Das alte Podest ist kaputt. Ein neues würde die Stadt mindestens 35.000 Euro kosten.

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Beim Maifest 2006 bot die Stadtbühne beim Guildo-Horn-Konzert noch eine prächtige Kulisse für die feiernden Kempener auf dem Buttermarkt.

Beim Maifest 2006 bot die Stadtbühne beim Guildo-Horn-Konzert noch eine prächtige Kulisse für die feiernden Kempener auf dem Buttermarkt.

Friedhelm Reimann

Beim Maifest 2006 bot die Stadtbühne beim Guildo-Horn-Konzert noch eine prächtige Kulisse für die feiernden Kempener auf dem Buttermarkt.

Kempen. Die Stadt hat keine Bühne mehr. Das Podest war 15 Jahre alt und hat den Märchenmarkt nicht überstanden. "Die Schneemassen haben der ohnehin reparaturanfälligen Bühne den Rest gegeben", sagt Stadtsprecher Christoph Dellmans.

Zusammen mit dem Baubetriebshof sieht Dellmans sich nun nach einer neuen Bühne um. "Wir sind in der Findungsphase und überlegen, wie wir ein Sponsoring aufbauen." In Zeiten knappen Geldes könne man Ersatz nicht von jetzt auf gleich aus dem Hut zaubern. Bühnen in der nötigen Größenordnung- die alte Bühne hatte eine Fläche von 6 mal 10 Metern- kosten mindestens 35.000 Euro.

Große Stadtfeste sind ohne Bühne undenkbar

Allerdings drängt die Zeit. In gut sieben Wochen ist drei Tage lang Maifest- da ist eine zentrale Bühne auf dem Buttermarkt ein Muss fürs umfangreiche Kulturprogramm. Ohne eine große Bühne sind auch Stadtfeste wie Bauern- und Handwerkermarkt oder die Weihnachtsmärkte kaum denkbar. Dellmans: "Zur Not müssen wir über die Firma Gaudium einmalig eine Bühne mieten."

In den Vereinen macht man sich bereits Sorgen, dass das Ausleihen einer neuen Bühne künftig teurer wird. Bislang mussten Organisationen wie der St. Huberter Werbering einen Obolus von 200 Euro zahlen, um die Stadtbühne für Veranstaltungen wie Kürbisfest oder Kendel-Night zu mieten. Dellmans: "Klar ist, dass der Mietpreis demnächst neu berechnet werden muss."

Aufbau einer neuen Bühne soll nur noch eine Stunde dauern

Die Stadt sucht auf jeden Fall eine Bühne, die schneller als die bisherige aufgebaut werden kann. Für das alte Modell- eine Schenkung des örtlichen Entsorgers Schönmackers vor 15 Jahren- brauchten die Mitarbeiter des Baubetriebshof mindestens vier Stunden. "Eine moderne Bühne sollte innerhalb einer Stunde stehen", sagt Dellmans.

Noch aus einem anderen Grund ist die Stadt froh, dass die alte Bühne nun entsorgt ist: Der Tüv hatte angeklopft, die Bühne hätte aus Sicherheitsgründen kostspielig aufgerüstet werden müssen. Vor dem Maifest hätte die Stadt also ohnehin tief in die Schatulle greifen müssen.

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