Händler, die bereits Marken wie s.Oliver, Esprit und Gerry Weber verkaufen, stehen der Konkurrenz skeptisch gegenüber.

Klosterhof
So soll der Klosterhof fertig aussehen.

So soll der Klosterhof fertig aussehen.

Firma Ralf Schmitz

So soll der Klosterhof fertig aussehen.

Kempen. Wenn der Klosterhof wie geplant im März 2014 fertig ist, zieht es auf 2500 Quadratmetern Verkaufsfläche vor allem Damenmode-Geschäfte nach Kempen.

Bekannte Marken wie Esprit, s.Oliver, Gerry Weber und Cecil sind dabei (die WZ berichtete). Einige davon sind bereits im ansässigen Einzelhandel vertreten. Die WZ sprach mit Geschäftsleuten darüber, was sie von der neuen Konkurrenz im Klosterhof halten.

„Ohne Zweifel wird der Klosterhof die Stadt Kempen bereichern.“

Margret Thomas, Modegeschäft Trend Fashion

„Ändern können wir daran nichts“, stellt Margret Thomas vom Modegeschäft Trend Fashion am Studentenacker 6 fest. Dort sind auch die Marken Esprit und Taifun – eine Tochtermarke von Gerry Weber – im Angebot.

„Auf lange Sicht werden wir wahrscheinlich unser Sortiment umstellen, um einzigartig zu bleiben“, sagt die Verkäuferin. Sie setzt auf ihre Stammkunden und merkt an: „Ohne Zweifel wird der Klosterhof die Stadt Kempen bereichern.“

„Wenn’s kalt ist, gehen die Kunden nicht gern von Schaufenster zu Schaufenster.“

Marco Wender, Modegeschäft La Belle

Dieser Meinung ist auch Marco Wender, Geschäftsführer des Modeladens La Belle an der Peterstraße 37. „Bereits ein halbes Jahr vor dem offiziellen Bekanntwerden der Klosterhof-Mieter habe ich von einem Lieferanten erfahren, dass Gerry Weber dorthin kommt“, sagt er.

Ein Problem hat Wender damit nicht: „Die Preisvorgaben sind für alle gleich. Schwierig wird es nur, wenn sich das Sortiment überschneidet.“

Entscheidend, so Wender weiter, sei die eigene Preispolitik. Die Stärken des „Zentrums Klosterhof“ sieht er vor allem im Winterhalbjahr: „Wenn’s kalt ist, gehen die Kunden nicht gern von Schaufenster zu Schaufenster. Dann zahlt sich ein Ort mit mehreren Geschäften aus.“

Sorgen macht sich eine Verkäuferin des Modegeschäftes Caro-Line am Studentenacker 8: „Wir selbst sind nicht betroffen. Doch Esprit und s.Oliver werden dann an drei Stellen in Kempen verkauft. Diese Wiederholung tut der Stadt nicht gut“, sagt sie.

Modeboutique Carré: Keine Schwarzmalerei

Schwarzmalerei möchte Bahattin Cetinkaya nicht betreiben. Der Inhaber von insgesamt acht Mode-Filialen am Niederrhein, darunter auch die Modeboutique Carré an der Umstraße 1-2 in Kempen, lässt die Eröffnung der Klosterhof-Geschäfte lieber auf sich zukommen. In Kempen verkauft er die Marken s.Oliver und Cecil.

„Mal gucken, ob die Kunden das Neue annehmen“, sagt er mit Blick auf 2014. Trotzdem ist er skeptisch: „Begeistert bin ich darüber nicht.“

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