Nettetal will seine jungen Wähler mobilisieren. Dazu gibt es vier Veranstaltungen. Die erste gab es am Dienstag (16.6.) in der Aula der Realschule.

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In der Kaldenkirchener Realschul-Aula traten gestern die vier Nettetaler Bürgermeister-Kandidaten an.

In der Kaldenkirchener Realschul-Aula traten gestern die vier Nettetaler Bürgermeister-Kandidaten an.

Kurt Lübke

In der Kaldenkirchener Realschul-Aula traten gestern die vier Nettetaler Bürgermeister-Kandidaten an.

Kaldenkirchen. Nettetal tut etwas gegen Politkverdrossenheit und schwindende Wahlbeteiligung. Am Dienstag (16.6.) war in Kaldenkirchen Start für die vierteilige Erstwähler-Veranstaltung.

150 Schüler der zehnten Klassen von Real- und Hauptschule waren beim Auftakt mit den vier Bürgermeister-Kandidaten Christian Wagner (CDU), Christian Schürmann (SPD), Johannes Peters (FDP) und Guido Gahlings (Bündnis 90/Die Grünen).

Den Politikern, die separat an Stehtischen auf der Bühne standen, waren je ein Lehrer und Schüler zugeordnet. Außerdem Ulrich Schmitter (Stadtbücherei) und Vertreter des Stadtsportverbandes- deren Aufgabe sich dem Publikum allerdings nicht erschloss.

Der 45-minütige Auftakt mit einem Quiz war für die Schüler eher langweilig. Es galt Fragen zum Beitritt Deutschlands zur Uno, der Zahl der Nachbarstaaten Deutschlands, der Länge eines Lichtjahres oder von Artikel1 des Grundgesetzes zu beantworten. Im Publikum wurde es unruhig. Die Spannung fehlte.

Um 12.12 Uhr stand der Sieger fest: Das Team um Christian Wagner hatte 20 richtige Antworten. Wem die gewonnenen 200 Euro gestiftet werden, will das Team noch beraten.

Berufskolleg: Mittwoch, 24. Juni, von 9.30 bis 11.30 Uhr in der Werner-Jaeger-Halle, An den Sportplätzen. Werner-Jaeger-Gymnasium: Donnerstag, 25. Juni, von 11.30 bis 13.30 Uhr in der Werner-Jaeger-Halle, An den Sportplätzen. Gesamtschule: Freitag, 26. Juni, von 9.30 bis 11.30 Uhr in der Aula der Gesamtschule, von-Waldois-Straße.

Erst als die Schüler Fragen stellen durften, kam Spannung auf. Hier einige der Fragen- und der Antworten.

"Warum sollen wir Sie wählen?"

Christian Wagner (CDU): "Weil ich gute Politik gemacht habe und weiter machen werde. Ich bin vor viereinhalb Jahren angetreten, um mehr für Familien, Bildung, Jugend und Schulen zu tun. Diese erfolgreich begonnene Politik möchte ich fortsetzen."

Christian Schürmann (SPD): "Ich werde eine andere, bessere Politik machen, mehr Gesamtschulplätze schaffen und mehr für die Jugend tun."

Johannes Peters (FDP). "Wir haben mit der CDU gute Politik gemacht. Wir können aber noch einiges verbessern. Wir wollen ein eigenes Jugendamt."

Guido Gahlings (Grüne): "Wir wollen mehr grüne Politik, mehr für Klima- und Umweltschutz tun. Wir wollen eine zweite Gesamtschule."

"Wie wollen sie die Politik der Jugend nahe bringen?"

Wagner: "Wir laden die Schüler ein, Rats- und Ausschussitzungen zu besuchen und mitzumachen." Die Junge Union habe mehrere Veranstaltungen durchgeführt, die Teilnehmer konnten an den Fraktions-, Ausschuss- und Ratssitzungen teilnehmen.

Schürmann: "Wir laden die Jugend ein, leider kommt niemand. Deshalb habe ich eine Internetplattform eröffnet. Dort kann jeder seine Ideen einbringen."

Peters: "Wichtig ist, dass die Jugend wählt. Wir laden ein zum Mitmachen."

Gahlings: "Wir haben Jugendliche eingeladen. Einige sind gekommen, einige machen mit."

"Warum gibt es in Nettetal kein Schoko-Ticket?"

Wagner und Peters: "Die Mehrkosten von mehreren hunderttausend Euro wurden in bessere Schulen investiert."

Schürmann: "Kinofahrten nach Krefeld und Shoppen in den Ballungsräumen sind wünschenswert. Dorthin könnte man mit dem Schoko-Ticket fahren. Aber die Finanzierung muß sicher sein. Man müsste dann sehen, wo man sparen kann."

Gahlings: "Wir Grünen würden das SchokoTicket wieder einführen."

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