„Denk mal an Kempen“ und Zechenfreunde demonstrieren Geschlossenheit.

Kempen/Tönisberg. Die beiden Bürgerinitiativen „Denk mal an Kempen“ und „Rettet den Zechenturm in Kempen-Tönisberg“ vollziehen den Schulterschluss: Die Gemeinschaften rufen für Montag zu einer Demonstration auf dem Buttermarkt auf. Um 17 Uhr beginnt eine Kundgebung – im Vorfeld der Sitzung des Denkmalausschusses um 18 Uhr im Rathaus.

„Unsere beiden Initiativen verfolgen Themen, die den Denkmalschutz betreffen. Beim gemeinsamen Austausch sind schnell Parallelen deutlich geworden, die insbesondere den Umgang der Kempener Stadtverwaltung mit Bürgerinitiativen betreffen. Um auf die Missstände in diesem Verhalten aufmerksam zu machen, haben wir uns für diese Kundgebung zusammengeschlossen“, so Peter Kunz, Gründer der Tönisberger Zechenturm-Initiative.

„Bürgerbeteiligung scheint die Verwaltung zu stören“

Marcel Rau, Initiator von „Denk mal an Kempen“ fordert mehr Respekt für bürgerliches Engagement in der Thomasstadt: „Der Rückhalt der Kempener Bevölkerung für beide Initiativen ist enorm. Anstatt jedoch auf die kreativen Vorschläge motivierter und engagierter Bürger einzugehen, scheint sich die Verwaltung durch die gelebte Bürgerbeteiligung gestört oder gar bedroht zu fühlen, was wir mehr als bedauern.“ hko

Auch das denkmalgeschützte Haus Peterstraße 20 und der dort geplante Neubau der Firma Ralf Schmitz dürfte am Montag Thema sein. Das sagt der Beigeordnete zum Stand der Dinge:

„Bei diesem Thema dürfen wir uns nicht unter Zeitdruck setzen. In den noch ausstehenden Projekten in der historischen Altstadt dürfen wir nichts übers Knie brechen. Der neue Denkmalausschuss muss sich finden, positionieren und Arbeitsschwerpunkte vorgeben. Es muss aber gelingen, die Chancen zur Aufwertung des Standortes an der Peterstraße zu nutzen. Es ist ein unerträglicher Gedanke, den Verfall der Bestandsgebäude lange in unserem Bild der Altstadt verkraften zu müssen. Ich habe die Hoffnung nicht verloren, ein bauliches Konzept zu finden, dass die Anforderungen der Denkmalpflege, der Stadtentwicklung und des Investors vereint. Die Zukunft wird spannend bleiben.“

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