Die Kritik aus 2013 nimmt der Werbering ernst. In diesem Jahr gibt es Änderungen. Auf dem Buttermarkt ist wieder eine Bühne.

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Die Beleuchtung über dem Buttermarkt kam 2013 bei Werbering und Besuchern gut an. „Das ist ein Gewinn für den Weihnachtsmarkt. So wird es auch dieses Jahr aussehen“, sagt Armin Horst.

Die Beleuchtung über dem Buttermarkt kam 2013 bei Werbering und Besuchern gut an. „Das ist ein Gewinn für den Weihnachtsmarkt. So wird es auch dieses Jahr aussehen“, sagt Armin Horst.

Diese Buden der Firma „XDream“ werden wieder auf dem Buttermarkt errichtet.

Reimann, Bild 1 von 2

Die Beleuchtung über dem Buttermarkt kam 2013 bei Werbering und Besuchern gut an. „Das ist ein Gewinn für den Weihnachtsmarkt. So wird es auch dieses Jahr aussehen“, sagt Armin Horst.

Kempen. „Wir haben verstanden“ – mit diesem früheren Slogan einer Automarke kann man die Herangehensweise des Werberings an den Weihnachtsmarkt 2014 beschreiben. „Am letztjährigen Weihnachtsmarkt gab es viel Kritik. Diese haben wir uns zu Herzen genommen und analysiert“, sagte Armin Horst, seit rund sechs Monaten Vorsitzender des Werberings, bei einem Treffen mit der Presse.

2013 wurde der Markt an den vier Adventswochenenden erstmals von der Agentur „XDream“ organisiert. Deren Geschäftsführer Henning Schmitz hatte einige Neuheiten im Gepäck: zum Beispiel die Neugestaltung des Buttermarktes, wozu unter anderem der Wegfall der Bühne gehörte.

Auftritt von Kindergärten und Vereinen sind möglich

In diesem Punkt drehen Werbering und Schmitz jetzt das Rad zurück: „Es wird wieder eine Bühne geben“, so Armin Horst. In Form von zwei drei mal sechs Meter großen Pagoden-Aufbauten wird die Bühne auf dem Podest des Martins-Denkmals errichtet. Auf dieser Bühne soll es an den Veranstaltungstagen jeweils nachmittags Weihnachtsmusik von bezahlten Künstlern geben. „Alles live und unplugged“, ergänzt der Werbering-Chef.

Vormittags sollen Vereine, Kindergärten und Co. aus Kempen die Gelegenheit zu einem Auftritt auf der Bühne bekommen. „Dass wir das im letzten Jahr nicht hatten, wurde von einigen Kempenern kritisiert“, ergänzt Markus Claaßen, 2. Vorsitzender des Werberings. Jetzt ist das wieder möglich. Anmeldungen nimmt der Veranstalter entgegen (siehe Kasten).

Auf dem Buttermarkt stehen weitere Veränderungen an: „In der Mitte des Marktes wollen wir wieder mehr Platz schaffen“, sagt Horst. 2013 war der Bereich von einem „großen Imbiss-Stand zugebaut“. Nun soll es mehrere kleinere Gastro-Stände geben. Die weißen Buden von „XDream“, die ebenfalls als „wenig weihnachtlich“ kritisiert wurden, werden an den Seiten des Marktes aufgebaut: entlang des Rathauses, der Kino-Seite sowie im Bereich in Richtung Georg-Brunnen.

Das Unternehmen hat 2013 einen Fünf-Jahres-Vertrag zur Ausrichtung des Weihnachtsmarktes unterzeichnet. „Nach drei Jahren haben wir ein Kündigungsrecht“, machte Werbering-Chef Armin Horst deutlich. Sollte man nach dieser Zeit unzufrieden sein, müsse man sich über eine Kündigung unterhalten.

Laut Werbering sind für alle Wochenenden bereits jeweils 120 Händler engagiert. Hinzu kommen rund 20 Werbering-Geschäfte, die mit Ständen vertreten sein werden. „Und wir haben ja noch vier Wochen Zeit, um die wenigen restlichen Plätze zu vergeben“, sagt Horst. Die Vermarktung und die Vergabe von Auftrittszeiten auf der Bühne läuft über „XDream“: info@xdream-events.de

Der Markt findet an den vier Adventswochenenden statt: 30.11./1.12., 6./7.12., 13./14.12., 20./21.12. – der 14. Dezember ist ein verkaufsoffener Sonntag.

„XDream“ arbeitet bei der Veranstaltung wieder mit dem Namen „Markt der Sterne“. In Kürze soll die Homepage online sein: www.markt-der-sterne.de

Diese Buden bleiben die Adventszeit über stehen. Die Stände im Innenbereich des Buttermarktes, die Bühne sowie alle anderen Stände in der Stadt werden Woche für Woche auf- und abgebaut. „So kann auch der Wochenmarkt problemlos stattfinden“, ergänzt Bürgermeister Volker Rübo.

„Das waren vollmundige Ankündigungen, die nicht alle gehalten werden konnten.“

Armin Horst, Vorsitzender des Kempener Werberings

Einen weiteren Kritikpunkt hat der Werbering auch registriert: „Vielen fehlte die weihnachtliche Musik“, so Horst. „Die wird es wieder geben. Der Buttermarkt wird beschallt – aber nicht mit Party-Musik.“ In den anderen Bereichen der Altstadt sei keine Musik geplant.

Bei aller „nachvollziehbaren Kritik“ hat es nach Ansicht des Werberings aber auch unberechtigte Meldungen von Besuchern gegeben. „Zum Beispiel wurde kritisiert, dass eher Stände mit Socken oder Gemüsehobeln in Kempen stehen. Und keine weihnachtlichen – möglicherweise mit Schnitzereien aus dem Erzgebirge“, so der Werbering-Vorsitzende.

„Solche Stände mit außergewöhnlichem Kunsthandwerk hat es noch nie in Kempen gegeben. Diese sind für einen Markt, der jedes Wochenende auf- und abgebaut wird, nicht zu bekommen“, sagt Gastronom Horst. Solche Händler würden sich stets für wochenlange Märkte in Großstädten oder welche, bei denen Eintritt verlangt wird, entscheiden. „Zum Beispiel an der Dorenburg in Grefrath.“

In der Altstadt möchte der Werbering aber keinen Eintritt nehmen, um solch hochwertige Stände finanzieren zu können. „So wie der Markt konzipiert ist, passt er zu Kempen – zum Einzelhandel“, sagt Horst.

Die Händler seien 2013 „mehr als zufrieden“ gewesen

Beim Pressetermin machte der Vorstand deutlich, dass der Weihnachtsmarkt im vergangenen Jahr trotz aller Kritik ein Erfolg war. „Die Händler waren mehr als zufrieden. Der Markt war perfekt“, sagt Horst. Erfolgreicher sei kein anderer Weihnachtsmarkt in Kempen gewesen. „Das lag aber auch am Wetter, das an allen Wochenenden super war“, ergänzt der Vorsitzende.

Zur massiven Kritik kam es nach Ansicht von Horst auch, weil „XDream“-Chef Schmitz im Vorfeld „zu viel versprochen“ hatte: „Das waren vollmundige Ankündigungen, die nicht alle gehalten werden konnten.“ Trotzdem sei der Werbering mit der Zusammenarbeit zufrieden: „Wir haben jetzt alles gemeinsam aufgearbeitet und sind zuversichtlich, dass wir einen noch perfekteren Weihnachtsmarkt hinbekommen.“ » Siehe auch Meldung links

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