Der Bauausschuss diskutiert über Poller im Schulzentrum, den Grefrather Bauhof sowie die Sanierung von Straßen und Wegen.

Grefrath. Die Wirtschaftlichkeit des Bauhofes, der Ausbau von Straßen, die Überprüfung von Kanal-Hausanschlüssen- mit sehr unterschiedlichen Themen beschäftigte sich der Bauausschuss in seiner Sitzung am Montagabend im Oedter Rathaus.

Nachmittags soll der Hausmeister die Poller im Schulzentrum entfernen

Eine Diskussion über die Poller im Grefrather Schulzentrum wurde von Bernd Bedronka (SPD) in Gang gesetzt. Die Vereine "Mutter und mehr" sowie "Älter werden in der Gemeinde" hätten nämlich gerne stets freie Fahrt bis zu ihren Pavillons. Doch die Gemeinde ist dagegen- vor allem wegen der Sicherheit der Schüler. Nach einem Ortstermin Dienstagvormittag mit dem Hausmeister des Schulzentrums wurde ein Kompromiss gefunden: Nachmittags werden die Poller entfernt.

Lang und breit, aber ohne Ergebnis - so lässt sich die erneute Diskussion über die Wirtschaftlichkeit des Grefrather Bauhofes zusammenfassen. Max Titulaer (CDU) forderte die Erstellung eines Grünflächen-Katasters. "Das ist mit erheblichen Kosten verbunden", gab Bauamtsleiter Michael Räppel zu bedenken.

Bemängelt wurde von Titulaer, dass der vorgelegte Bauhof-Bericht lediglich Auskunft gebe über den Ist-Zustand. Er sage "nichts über die Wirtschaftlichkeit des Bauhofes aus".

Bedronka schlug in die gleiche Kerbe: "Wir sind seit Jahren unzufrieden mit der Transparenz des Bauhofes." Er regte an, über eine "stärkere Budgetierung" nachzudenken und grundsätzliche Themen anzugehen.

Bis Ende 2015 müssen die Eigentümer von Häusern und Grundstücken prüfen lassen, ob die Kanalleitungen und -anschlüsse auf ihrem Grund und Boden dicht sind. Das schreibt das Landeswassergesetz vor. In Grefrath muss sich jeder Eigentümer selbst um die Untersuchung kümmern und eine Firma dafür suchen. Dies beschlossen CDU, Grüne und FDP gegen die Stimmen der SPD. Die Sozialdemokraten hatten angeregt, dass diese Dienstleitung auch von den Gemeindewerken angeboten werden soll.

Laut Bauamtsleiter Räppel wurde über diese Themen bereits hinter verschlossenen Türen diskutiert: im Arbeitskreis Bauhof. Doch weiter kam man am Montagabend nicht- und einen Beschluss gab es auch nicht.

An der Floeth und Florastraße müssen saniert werden- aber wie?

Ein weiteres Thema ohne Entscheidung: die Prioritätenliste der CDU zur Sanierung von Straßen und Wirtschaftswegen. Eine eigene Aufstellung will die SPD nun in Angriff nehmen. Für den gemeinsamen Nenner soll dann die Verwaltung sorgen.

Apropos Sanierung von Straßen: Bauamtsleiter Räppel wies erneut darauf hin, dass die Kanäle An der Floeth (Oedt) und Florastraße (Grefrath) nächstes Jahr erneuert werden müssen. Aber in welcher Form danach Fahrbahn und Gehwege ausgebaut werden, steht noch nicht fest.

Einig waren sich Politik und Verwaltung, dass der Lookgrabendyk (Grefrath) ebenfalls saniert werden soll. Die CDU will den zwei Kilometer langen Weg zwischen Haus Bruch und Niersbrücke komplett, die SPD nur in Teilen sanieren. Auch diese Entscheidung wurde vertagt.

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