Kunden wird zuviel gezahltes Geld erstattet.

Kempen/Grefrath. Mehr als 1000 Privatkunden der Stadtwerke Kempen, die seit 2000 einen Hausanschluss für ihre Wasserversorgung erhalten haben, bekommen zuviel gezahlte Mehrwertsteuer zurück. Der Versorger rechnet mit Rückzahlungen zwischen 200 000 und 250 000 Euro.

Um das Geld zu bekommen, müssen die Kunden keinen Antrag stellen. Damit folgen die Kempener den Stadtwerken Nettetal. Hintergrund: Die Energieversorger haben seit Mitte 2000 für das Legen von Wasser-Hausanschlüssen den vollen Mehrwertsteuersatz berechnet. Diese Praxis hat der Bundesfinanzhof nun gekippt. Sinngemäß sagt das Gericht, dass schon das Legen des Anschlusses zur Wasserlieferung gehört. Und somit - genau wie das Wasser selber - nicht mit 19 Prozent besteuert werden darf. Für Wasser liegt er bei sieben Prozent.

Nur die Grefrather müssen einen Antrag stellen

Auch die Kunden der Gemeindewerke Grefrath bekommen zuviel gezahlte Mehrwertsteuer erstattet. Das betrifft 400 Kunden. Die Rückerstattungssumme liegt laut Gemeindewerken bei rund 60 000 Euro. "Allerdings können wir die Rechnungen nicht elektronisch durchsehen. Daher bitten wir die betroffenen Kunden, uns einen Rückzahlungsantrag zu schicken", sagt Gemeindewerke-Geschäftsführer Erik Ix. Einen solchen Antrag wollen die Gemeindewerke in den nächsten Tagen zum Runterladen auf ihre Homepage stellen. Die Rückzahlung dauert drei bis vier Monate.

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