Mindestens fünf Straftaten gehen auf das Konto eines Kempeners. Auch gegen zwei Mittäter laufen Ermittlungen.

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Der Überfall auf Schlecker in Kamperlings wird dem 18-Jährigen zur Last gelegt.

Der Überfall auf Schlecker in Kamperlings wird dem 18-Jährigen zur Last gelegt.

Kurt Lübke

Der Überfall auf Schlecker in Kamperlings wird dem 18-Jährigen zur Last gelegt.

Kempen. Seit Freitag befindet sich ein 18-jähriger Kempener in Untersuchungshaft. Dem berufslosen Schulabgänger werden mehrere Raubüberfälle sowie ein Einbruch (WZ berichtete) vorgeworfen, mit denen er sich teilweise gebrüstet haben soll. Mithilfe von Zeugenaussagen gelang es der Polizei, den Tatverdächtigen zu identifizieren. Er ist geständig und soll die Straftaten laut Polizei zur Finanzierung seiner Spielsucht begangen haben.

Bislang gestand er fünf Straftaten. Er gab zu, den Schlecker-Drogeriemarkt in Kamperlings am 9. Oktober überfallen zu haben. Die Kassiererin bedrohte er mit einem Messer und raubte wenige 100 Euro. Am 14. Oktober warf der 18-Jährige mit einem Pflasterstein die Schaufensterscheibe der "Schatzinsel", Ellenstraße 11, ein und stahl Schmuck. Am selben Tag soll er einer 40-Jährigen auf der Auguste-Tibus-Straße die Handtasche gestohlen haben.

Der Täter schnappte sich mit Vorliebe Handtaschen

Einen Tag später wurde eine Fußgängerin (59) Opfer des Räubers. Der Täter war nachts mit dem Rad unterwegs und entriss der Frau auf der Berliner Allee von hinten kommend die Tasche. Trömmelchen-Wirtin Maria Tombeil überfiel der junge Mann am 28. Oktober gegen 1.34 Uhr. Dabei hatte er die Rechnung aber ohne die resolute Frau gemacht: Sie schlug den mit einem Messer bewaffneten Dieb verbal in die Flucht. Dennoch schnappte er sich noch schnell die Handtasche einer Freundin Tombeils. Am selben Tag raubte er einer Kempenerin (33) die Tasche. Bislang war der 18-Jährige wegen Sachbeschädigung und Körperverletzung aufgefallen.

Mittlerweile hat die Polizei einen 17- und einen 21-jährigen Kempener als Mittäter beim Schlecker-Überfall identifiziert. Tatvorwurf: Beihilfe zum Raub. Beide waren teils gemeinsam, teils alleine bei mehreren Straftaten des Haupttäters mit von der Partie und erhielten einen Teil der Beute. Auch gegen sie richten sich die Ermittlungen wegen schweren Raubes.

Polizeisprecherin Antje Heymanns: "Alle Taten haben die Bevölkerung in Angst versetzt und ihr Sicherheitsgefühl massiv beeinträchtigt. Wir sind daher sehr erleichtert, dass wir diese Raubserie dank der guten Hilfe der Bürger beenden und aufklären konnten."

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