Das Verfallsdatum des Wurfmaterials ist für die Fußgruppe „Kempsche Blömkes“ ein Problem. Sie will deshalb nicht erst 2017 den Zug nachholen.

Das Verfallsdatum des Wurfmaterials ist für die Fußgruppe „Kempsche Blömkes“ ein Problem. Sie will deshalb nicht erst 2017 den Zug nachholen.
Die Tüten mit Wurfmaterial für 50 Karnevalisten stapeln sich im Wohnzimmer von Laura Bürkert.

Die Tüten mit Wurfmaterial für 50 Karnevalisten stapeln sich im Wohnzimmer von Laura Bürkert.

Kurt Lübke

Die Tüten mit Wurfmaterial für 50 Karnevalisten stapeln sich im Wohnzimmer von Laura Bürkert.

Kempen. Der Vorstand des Kempener Karnevalsvereins (KKV) möchte den Rosenmontagszug 2017 nachholen. Von diesem Plan, über den die WZ gestern berichtet hat, sind allerdings nicht alle Zugteilnehmer begeistert. „Wir finden die Idee nicht gut. Wir würden lieber im Frühjahr ziehen“, sagt Laura Bürkert stellvertretend für die Fußgruppe mit dem Motto „Kempsche Blömkes“.

Wurfmaterial im Wert von 2000 Euro im Wohnzimmer

Und zwar aus dem ganz einfachen Grund, weil das teuer erkaufte Wurfmaterial im Frühjahr noch genutzt werden könnte – und am 27. Februar 2017 eben nicht mehr. „Bei mir zu Hause lagert Wurfmaterial für 50 Leute im Wert von mehr als 2000 Euro“, so Bürkert. „Ich versinke hier im Popcorn.“ Die Gruppe, die bei der Kostümprämierung in der Köhlerhalle am Montag den ersten Platz belegt hat, hält nicht viel davon, das Material wegzuschmeißen. Sicher könne man auch Süßigkeiten spenden. „Wenn aber beispielsweise alle Gruppen Süßes an die Kempener Tafel spenden, ist das sicher nicht sinnvoll“, so Bürkert.

Die Kempenerin ist skeptisch, ob ihre Gruppe erneut für den Rosenmontagszug 2017 so viel Geld ausgeben wird. Deshalb appelliert Laura Bürkert an Politik, Verwaltung und KKV, auch die Frühlings-Lösung ins Auge zu fassen: „Ich bin davon überzeugt, dass viele andere Gruppen vor dem selben Problem stehen wie wir.“

Wie bereits berichtet, will der KKV im Februar 2017 den ausgefallenen Rosenmontagszug nachholen. Die Verwaltungsspitze ist diesem Vorschlag nicht abgeneigt, will aber noch mit den Fraktionen und den beteiligten Sicherheitsbehörden sprechen. Am Freitag treffen sich die Beteiligten zu einem Gespräch im Rathaus. Danach soll eine Entscheidung feststehen.“

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