Rund 200 Gläubige kamen zur Pfarrversammlung in Christ-König. Die Umstrukturierungen werfen viele Fragen auf.

Rund 200 Gläubige kamen zur Pfarrversammlung in Christ-König. Die Umstrukturierungen werfen viele Fragen auf.
Yvonne Giebels vom Pfarreirat sprach zu den Gemeindemitgliedern in der Christ-König-Kirche.

Yvonne Giebels vom Pfarreirat sprach zu den Gemeindemitgliedern in der Christ-König-Kirche.

Kurt Lübke

Yvonne Giebels vom Pfarreirat sprach zu den Gemeindemitgliedern in der Christ-König-Kirche.

Kempen. Das Flatterband am Eingang der Kirche Christ-König machte es deutlich: In der Kempener Kirchengemeinde ist ein Umbau erforderlich. Viele Gläubige interessiert dieser Umbau, die Kirche war gut gefüllt. Rund 200 Gemeindemitglieder waren zur Versammlung der Pfarre St. Mariae Geburt gekommen. Und viele hatten konkrete Fragen dazu mitgebracht, wie sich das Gemeindeleben in den nächsten Jahren entwickeln wird.

Zunächst machten die Verantwortlichen um Propst Thomas Eicker noch einmal die Ausgangssituation deutlich: Zum Sommer wird es mit dem Propst nur noch einen leitenden Pfarrer in der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) Kempen/Tönisvorst mit den Pfarren Kempen, St. Hubert, St. Tönis und Vorst geben. Außerdem gehören zum Team der Hauptamtlichen vier Gemeindereferenten sowie zwei Pfarrvikare, also Stellvertreter des Priesters. Klemens Gößmann ist bereits da, zum Sommer soll ein weiterer Pfarrvikar die GdG unterstützen, wie Eicker ankündigte. Gespräche dazu würden zurzeit geführt. Außerdem übernehmen noch drei weitere Geistliche, zum Beispiel Wolfgang Acht und der frühere Propst Josef Reuter, Gottesdienste.

Gottesdienste sollen wie bisher weiterlaufen

Wie berichtet, soll ein Leitungsteam aus Haupt- und Ehrenamtlern Aufgaben übernehmen. Diese „Gemeindevorstände“, so der Arbeitstitel, soll es in allen vier Pfarrgemeinden geben und sie sollen das Gemeindeleben vor Ort im Blick haben und fördern. Das Gremium hat Entscheidungskompetenzen und soll auch bei vielen konkreten, alltäglichen Fragen Ansprechpartner sein. Neben einem Gemeindereferenten sollen Vertreter aus Kirchenvorstand und Pfarreirat sowie eine Pfarrsekretärin als beratendes Mitglied und bei Bedarf weitere Mitglieder das Gremium bilden.

Konkrete Sorgen gab es, dass es in Zukunft weniger Gottesdienste geben könnte. In dieser Sache sei er sehr zuversichtlich, so Eicker. Schließlich hat man in Kempen mit den sechs Wortgottesdienstleitern bereits ein erfolgreiches Modell. Auch in St. Hubert, Vorst und St. Tönis soll es in absehbarer Zeit Praxis werden, dass Laien Wortgottesdienste leiten. „Wir suchen händeringend noch Leute, die das machen“, sagte Yvonne Giebels, selbst Wortgottesdienstleiterin und Mitglied im Pfarreirat auf Nachfrage. Man werde nicht allein gelassen, sondern auf die Aufgabe vorbereitet.

Einige Fragen mussten noch unbeantwortet bleiben

Auch in der Trauerseelsorge gebe es bereits ehrenamtliches Engagement, erklärte Eicker. Ein Priesternotruf soll verlässliche Situation schaffen, wenn die Krankensalbung notwendig werde.

Einige konkrete Fragen zur Arbeit des noch zu bildenden Gemeindevorstandes mussten die Verantwortlichen unbeantwortet lassen. Zum Beispiel zum Arbeitsumfang einer solchen Aufgabe. Vieles müssen sich erst entwickeln, schilderte Kempens Gemeindereferent Andreas Bodenbenner.

Dieser sicherte zu, dass die Ehrenamtler weiterhin begleitet würden. Wie genau, das müsse gemeinsam erarbeitet werden. Man fange aber nicht bei Null an, sondern könne an vielen Stellen bereits Bestehendes fortsetzen. Schon jetzt sei es so, dass er als Pfarrer Aufgaben in Sachen Finanzen und Verwaltung abgegeben habe, erklärte Eicker.

Wichtig sei der Pfarrgemeinde einen offenen Dialog zu führen, hatte Moderator Axel Küppers zu Beginn erklärt. Das wolle man auch nach der Veranstaltung weiter tun. Die Gemeindemitglieder hatten und haben Möglichkeit, ihre Anregungen und Angebote, sich selber einzubringen, mitzuteilen. Über Ergebnisse der Versammlung und weiteren Schritte sollen die Gläubigen informiert werden.

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