Ein Turmfalken-Paar bekommt Junge in der Pfarrkirche.

Kaldenkirchen. Pastor Benedikt Schnitzler freut sich über Nachwuchs in der Pfarrkirche St. Clemens. Über dem Glockenstuhl im Turm der Kirche hatten Mitarbeiter des Nabu eine Nisthilfe gebaut. Ein Wanderfalke war gesehen worden. Ein Paar Turmfalken wurden jetzt neue Hausherren in der Kirche.

Der Vogel-Vater ist auf sich allein gestellt

Ende April befanden sich drei Eier im Nest. Bei einer späteren Nachschau war zunächst die Freude groß. Das Falkenpaar hatte das Gehege auf vier Eier aufgestockt, denn es lagen vier etwa faustgroße, gut genährte Falkenjunge im Horst.

Ein kurzer Kontrollblick bis zum Einflug trübte die Freude von Horst Schirrmacher deutlich. Das Weibchen lag dort verendet. Die bange Frage drängte sich auf: Füttert der Vater allein weiter? Wie werden sich die ebenfalls im Turm nistenden Dohlen verhalten, wenn das Nest unbewacht ist?

Peter Schmitz baute behutsam eine Kamera in die Kastenwand. Parallel liefen Rücksprachen mit Fachleuten der Biologischen Station, dem Naturschutzhof und einem Falkner. Alle empfahlen, noch nicht weiter einzugreifen.

Mehrmals am Tag wird über Laptop das Leben im Horst beobachtet. Noch hat der Vater alles im Griff. Für Notlagen ist umfassend vorgesorgt. Gegebenenfalls kann beigefüttert werden.

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