Amphibien sind auf ihrer lebensgefährlichen Wanderung. Einige Straßen sind daher gesperrt.

Kempen. Der Frühling ist da - und mit ihm die Amphibienwanderung. Nach ihrer Winterruhe machen sich Gras- und Wasserfrösche, Kröten und Molche auf ihren Weg zu den Laichgewässern. Die Bedingungen dafür sind Bodentemperaturen über sieben Grad Celsius, regnerisches Wetter und einsetzende Dämmerung.

"Die Tiere wandern die Absperrung entlang und fallen dann in die Eimer."

Renate Gause, Tierschützerin

Autofahrer müssen sich daher noch bis Mitte April bei entsprechender Witterung auf gesperrte Straßen und Wege zwischen 19 und 7 Uhr einstellen: "Teilweise sind nur Baken aufgestellt, damit Autofahrer in Schrittgeschwindigkeit durchfahren. Anderswo gibt es Zäune, die für Amphibien unpassierbar sind", sagt Hans Palm, Ortsleiter des Kempener Naturschutzbundes (Nabu).

Um Kempen ist vor allem der Bereich Klixdorf betroffen, genauer Mülhauser Straße. Hier ist der Morschesweg bis zum Aldenhovener Weg nicht passierbar. Auch die Butzenstraße/Klixdorfer Straße ist gesperrt. Entlang der Mülhauser Straße sind Zäune aufgestellt. Zudem gibt es alle 20 Meter einen Eimer, der zweimal täglich geleert wird.

"Die Amphibien wandern die Absperrung entlang und fallen dann in die Eimer", weiß Renate Gause, die sich gerne für den Artenschutz einsetzt. Außerdem ist nahe Haus Velde im Norden Kempens der Sandweg durch Schranken gesichert.

In St. Hubert ist das Gebiet an der Via Stenden für den Straßenverkehr gesperrt. Auch im Schadbruch wandern die Amphibien: Dort gibt es zwischen Tönisberger und Stendener Straße kein Durchkommen. Grenze ist die Waldschänke. In Tönisberg sind zwei Straßen betroffen: Siebenhäuser und Am Achterberg. "Dort sind Zäune und Baken aufgestellt", berichtet Palm. Autofahrer werden gebeten, diese Gebiete zu meiden bzw. dort Schrittgeschwindigkeit zu fahren.

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