Bürger-Info am Dienstag in Sicht: Nach einer jahrelangen Hängepartie will die Stadt Kempen endlich das Geschäftszentrum neben dem Kloster realisieren.

Kempen. Am Dienstag lädt die Stadt zu einem Info-Abend "Orsay-Center" ein. Dabei handelt es sich um das von der Stadt angekaufte 2500 Quadratmeter große Areal an Burg-/Orsaystraße, wo jetzt noch die alte Polizeiwache steht. Ab 19 Uhr erläutern Experten aus dem Rathaus sowie vom Planungsbüro "Pep" (Lüdinghausen) im Rokokosaal, Burgstraße19, wie das letzte "Filetstück" in der Altstadt künftig aussehen soll.

"Das schlechte Erscheinungsbild ist im Stadtbild nicht mehr akzeptabel."

"Die Fläche stellt das letzte herausragende Potenzial dar zur weiteren Entwicklung der Innenstadt. Das derzeitige schlechte Erscheinungsbild ist im Stadtbild nicht mehr akzeptabel", sagt Karl-Josef Schaaff, Kempens Denkmal-Referent. Hintergrund: Das große Gebäude, in den Anfängen Kreishaus, steht seit acht Jahren leer und verrottet. Zur Orsaystraße hin nutzt die Kempener Tafel für Bedürftige die alte Wache; sie sucht aber händeringend nach einer neuen Bleibe.

Weil das Orsay-Center seit Jahrzehnten Thema ist- die ursprüngliche Anregung hierfür kam damals vom Werbering-Ehrenvorsitzenden Herbert Krahn- und nun mit dem neuen Technischen Dezernenten Stephan Kahl so etwas wie ein Durchbruch für die Realisierung erzielt werden könnte, will die Stadt die Öffentlichkeit ausführlich informieren und weiter Ideen, Anregungen und Kritik sammeln. Bereits Anfang des Jahrtausends gab es von der Stadt einen Anlauf, Zug in die Akte "Orsay-Center" zu bekommen- was aber wegen der komplizierten Investorenfrage zum Rohrkrepierer wurde.

Mittlerweile hat der Stadtrat Ende 2008 ein modifiziertes Konzept beschlossen, in dem beispielsweise der Aspekt "Hotel" keine Rolle mehr spielt. Das Büro "Pep" hat einen architektonischen Rahmen für das Wohn- und Geschäfts-Center neben dem Kulturforum Franziskanerkloster entwickelt, damit an prominenter Stelle kein Wildwuchs entsteht. Karl-Josef Schaaff: "Im nächsten Schritt soll die Auslobung eines Investoren-Auswahlverfahrens erfolgen." Bevor ein endgültiger Bebauungsplan- im Rathaus heißt er Nr.144 "Geschäftszentrum Orsay-Center"- festgezurrt wird, will die Stadt mit den Bürgern ins Gespräch kommen.

Die Verwaltung rechnet günstigstenfalls damit, dass im Laufe des Jahres ein Investor gefunden ist, der Ende 2009 im Rathaus einen Bauantrag einreicht. Dann könnte tatsächlich 2010 der erste Spatenstich für das lang erwartete Center erfolgen.

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