Der alte Platz an der Berliner Allee hat viele Mängel, das sagen Jugendliche und wünschen sich einen neuen Skaterpark. Die Jugendlichen haben sich an die FDP gewandt, die das Projekt unterstützt. Von der SPD würden sie auch Hilfe erhalten. Als sich die Skater aber direkt an die Stadt wandten, hatten sie kein Glück.

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Noch skaten die Jugendlichen auf dem Terrain neben dem Aqua-Sol an der Berliner-Allee

Noch skaten die Jugendlichen auf dem Terrain neben dem Aqua-Sol an der Berliner-Allee

Kurt Lübke

Noch skaten die Jugendlichen auf dem Terrain neben dem Aqua-Sol an der Berliner-Allee

Kempen. "Ich verbringe so gut wie jede freie Minute hier", sagt der 14-jährige Tobias Freigang. Zusammen mit anderen Jugendlichen trifft er sich regelmäßig auf dem Skaterplatz an der Berliner Allee. Doch genau diese Anlage macht Probleme.

"Die Auffahrten von den Geräten sind zu steil, andere Jugendliche zerschmeißen hier ihre Glasflaschen und Kinder benutzen die Geräte als Rutsche", beschweren sich die Sportler. Jetzt soll ein neuer Skaterpark her.

Die Jugendlichen haben sich an die FDP gewandt, die das Projekt unterstützt. "Von der SPD würden wir auch Hilfe erhalten", weiß Parteimitglied Lukas Gallach (17). Als sich die Skater direkt an die Stadt wandten, hatten sie kein Glück. "Die haben uns gesagt, sie hätten kein Geld und wir sollen uns erst Sponsoren suchen", sagt der 19-jährige Tim Lintermanns.

"Kempen rühmt sich immer als Familienstadt."

Lukas Gallach

Der Platz für eine neue Anlage ist schon gefunden. Tim Lintermanns: "Der Verkehrsübungsplatz im East Cambridgeshire Park wird so gut wie nicht benutzt. Das wäre der perfekte Standort."

Neben der ungeeigneten Anlage stören besonders die Vorurteile gegenüber den Skatern die Jugendlichen. "Wir wollen unseren Sport ausüben und nicht randalieren", sagt Tim Lintermanns.

Der BMX-Fahrer Leon Perschke kann die Beschwerden nicht nachvollziehen: "Wenn Leute in der Stadt Fußball spielen, stört das niemanden. Aber wenn wir mit unseren Rädern irgendwo runterspringen, sagen alle, wir würden etwas kaputt machen. Wie soll man denn mit Gummireifen Beton zerstören?"

Mit einer Anlage im East Cambridgeshire Park würden sich die Sportler integriert fühlen. Auch für den Lärmschutz haben sie sich etwas überlegt: "Der Platz ist von vielen Bäumen umgeben. Außerdem hätten wir gerne Höhenunterschiede bei der Anlage, so dass man einen Lärmschutzwall zu der Seite der Wohnhäuser integrieren könnte."

Als Vorbild für die neue Anlage dient der Rheinpark in Duisburg. "Der Park ist perfekt", sind sich alle einig. Dort fahren die Skater am Wochenende gerne hin, um ihren Sport richtig ausüben zu können. Tim Lintermanns: "Nach Duisburg kommen Leute von überall her. Auch aus Düsseldorf und anderen Großstädten. Hätten wir hier einen tollen Park, kämen bestimmt auch einige aus der Szene."

Lukas Gallach hat noch ein ganz anderes Argument: "Kempen rühmt sich immer als Familienstadt. Damit würde die Stadt viel attraktiver für unsere Altersgruppe sein."

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