Thom-Award: Max Suchsland ist ein helles Köpfchen. Für sein Sprachtalent steht er im Thomaeum auf dem Treppchen. Das spornt den pfiffigen Tönisberger an.

Kempen. Die Aula des Thomaeums ist prall gefüllt mit zappeligen Schülern. Sie alle lauschen gespannt, welche Namen die Moderatoren Jens Hoffrichter und Thorsten Jäger auf der Bühne verlesen. Denn sie verkünden, wer den Thom-Award erhält - eine besondere Auszeichnung für Thomaeer, die im letzten Schuljahr Besonderes geleistet haben. Dazu gehören die Kategorien Sport, Sprache, Naturwissenschaften, Musik/Kunst sowie verschiedene Aktionen ("Goldener Mülleimer", "Frühjahrsputz", "Klassenbester")

"Der Thom-Award wird jetzt zum dritten Mal verliehen", weiß Lehrerin Stefanie Holz. Zusammen mit ihrer Kollegin Nadine Rogge sowie der Schülervertretung hat sie den Ablauf der Ehrung geplant. Wer auf die Bühne darf, bekommt eine Urkunde und ein mit Goldfarbe besprühtes Überraschungs-Ei. Holz: "Insgesamt werden 175 Urkunden und 169 goldene Eier verliehen."

Einer der Preisträger ist Max Suchsland. Der 14-Jährige ist das, was man als Sprachtalent bezeichnet: Teilnahme am Literaturwettbewerb des Kempener Buch Verlags, Orsay-Schüleraustausch, Comenius-Schulpartnerschaft und bundesweiter Fremdsprachenwettbewerb. Bei letzterem schaffte es Max auf den dritten Platz auf Landesebene in der Einzelkategorie.

"Ich schaue gerne Filme- aber im englischen Original."

Max Suchsland

"Ich habe mit zwei Sprachen mitgemacht: Latein und Englisch. Englisch, weil ich es von den gesprochenen Sprachen am besten beherrsche und Latein, weil ich mich sehr für Geschichte und die Antike interessiere", sagt Max. Seit der fünften Klasse wird der Tönisberger in diesen Sprachen unterrichtet, in diesem Schuljahr ist noch Französisch dazugekommen.

Um am Wettbewerb teilzunehmen, musste Max einiges tun: "Ich habe einen lateinischen Text von Augustus und einen englischen Text vorgelesen und auf CD aufgenommen. Außerdem musste ich mir auch einen Text ausdenken." Diese Aufgaben wurden mit Unterstützung seiner Lehrer zur Bewertung weggeschickt. "Ein paar Wochen später kam dann der Brief", erinnert sich der Neuntklässler. "In der Kategorie bis zur 10. Klasse hatte ich den dritten Platz in Latein gemacht."

Als Belohnung gab’s eine große Büchertüte: "Da waren ganz viele lateinische Bücher drin - zum Beispiel eine witzige Zitatsammlung." Auch in seiner Freizeit beschäftigt sich der 14-Jährige mit Sprache: "Ich lese viel und schaue gerne Filme im Kino - aber im englischen Original."

Jetzt ist Max angespornt, auch im nächsten Jahr am Fremdsprachen-Wettbewerb teilzunehmen - diesmal vielleicht in der Kategorie Französisch?

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