Falk hatte wegen Baustelle 70 Prozent weniger Einnahmen. Wegen eines Defektes in der Senkenleitung hat die Stadt die Baukolonnen zum Abschnitt zwischen Apotheke und Spülwall geschickt.

Kempen. "Musste das denn sein?" Erwin Falk steht der Ärger ins Gesicht geschrieben. Der Inhaber des Burg-Cafés blickt mürrisch auf die Baustelle vor seiner Caféhaus-Pforte an der Thomasstraße 27. Dort geht die Buddelei jetzt in die dritte Woche: Wegen eines Defektes in der Senkenleitung hat die Stadt die Baukolonnen zum Abschnitt zwischen Apotheke und Spülwall geschickt.

"Ich hatte am ersten Weihnachtsmarkt-Wochenende 70 Prozent Umsatz-Einbrüche", beklagt Falk. Am Samstag habe der Presslufthammer bis 14 Uhr die Gäste vertrieben. "Im Anschluss und am Sonntag ist auch kaum noch jemand gekommen", so der 68-Jährige, der seit 38 Jahren das Café mit 200 Plätzen und 17 Mitarbeitern betreibt.

Falk: "Wieso hat keiner richtig mit mir gesprochen."

"Ich verstehe nicht, warum man ausgerechnet am für uns wichtigsten Wochenende des Jahres die Besucher der Altstadt mit solch einer Baustelle empfängt", sagt der Konditormeister.

Und hat Zweifel an der Rathaus-Version. Bei der Stadtverwaltung habe man ihm versichert, dass diese Baustelle absolute Priorität habe. Falk: "Besteht denn dort Lebensgefahr für irgend jemanden?" Riesige Pfützen oder Bodenlöcher jedenfalls habe er als Laie nicht feststellen können.

Jetzt hat Falk nur noch einen Wunsch: "Dass die Bauarbeiter bald fertig werden." Am kommenden Wochenende ist die zweite Weihnachtsmarkt-Staffel, inklusive verkaufsoffener Sonntag.

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