Serjoscha Schnitter schickt die Stadt bei der Aktion des Senders ins Rennen.

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Die schwedische Rockband Mando Diao wird in diesem Jahr von WDR 2 „verlost“. Nena war 2010 in Lobberich der Star. Archiv-

Die schwedische Rockband Mando Diao wird in diesem Jahr von WDR 2 „verlost“. Nena war 2010 in Lobberich der Star. Archiv-

Die schwedische Rockband Mando Diao wird in diesem Jahr von WDR 2 „verlost“. Nena war 2010 in Lobberich der Star. Archiv-

dpa/Lübke, Bild 1 von 2

Die schwedische Rockband Mando Diao wird in diesem Jahr von WDR 2 „verlost“. Nena war 2010 in Lobberich der Star. Archiv-

Kempen. Es war ein großes Volksfest, das die Stadt Nettetal im September 2010 erlebt hat. 25 000 Menschen feierten bei der Aktion „WDR 2 – für eine Stadt“. Topstars wie Nena oder Amy MacDonald traten auf. Es war beste Werbung für die Seenstadt. Und genau das wünscht sich jetzt Serjoscha Schnitter für Kempen. „Ich versuche für unsere schöne Stadt zu gewinnen“, sagt er. „Dazu brauche ich natürlich jede Unterstützung und jede Stimme.“

Deshalb hat der Kempener unter anderem eine Seite im sozialen Netzwerk Facebook ins Leben gerufen. Rund 450 Usern gefällt die Seite bereits. Bei Facebook und Twitter macht er auf die Wahl des Kölner Radiosenders aufmerksam. „WDR 2 verlost jedes Jahr ein Sommer-Open-Air.

Jede Stadt in NRW muss am Ende so viele Stimmen für sich sammeln, wie möglich“, so Schnitter. Am Ende der Wahl (19. März, 0 Uhr) ziehen dann die Städte mit den meisten Stimmen ins Finale ein. Dabei gibt es eine Unterteilung: Fünf Städte mit über 50 000 Einwohnern und fünf Kommunen, die unter 50 000 Einwohner haben. So wie Kempen, wo etwa 36 000 Menschen leben.

Die Finals starten am 24. März. An jeweils einem Tag bekommt eine Stadt verschiedene Aufgaben, bei denen Punkte gesammelt werden können. Die Stadt mit den meisten Punkten darf sich am Ende auf das Sommer-Open-Air freuen. Und dafür hat der Westdeutsche Rundfunk einen besonderen Kracher an Land gezogen: Die international bekannte Band Mando Diao wird beim Festival auftreten. Die Rocker aus Schweden sind vor allem durch ihren Hit „Dance With Somebody“ bekannt geworden.

Keine Unterstützung aus dem Rathaus, dafür vom Werbering

Beim Nettetaler Sieg 2010 war es auch der städtischen Verwaltung zu verdanken, dass das Projekt realisiert wurde. Die Stadt machte Werbung für die Abstimmung im Internet. Am Schluss war es Bürgermeister Christian Wagner höchstpersönlich, der in einem Quiz die entscheidenden Punkte für Nettetal sicherte.

 

WDR 2 hat die Aktion bereits sechsmal durchgeführt. Die bisherigen Sieger Hückeswagen, Attendorn, Nettetal, Warburg, Dorsten und Bocholt dürfen nicht mehr teilnehmen.

 

 

2010 fand das Open-Air-Event mit rund 25 000 Besuchern an verschiedenen Standorten und Bühnen in Lobberich und Breyell statt. In der Endrunde hatte Bürgermeister Christian Wagner in einem Quiz die entscheidenden Punkte geholt. Zuvor hatte sich die Stadt bereits zweimal vergeblich beworben. Beim Festival traten unter anderem Nena, Amy MacDonald und die Band Stanfour auf. Zudem gab es Besuch von Comedian Olli Dietrich.

 

 

Für die jeweilige Siegerstadt sind in den vergangenen Jahren keine vordergründigen Kosten entstanden. „Für uns hat sich die Aktion damals kostenneutral dargestellt“, sagte Stadtsprecher Arndt Venten gestern auf Anfrage der WZ.

 

 

Die Wahl 2014 läuft noch bis zum 19. März (0 Uhr). Man kann über verschiedene Wege seine Stimme abgeben: Twitter, SMS, Unterschriftenliste, Internet. Alle Infos zur Aktion gibt es auf der Internetseite von WDR 2 und auf dem Facebook-Portal, das von Serjoscha Schnitter ins Leben gerufen wurde.



 

 

 

So überschwänglich reagiert man im Kempener Rathaus nicht auf die WDR 2-Aktion. „Wir werden in dieser Sache nicht die Initiative ergreifen“, hieß es gestern auf WZ-Anfrage aus dem städtischen Presseamt. In der Verwaltung sieht man das ganze zunächst als eine „private Initiative“ an. Das bestätigt Serjoscha Schnitter: „Ich war in dieser Angelegenheit im Rathaus. Die Verwaltung hat kein Interesse.“

Der Vorstand des Werberings schon. „WDR 2 – für eine Stadt, das wäre eine tolle Werbung für Kempen“, sagt Geschäftsführer Fred Klaas. Deshalb bat er gestern die Mitglieder des Werberings in einer E-Mail um Unterstützung für das Projekt. So könnten die Geschäfte die Werbertrommel rühren, unter anderem Unterschriftenlisten auslegen. Klaas: „Die Aktion hat unsere volle Unterstützung.“

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