Dem Radrennen „Rund um die Burg“ geht am 4.Oktober in die 51.Auflage. Mit deBeukelaer verliert der Klassiker einen wichtigen Sponsor.

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Will’s diesmal wissen: Lokalmatador Patrick Bercz.

Will’s diesmal wissen: Lokalmatador Patrick Bercz.

Das Motiv zum neugestalteten Radrenn-Plakat hat der Altstadt-Künstler Roland Ploch entworfen.

Reimann, Bild 1 von 2

Will’s diesmal wissen: Lokalmatador Patrick Bercz.

Kempen. "Wir fahren!" Um Anne Claaßens Mundwinkel schwingt sich ein energischer Zug. Grund für die Verbissenheit der Vorsitzenden des Radsportclubs: Am Sonntag, 4.Oktober, steht das Radrennen "Rund um die Burg" im städtischen Kalender.

Und da mit Griesson-deBeukelaer einer der wichtigsten Sponsoren abgesprungen ist, stand diese 51.Auflage des Klassikers auf wackligen Füßen. Doch mit gemeinsamer Anstrengung von neuer Vereinsspitze, Stadt, Stadtwerke und weiteren verbleibenden Sponsoren ist es gelungen, die sportliche Großveranstaltung zu stemmen. Anne Claaßen: "Und das Rennen für 2010 ist auch schon angemeldet!"

deBeukelaer hatte im Vorjahr noch das Jubiläumsrennen unterstützt, sich dann aber zurückgezogen. Offizielle Version: Der Keks-Riese unterstützt mit dem Altstadtlauf lieber eine familienwirksamere Veranstaltung. Inoffiziell hatte Griesson-Sprecher Peter Gries bereits 2007 durchblicken lassen, dass man keine Sportart unterstützen wolle, die derart durch Doping befleckt ist.

"Wir wollten die Tradition dieses Rennens aber nicht brechen und weiterhin jungen Radsportlern die Gelegenheit geben, sich in Kempen zu bewähren", sagt Bürgermeister Karl Hensel, warum die Stadt nach wie vor zum Radrennen steht.

Womit er bei Radsport-Legende Hennes Junkermann, der dem Klassiker "Rund um die Burg" seit Jahrzehnten verbunden ist, offene Türen einrennt: "Andere Sportarten sind mindestens so Doping-gefährdet, warum haut man nur immer auf den Radsport drauf?"

Die Resonanz scheint den Verantwortlichen Recht zu geben. Bereits jetzt haben sich 370 Fahrer für die sechs Rennen angemeldet- im Vorjahr waren es zu diesem Zeitpunkt erst 284. Die größte Resonanz hat wie immer das 12-Uhr-Rennen um den Schöndorf-Pokal, für das bereits 147Anmeldungen vorliegen. Dieses Rennen ist nach dem verstorbenen stellvertretenden Chefredakteur der WZ, Albert Schöndorf, benannt, der das Radrennen unermüdlich gefördert hat.

Mit Patrick Bercz tritt im Elite-Rennen um 15Uhr nach Jahren mal wieder ein Kempener Eigengewächs in die Pedale. Der Abiturient startet für das Dortmunder Continental-Team Seven Stones. Bereits im Vorjahr wollte der 20-Jährige in seiner Heimatstadt starten, was ein Sturz wenige Tage vor dem Rennen verhinderte.

Der Radsportclub arbeitet daran, das Rennen für die Kempener Bevölkerung attraktiver zu machen. "Wir wollen es verjüngen, auffrischen und für die Zuschauer interessanter machen", sagt Geschäftsführer Markus Berg. Dazu gehört, dass man am Bambini-Rennen "1. Schritt" um 13.30Uhr festhält. Hier treten die Jahrgänge 1998-2000 sowie 2001 bis 2003 an.

Die Kleinen müssen eine Runde um die Altstadt bewältigen, die 2,1 Kilometer misst. "Die Kinder müssen lediglich einen verkehrssicheren Drahtesel und einen Helm mitbringen", sagt Ulli Deden, der Geschäftsführer vom Radsportbezirk. Anmeldungen erfolgen unter E-Mail radsport@bezirk-krefeld.de oder per Brief an Ulli Deden, Glockenspitz 352, 47809 Krefeld; Fax: 02151/513265.

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