Projekt: Wo heute noch das alte Arbeitsamt steht, will die GWG 21 Appartements für Menschen über 50 Jahre bauen.

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Noch steht das ehemalige Arbeitsamt an der Wiesenstraße. Doch bald rücken Bagger an.

Noch steht das ehemalige Arbeitsamt an der Wiesenstraße. Doch bald rücken Bagger an.

So soll der Wohnpark an der Wiesenstraße aussehen. (Computer-Illustration: Architekturbüro Thelen)

Friedhelm Reimann, Bild 1 von 2

Noch steht das ehemalige Arbeitsamt an der Wiesenstraße. Doch bald rücken Bagger an.

Kempen. Wohnen mit Service, so sieht die Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft für den Kreis (GWG) den von ihr geplanten "Wohnpark Wiesenstraße". Wo heute noch das alte Arbeitsamt steht, sollen bald Bagger - der genaue Termin steht noch nicht fest - Platz für 21 Wohnungen für die Generation 50+ schaffen.

Die Hälfte der Wohnungen wird öffentlich bezuschusst

"Wir brauchen künftig noch mehr Wohnungen für ältere Menschen", sagte Bürgermeister Karl Hensel bei der Vorstellung der Pläne im Rathaus. Mit dem Wohnpark will die GWG, wie ihr Vorsitzender Rudi Alsdorf betonte, altersgerechtes Wohnen möglich machen. Das heißt, dass alle 21 Mieträume barrierefrei sind; zwei von ihnen sollen für Rollstuhlfahrer geeignet sein. In einer monatlichen Pauschale von 30 bis 35 Euro sind Hausmeisterdienste und Service-Vermittlung enthalten. Zusätzliche Wahlleistungen von Mittagstisch bis sozialer Betreuung können dazu gebucht werden.

Außerdem verwies Alsdorf auf das am Ende der Straße gelegene Haus Wiesengrund, in dem die Senioren-Initiative Angebote unterschiedlicher Art bereithalte.

Der Kempener Architekt Udo Thelen gab die Eckdaten des Projekts bekannt: Das gesamte Grundstück ist 2600 Quadratmeter groß, dazu kommen noch 400 Quadratmeter für Stellplätze und Garagen. Die gesamte Wohnbebauung beträgt 14000 Quadratmeter. Thelen: "Das klingt nach viel, liegt aber an den Gemeinschaftsräumen und den mit mindestens 12 Quadratmeter großen Kellerräumen." 2300 Quadratmeter beträgt die reine Wohnfläche. Die 21 Wohnungen haben unterschiedliche Zuschnitte und sind zwischen 47 bis 80 Quadratmeter groß. Jede Wohnung hat einen Balkon oder eine Terrasse.

"Das Haus", so der Architekt, "wird sich der umliegenden Bebauung anpassen." Das heißt: Es gibt zwar einen Gesamtkomplex, der aber optisch in drei Gebäude mit Flachdach-Verbindungen unterteilt ist. Die drei Haupthäuser bekommen ein Spitzdach. Es gibt nur einen Eingang wegen der Sicherheit, nur einen Aufzug und ein Treppenhaus wegen der Kosten.

Die 21 Appartements sind 47 bis 80qm groß, zehn werden öffentlich gefördert. Die Mieter sollten älter als 50Jahre sein.

Der Quadratmeter kostet 4,85Euro (mit Wohnberechtigungsschein) oder 7,70Euro. Die Nebenkosten belaufen sich auf 2Euro pro qm (Heizung, Strom, Wasser) sowie 1,20Euro für Gemeinschaftsräume und eine Betreuungspauschale von 30 bis 35Euro.

Der Komplex soll Anfang 2011 fertig sein

Bettina Buten von der GWG, Tel.02162/5780541.

"Das große Grundstück ermöglicht auch einen schönen Park", hob Thelen hervor. Mit der Fertigstellung rechnet der Architekt für Anfang 2011.

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