Info mit Prospekten recht schwierig.

Den politischen Beschluss, dass der Touristen-Anlaufpunkt im Museum eingerichtet wird, ist laut Dellmans aber keineswegs zu den Akten gelegt. Der Standort Burgstraße 19 sei keineswegs verworfen, sagt Dellmans und dementiert damit einen Bericht der „Rheinischen Post“. „Es ist weiterhin das Ziel, die Touristen-Info im Museum unterzubringen“, sagt der Stadtsprecher. Kulturamtsleiterin Friese und der neue Technische Beigeordnete Marcus Beyer seien dazu im Gespräch.

Gespräche über andere Standorte habe es noch nicht gegeben

Ideen oder gar Gespräche über andere Standorte für die Touristen-Info in Kempen hat es nach Angaben von Dellmans ebenfalls noch nicht gegeben. Die Verwaltung befasse sich in dieser Frage ausschließlich mit dem Kulturforum. Vor einigen Jahren hatte der damalige Werbering-Vorstand zum Beispiel die seit 2012 leerstehende Heilig-Geist-Kapelle (Buttermarkt/Peterstraße) ins Gespräch gebracht. Die Kapelle steht auch 2018 noch leer und gehört der Kirchengemeinde St. Marien.

Zurück ins Kulturforum: Wann der Umbau konkrete Fortschritte macht beziehungsweise wann es Klarheit in Sachen Touristen-Info gibt, ist nach Angaben von Dellmans offen. Das müssten nun die Gespräche zwischen den Kollegen Beyer und Friese zeigen. Vor einigen Wochen hatte die Kulturamtsleitering dem Beigeordneten, der seit April im Amt ist, das schmucke Gebäude mit all seinen Schwierigkeiten gezeigt.

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