Eine Herde musste im knöcheltiefen Morast ausharren. Die Behörde alarmierte den Schäfer. Ihm droht nun ein Bußgeld.

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Knöcheltief im Morrast steckten die Schafe am Freitagvormittag auf einem Kohlfeld in Klixdorf.

Knöcheltief im Morrast steckten die Schafe am Freitagvormittag auf einem Kohlfeld in Klixdorf.

Friedhelm Reimann

Knöcheltief im Morrast steckten die Schafe am Freitagvormittag auf einem Kohlfeld in Klixdorf.

Klixdorf. Wirbel am Freitagvormittag um eine Schafherde: An der alten Bundesstraße 509 auf Höhe Aldenhovener Weg entdeckte ein Bürger kurz nach 8 Uhr zirka 200Tiere auf einem abgeernteten Kohlfeld, die knöcheltief im Morast standen.

Wegen eines provisorischen Zauns kamen die Vierbeiner nicht von der Stelle. Vom Schäfer weit und breit nichts zu sehen, lediglich ein Schäferhund kläffte angeleint an einem Anhänger. Der Kempener alarmierte die Polizei, die wiederum schaltete das Ordnungsamt und das Veterinäramt des Kreises Viersen ein.

Der Veterinär des Kreises Viersen erstellt jetzt ein Gutachten

Dr.Helmut Theißen, der Leiter des Kreis-Veterinäramtes, sah vor Ort mit einem Blick: Hier liegt ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vor. Nach einigen Telefonaten stellte sich heraus, dass es sich um eine Wanderschafherde aus dem Duisburger Raum handelte.

Der alarmierte Schäfer eilte flugs zu seiner Herde und befreite die Tiere aus dem Morast. Ein paar 100 Meter weiter in Klixdorf fanden die hungrigen Lämmer schließlich eine Weide, die noch nicht abgefressen war.

Damit ist die Sache für den Schäfer aber noch nicht gegessen. Es wird jetzt ein Gutachten erstellt, wie schwer der Verstoß gegen das Tierschutzgesetz gewesen ist. Der Mann muss also noch mit einer empfindlichen Geldstrafe rechnen.

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