Lilo Grießmann schuf eine Statue als Dank und Unterstützung für die Stiftung, die sich für den Annenhof einsetzt.

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Lilo Grießmann erhielt Blumen für ihr Kunstwerk, das Propst Eicker einsegnete.

Lilo Grießmann erhielt Blumen für ihr Kunstwerk, das Propst Eicker einsegnete.

Friedhelm Reimann

Lilo Grießmann erhielt Blumen für ihr Kunstwerk, das Propst Eicker einsegnete.

Kempen. 18 Kilo schwer und 50Zentimeter groß ist das Weihnachtsgeschenk von Lilo Grießmann an die Schwester-Ina-Stiftung. Die Kempener Künstlerin schuf eine Skulptur "Schwester Ina mit Kindern". Sie wurde gestern im Eingang des St.Annenhofes an der Oelstraße aufgestellt.

Drei Firmen halfen bei der Verschönerung des Foyers

"Ich wollte damit auf meine Art und Weise die Arbeit von Wilhelm Wolters für die Schwester-Ina-Stiftung unterstützen", sagt die 71-jährige Künstlerin. Die Statue ist aus Ton gearbeitet und mit einer Wachspatina überzogen. "Dadurch schimmert sie wie aus Bronze", freut sich auch Heimleiter Herbert Knops über die künstlerische Bereicherung des Kinderheims.

Drei Kempener Firmen haben sich ebenfalls für die Stiftung eingesetzt. Bernhard Messing lieferte die Steinplatte für die Skulptur, die nun auf Augenhöhe Gäste und Bewohner des Annenhofes begrüßt. Glas-Trienes fertigte eine Glas-Vitrine auf Maß. Knops: "Jetzt können wir DVDs und die Schwester-Ina-Medaille ausstellen und auch verkaufen." Die Firma hogatex schneiderte ein Polster für die Bank im Foyer, damit Wartende weich sitzen können.

Bei der gestrigen Einweihung - Propst Thomas Eicker nahm die Einsegnung der Statue vor - zitierte HeimleiterKnops, was ehemalige Mitarbeiterinnen über Schwester Ina erzählt haben. Diese lobten alle ihre Einsatzfreude, Frohsinn, Güte und ihre ganz besondere Liebe zu den Kindern.

Im Namen der Schwester-Ina-Stiftung bedankte sich Wolters bei Lilo Grießmann. Er äußerte dabei den Wunsch, dass im Andenken an die Ordensfrau der kinder- und jugendfreundliche Geist im Hause St. Annenhof noch lange erhalten bleibe.

Sie kam 1895 als Maria Mols in Duisburg zur Welt und war bis 1970 im Annenhof im Einsatz. Sie wurde mit 20Jahren Novizin der Schwestern Unserer Lieben Frau. Sie arbeitete in verschiedenen Kindergärten und war von 1935 bis 1970 im Annenhof-Kindergarten leitend tätig. 1956 gründete sie den Kindergarten Hermann-Josef, den sie bis 1965 leitete. 1971 bekam sie das Bundesverdienstkreuz. Ina starb am 16. Januar 1980 im Annenhof.

Seit der Gründung 2003 bringt die Schwester-Ina-Stiftung jährlich eine Medaille heraus. Der Erlös aus dem Verkauf kommt dem Kinderheim zu Gute.

Das Heim an der Oelstraße 9 befindet sich in Trägerschaft der Propsteipfarrgemeinde. Es war ursprünglich das Waisenhaus der Stadt. Die Einrichtung ist 120 Jahre alt. Heute kümmern sich 100 Mitarbeiter um 80 Kinder und Jugendliche.

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