Altstadt-Geflüster: Ein Blumen-Kübel macht sich an enger Stelle breit. Außerdem: Piercen im Akkord und Pokern statt Würfeln.

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„Ja ist denn heut’ schon Ostern“, fragten sich viele Besucher des Halbfastenmarktes, die an dem Blumenkasten vor „Mode Möller“ vorbei flanierten: Bitterlich zitternd saß da wie ein kleiner Osterhase ein Hund mit spitzem Näschen im Gras. „Tessie will da unbedingt sitzen, ich hab ja alles für sie dabei“, sagt die Hundemama am Stand nebenan und zeigt auf Tessies kuschelige Lammfelldecke. Was der Kleinen missfällt: Schon beim Anblick der Decke knurrt der Kampfzwerg wie ein hungriger Löwe und duckt sich noch mehr ins Gras. „Sie mag eben die Natur“, sagt die Besitzerin und lacht.

„Ja ist denn heut’ schon Ostern“, fragten sich viele Besucher des Halbfastenmarktes, die an dem Blumenkasten vor „Mode Möller“ vorbei flanierten: Bitterlich zitternd saß da wie ein kleiner Osterhase ein Hund mit spitzem Näschen im Gras. „Tessie will da unbedingt sitzen, ich hab ja alles für sie dabei“, sagt die Hundemama am Stand nebenan und zeigt auf Tessies kuschelige Lammfelldecke. Was der Kleinen missfällt: Schon beim Anblick der Decke knurrt der Kampfzwerg wie ein hungriger Löwe und duckt sich noch mehr ins Gras. „Sie mag eben die Natur“, sagt die Besitzerin und lacht.

Lena Verfürth

„Ja ist denn heut’ schon Ostern“, fragten sich viele Besucher des Halbfastenmarktes, die an dem Blumenkasten vor „Mode Möller“ vorbei flanierten: Bitterlich zitternd saß da wie ein kleiner Osterhase ein Hund mit spitzem Näschen im Gras. „Tessie will da unbedingt sitzen, ich hab ja alles für sie dabei“, sagt die Hundemama am Stand nebenan und zeigt auf Tessies kuschelige Lammfelldecke. Was der Kleinen missfällt: Schon beim Anblick der Decke knurrt der Kampfzwerg wie ein hungriger Löwe und duckt sich noch mehr ins Gras. „Sie mag eben die Natur“, sagt die Besitzerin und lacht.

Kempen. Vorbeikommen ist nicht das Problem, in der Kirchgasse zwischen Strumpfhaus Kempkes und Fräulein Rosaliese. Dennoch lässt der erste Blick auf den neuen Velopa-Kübel samt Buchsbaum die Frage aufkommen: Warum gerade dort- in einer der engsten Altstadt-Gasse? Stadtsprecher Christoph Dellmans winkt ab: "Das ist ausgemessen - auch mit Kinderwagen ist genügend Platz." Hat sich noch niemand beschwert ob des Engpasses? "Bei uns nicht", sagt Michaela "Rosaliese" Trabi, und fügt hinzu, dass der alte Waschbeton-Kübel größer und hässlicher war. Geben wir dem Kübel also dort seinen Frieden und hoffen, dass kein Radler mit dem Beton allzu nahe Bekanntschaft macht...

Blues und Jazz im Papillon

Auf leisen Sohlen pirschen sich am 26. März vier tolle Musiker vom Niederrhein ins Papillon: Bernd Thelen, Michael Denter, Katrin Nelsen und Jörg Schreinemackers. Das ist die Band The Silent Steps, und die gastiert ab 20.30 Uhr im Hotel an der Thomasstraße 9. "Wir haben uns zufällig in der Rampe in Krefeld kennen gelernt", sagt Barbara Kipfelsberger. Die Papillon-Chefin war begeistert von den bluesigen Jazzballaden und lud die Vier nach Kempen ein. Der Eintritt (fünf Euro) geht an die Band, das Papillon-Team bietet Kleinigkeiten zu essen und zu trinken an.

Kastanien ade, Spiegel darf bleiben

Die kranken Kastanien im Grüngürtel an der Ecke Burgring/Franziskanerstraße sind weg. Seit einiger Zeit haben die zwei Riesen im Herbst kaum noch Kastanien abgeworfen. Am Montag erfolgte die Beerdigung erster Klasse in Form eines Abholz-Unternehmens, das in Rekordzeit ganze Arbeit leistete und den Engpass auf dem zweispurigen Ring auf ein Minimum beschränkte.

Allerdings sollte die Stadt diesen Grünstreifen noch mal unter die Lupe nehmen: Ein paar Meter weiter, gegenüber von HNO-Praxis Kamp und Hörgeräte-Akustik Geers, steht ein Spiegel, der sich im Laufe der Jahre eine grüne Öko-Patina zugelegt hat. Nutzt den überhaupt noch jemand? Oder ist das die Erweiterung des Skulpturenprojektes im Grüngürtel...?

Post-Narzissen fast verblüht

Pflanzen brauchen Wasser, Licht- und Wärme. Weil eine Fernwärmleitung unter dem Beet vor der Post, Ecke Moorenring/Thomasstraße, verläuft, treiben die Narzissen immer bereits weit vor Ostern aus. Kaum war der Schnee weg, standen die gelben Glocken in voller Blüte. Mittlerweile sind sie fast verblüht. Was den Flüsterer fragen lässt: Wann nehmen die Stadtgärtner dieses Beet, das durch die Baustellenflut im vergangenen Jahr arg gelitten hat, mal für den Frühjahrsputz in Angriff?

Frauen-Kick: Oomen fiebert mit

Falls Sie’s noch nicht gehört haben: Die Fußballfrauen des 1. FCRDuisburg haben am Mittwochabend in der MSV-Arena in der Champions-League 2:1 gegen Arsenal London gewonnen. Zwei Tage vorher haben die Kick-Ladys um Trainerin Martina Voss-Tecklenburg im Café Peerbooms am Buttermarkt ein Pralinen-Seminar gemacht. "Ich drücke der Mannschaft morgen beim Rückspiel in London beide Daumen", fiebert Peerbooms-Chef Manfred Oomen mit.

MakeUp von der Weltmeisterin

Simone Laudehr und Linda Bresonik dürfen sich Fußball-Weltmeisterinnen nennen. Eine andere Weltmeisterin kommt Dienstag zwar nicht ins Café Peerbooms, setzt aber drei Häuser weiter Akzente: Bea Esser trägt den Titel Weltmeisterin im Permanent MakeUp. Was es damit auf sich hat, erfahren Frauen an diesem Tag in der Beauty-Lounge Starlight an der Kuhstraße 29.

Zur Heiligen Messe des Körperkults

Wie geritzt läuft es für Wilfried Goessele (49) und Jürgen Beckers (46), aus dem Studio Lucky Tattoo an der Mülhauser Straße 7. Jetzt freut sich das Duo auf die zweite Messe, die nach dem Erfolg in 2009 am 15./16. Mai erneut im Grefrather Eissportzentrum unter dem Titel "2.Internationale Tattoo-Convention" über die Bühne geht. Goessele-Beckers versprechen eine Weltpremiere: einen Piercing-Wettkampf.

Dabei werden Models von geschickten Piercern im Rekordtempo bestochen - in des Wortes reinster Bedeutung. Aus Kempen stoßen unter anderem die Kampfsportler der VT sowie die Highlander zu der Convention. Karten à 10(Tagesticket) bzw. 16 Euro (Wochenende) gibt’s schon jetzt bei Lucky Tattoo, Tel.8944882.

"Chicago" am Ende?

Dem Altmeister würde es die Sorgenfalten auf die Stirn treiben: Hannes Cobbers, der am 17. März vor vier Jahren starb, sähe es bestimmt nicht gern, dass seine Passion in Kempen auf die Rote Liste der bedrohten Spiel-Arten gehört. Kaum jemand spielt dort noch "Chicago", den Wettstreit mit drei Würfeln, den Cobbers Generationen von Pintengängern beigebracht hatte. Stattdessen ist "Pokern" angesagt, Knobeln mit fünf Würfeln. Wer fünf gleiche Bilder aus dem Becher zaubert, kann aussteigen und hat gewonnen. Besonders intensive Knobel-Reviere sind das Treppchen an der Ellenstraße35, Zur Altstadt an der Neustraße 25, das NTNews an der Peterstraße 26 und die Thomasschänke an der Peterstraße 31, in der später im Jahr auch das Turnier um den Hannes-Cobbers-Cup ausgewürfelt wird.

Auch Narren brauchen mal Pause

Karneval war schon heftig. Die kempsche Jecke haben diesmal so fett gefeiert, dass mancher sich hinterher eine Auszeit nehmen musste. So hat Ex-Prinz Karl-Heinz Hermans Anfang der Woche eine längst fällige OP im Heilig-Geist-Hospital beim Knie-Spezialisten Elmar Rakebrand machen lassen. Wer genau hingesehen hat, als der 80-Jährige beim Rosenmontagszug wagemutig auf den hohen Komiteewagen geklettert ist, stellte fest: Es zwackt im rechten Beingelenk. "Ich mache schon die ersten Gehversuche", flüsterte Hermans nach dem gelungenen Eingriff.

Auch Prinzessin Marianne I. (Croonenbroeck) musste durchschnaufen, als ihre erste Session Aschermittwoch durch war. Die Erkältung, die Gemahl Peter I. während der närrischen Tage gequält hatte, fesselte nun Ihrer Lieblichkeit ans Bett. Und der verflixte siebte Halswirbel bedurfte mal wieder intensiver Pflege. Doch beide Narren befinden sich auf dem Weg der Besserung und wollen in Kürze wieder ins tätige Leben eingreifen. Will sagen: Hermans freut sich schon auf seine Altstadtführung mit der Düsseldorfer Prinzengarde im Juni. Und Marianne zapft im Sporthotel kühle Blonde. Helau!

Paradysisch Eis schlecken

Auch tief im Osten der Altstadt ist die Eis-Zeit wieder angebrochen. Im Salon Paradys am Viehmarkt bietet Edgar Costa in seiner dritten Kempen-Saison bewährte Sorten. "Kokos und Grüner Apfel kommen später", sagt der Paradys-Patron in seinem frisch renovierten Salon, der nun himmelblau strahlt. Das Eckhaus an der Engerstraße 30 blickt auf eine mehr als sechs Jahrzehnte währende Gelato-Tradition zurück. Der Bällchenpreis ist mit 70 Cent übrigens in der dritten Saison stabil geblieben.

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