Ursula und Wilhelm Matuschewski haben mit ihrem Laden ihr Hobby zum Beruf gemacht. Sie verkaufen eine erlesene Auswahl.

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Wilhelm und Ursula Matuschewski verkaufen auch Teekannen.

Wilhelm und Ursula Matuschewski verkaufen auch Teekannen.

Kurt Lübke

Wilhelm und Ursula Matuschewski verkaufen auch Teekannen.

Kempen. Aromatischer Duft steigt Kunden, die "Das Teelädchen" an der Vorster Straße 8 betreten, in die Nase. Dort gibt es 120 Sorten Tee, das passende Zubehör und viele Gespräche. Denn Inhaber Wilhelm Matuschewski und seine Frau Ursula setzen nicht nur das Kommerzielle, sondern das Persönliche in den Vordergrund ihrer Arbeit. Als "Mischung aus Tante-Emma-Laden und Fachgeschäft" bezeichnen sie selber ihr Geschäft, das ihr größtes Hobby ist. "Wir machen das aus Überzeugung, das ist unsere Altersbeschäftigung", sagt Matuschewski.

120 Sorten sind im Angebot

Kunden sollten Zeit mitbringen, wenn sie beim gebürtigen Papenburger zur Tür reinkommen. Der gelernte Bilanzbuchhalter berät gerne und hört zu. Und: "Ich bin mit Tee groß geworden. Wenn Besuch kam, wurde der Wasserkessel in die Herdmitte geschoben und Tee aufgeschüttet. Wir haben ihn so stark getrunken wie andere Kaffee", erzählt er.

Zum eigenen Laden kam Matuschewski vor 13 Jahren. Damals hatte Peter Kuhler einen Bioladen an der Vorster Straße mit Teebereich. Matuschewski übernahm den Laden, erweiterte das Angebot von 30 auf 120 Sorten Tee - sowohl mit Biosiegel als auch konventionelle Ware.

Der persönliche Gaumen und Geschmack zählen

Seine besondere Liebe gilt dem Grüntee: "Das ist Genuss pur, denn schon beim Ritual der Zubereitung konzentriere ich mich voll und ganz auf den Grünen. Das Wasser sollte 70 Grad heiß sein, und dann muss es zwei bis drei Minuten ziehen. Der persönliche Geschmack entscheidet über Ziehzeit und Menge."

Den grasigen Geschmack des japanischen Grüntees mag Matuschewski nicht so gerne wieden von Jasmin oder Chinaware. Der Lung Ching oder der Sencha gelten neben Schwarztee wie dem Darjeeling Singtom als erlesene Sorten. Was zählt, ist der eigene Gaumen beim Zelebrieren des hochwertigen, gesunden und handgepflückten Genussmittels.

Der Legende nach entdeckte der chinesische Kaiser Shen Nung den Tee im Jahr 2737 v. Chr.. Die Verarbeitung der Blätter entscheidet, ob der Tee grün oder schwarz wird: Beim Grünen wird die Fermentation - die natürliche Oxidation der Zellsäfte mit dem Luftsauerstoff - unterbunden.

Das Ladenlokal liegt an der Vorster Straße 8. Montags bis freitags ist das Geschäft von 9 bis 13 sowie von 15 bis 18.30 Uhr geöffnet, samstags von 9 bis 13 Uhr.

Telefon 02152/518519.

Dazu gehört auch die richtige Kanne, die es ebenfalls bei Matuschewski zu erwerben gibt. "Aus Spaß wurde Arbeit", sagt der Inhaber über mehr Kunden und größeres Angebot. Mittlerweile verkauft Matuschewski auch Schokolade, Kerzen und Kaffee der Kempener Rösterei Hummen. Seine Frau und er sind auf Halbfasten-, Hubertus- und Weihnachtsmarkt vertreten.

Und Kunden, die zum ersten Mal zu ihnen kommen, sollten sich Zeit nehmen, um die richtige Auswahl zu treffen. Ein Blick in die großen Blechdosen und das Schnuppern ist ausdrücklich erlaubt. Und nach einer gewissen Zeit findet man Ruhe und fühlt sich wohl. Es ist so, als hätte man mit Hilfe des Getränks und der netten Bedienung die persönliche innere Mitte wiedergefunden.

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