Ursula Sauer war 20 Jahre lang Lehrerin an der Fröbelschule.

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Am Donnerstag feiert Ursula Sauer ihren 80. Geburtstag.

Am Donnerstag feiert Ursula Sauer ihren 80. Geburtstag.

Am Donnerstag feiert Ursula Sauer ihren 80. Geburtstag.

Kempen. Viele Kempener erinnern sich bis heute an Ursula Sauer. Am Donnerstag wird die Grundschullehrerin 80 Jahre alt. Dabei wirkt sie ebenso jung und fröhlich, wie viele ihrer Schüler sie in Erinnerung haben. "Man muss beweglich bleiben", sagt sie. An viele ihrer Schüler erinnert sie sich noch: "Auch wenn sie sich verändern, an ihrem Lächeln, ihrer Mimik, ihrer Art zu sprechen, erkenne ich sie."

Geboren wurde Ursula Sauer 1929 im Württembergischen. Ihr Vater arbeitete bei der Firma Arnold und wurde nach Kempen versetzt, als seine Tochter fünf Monate alt war. Wie es der Zufall wollte, besuchte sie die Martin-Luther-Schule, aus der später die Fröbelschule wurde. Dort unterrichtete sie von 1974 bis 1994.

In Mülhausen machte sie Abitur und erlernte Textilkauffrau bei der Verseidag. Aber eigentlich wollte sie schon damals Lehrerin werden. Zwei Söhne kamen kurz hintereinander. Parallel zu ihren Aufgaben in der Familie fing sie das Studium der Pädagogik mit Deutsch, Biologie und Geographie an.

Bis zum sechsten Semester schulterte sie das Studium neben dem Haushalt. Das war Anfang der 1970er-Jahre sehr emanzipiert und wurde kritisch beäugt, wie sie sagt. Gestört hat sie das nicht. "Das lag vielleicht daran, dass ich älter als die anderen Studenten war und wusste, was ich wollte."

Während der Referendarzeit bekam sie das Angebot, an der Fröbelschule eine Lehrerstelle anzunehmen. Nebenbei studierte sie dann noch Mathematik und Theologie, machte eine Fachausbildung in Montessori-Pädagogik sowie zur Förderung von Legasthenikern.

Ursula Sauer war immer in Bewegung. Dazu gehörten Reisen nach Alaska, durch Neuseeland mit dem Zelt oder auch mit dem Camper durch die USA, ein großer Garten, Bücher und die drei Enkel zwischen eineinhalb und acht Jahren. Auch heute ist sie noch allem Neuen aufgeschlossen. "Man kann noch vieles, aber es dauert halt länger", sagt sie. Und wenn die Beine halt nicht mehr so mitmachen, muss eben das Auto herhalten. "Ich komme überall hin." Und das glaubt man ihr ohne weiteres. bu

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