Der VfL Tönisberg und der SV Thomasstadt müssen zittern. Für den TuS St. Hubert ist es zu spät: Das Team steigt in die B-Liga ab.

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Der Tönisberger Kapitän Michael Schmitz (l./rotes Trikot) muss am Sonntag mit seinem Team nach Straelen. Der SV Thomasstadt (r./blaue Trikots) kämpft gegen den OSV Meerbusch um Punkte. Der TuS St. Hubert (r./rote Trikots) ist bereits abgestiegen. Archiv-

Der Tönisberger Kapitän Michael Schmitz (l./rotes Trikot) muss am Sonntag mit seinem Team nach Straelen. Der SV Thomasstadt (r./blaue Trikots) kämpft gegen den OSV Meerbusch um Punkte. Der TuS St. Hubert (r./rote Trikots) ist bereits abgestiegen. Archiv-

Der Tönisberger Kapitän Michael Schmitz (l./rotes Trikot) muss am Sonntag mit seinem Team nach Straelen. Der SV Thomasstadt (r./blaue Trikots) kämpft gegen den OSV Meerbusch um Punkte. Der TuS St. Hubert (r./rote Trikots) ist bereits abgestiegen. Archiv-

Dirk Jochmann/Kurt Lübke, Bild 1 von 2

Der Tönisberger Kapitän Michael Schmitz (l./rotes Trikot) muss am Sonntag mit seinem Team nach Straelen. Der SV Thomasstadt (r./blaue Trikots) kämpft gegen den OSV Meerbusch um Punkte. Der TuS St. Hubert (r./rote Trikots) ist bereits abgestiegen. Archiv-

Kempen. In der Fußball-Bundesliga sind (fast) alle Abstiegsentscheidungen gefallen. In den Amateurligen stehen jetzt die dramatischen Spiele um den Klassenerhalt an. Und mittendrin die Teams aus Kempen: In der Landesliga kämpft der hochklassigste Verein, VfL Tönisberg, gegen den Abstieg. zwei Klassen tiefer, in der Kreisliga A, muss der SV Thomasstadt noch dringend punkten. In der selben Klasse ist der TuS St. Hubert bereits abgeschlagen – schon seit Wochen kann dort für die Kreisliga B geplant werden. Kempens Seniorenfußball in der Krise – eine Bestandsaufnahme.

„Ich bin recht gelassen“, sagt Ulli Furth, Vorsitzender des VfL Tönisberg. „Ich habe Vertrauen in die Mannschaft und bin zuversichtlich, dass wir es schaffen.“ Die „Berger“ stehen vor einem echten Endspiel am morgigen Sonntag: Um 15 Uhr wird die Begegnung beim direkten Konkurrenten SV Straelen angepfiffen. Die Straelener bekleiden zwei Spieltage vor Schluss den 10. Tabellenplatz, der sie für die Relegationsrunde berechtigen würde. Straelen hat 27 Punkte; einen Platz dahinter folgt Tönisberg mit 24 Zählern. „Wir haben es in der eigenen Hand. Unser Nahziel ist, mit einem Sieg in Straelen die Relegation zu erreichen.“

Tönisberg ist seit 17 Jahren in der Landesliga

Auch der Sprung auf einen direkten Nicht-Abstiegsplatz ist noch möglich. Den hat derzeit VSF Amern inne – mit 29 Punkten. Die Rot-Weißen aus dem Grenzland haben aber ein Spiel weniger als Tönisberg. „Alles ist möglich“, bringt Furth es fußballerisch-floskelhaft auf den Punkt.

Ein Abstieg in die Bezirksliga wäre für den VfL Tönisberg aber kein Beinbruch, wie Furth bestätigt: „Natürlich wäre es extrem schade, wenn wir nach 17 Jahren in der Landesliga runter müssten. Aber auch in der Bezirksliga wird guter Fußball gespielt. Und dafür würden wir eine gute Truppe zusammenstellen.“ Zusagen von vielen Spielern lägen für beide Klassen vor. Und auch Neuzugang Michael Enger (Union Nettetal) würde in der Bezirksliga spielen.

Thomasstadt ist erprobt im Abstiegskampf

Von der Bezirksliga ist der SV Thomasstadt seit Jahren weit entfernt. Im Gegenteil: Bereits mehrfach sprang der Club in der A-Liga kurz vor Toresschluss auf einen Nicht-Abstiegsplatz. Diesen zumindest hat der SV in dieser Saison schon inne. Kempen ist 13. mit 27 Punkten. Aber der TSV Boisheim hat noch Chancen, die Thomasstädter zu verdrängen. Die Viersener haben 24 Punkte.

Für Kempen spricht das auf dem Papier leichtere Restprogramm: Die Blau-Roten treten gegen den OSV Meerbusch (8.) und beim Nachbarn SV St. Tönis (9.) an. Boisheim hingegen hat es mit Teams von der Tabellenspitze zu tun: Bockum (4.) und Hüls (3.).

„Mit guten Leistungen in den letzten Wochen hat die Mannschaft Selbstvertrauen getankt“, sagt SV-Legende Franz-Josef „Schmiko“ Schmitz. „Deshalb bin ich zuversichtlich, dass es reicht.“ In der Tat: Wie schon in den vergangenen Jahren hat Thomasstadt erst in der Rückrunde in die Spur gefunden und fleißig Punkte gesammelt.

Spannung versprechen die Trainer der Gegner in den letzten beiden Spielen. Der OSV Meerbusch wird vom früheren Kempener und Tönisberger Coach Micky Foehde trainiert, der SV St. Tönis vom früheren Kempener Spieler Oliver Dünwald. Solche Wiedersehens-Duelle versprechen immer Brisanz. „Man wird sehen“, sagt „Schmiko“ Schmitz. „Wir dürfen uns nicht aus der Ruhe bringen lassen.“

Am Kendel ist der Abstiegskampf kein Thema, weil der TuS St. Hubert schon abgestiegen ist. Nach dem Abstieg aus der Bezirksliga im vergangenen Jahr folgt nun der nächste in die B-Liga. Mit fünf Punkten und 23:98-Toren waren die St. Huberter chancenlos. Vielleicht gibt es ab Sommer einen Neuanfang.

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