Erika Schmitz geht nach 16 Jahren als Erzieherin in der Villa Kunterbunt in den Ruhestand. Am Freitag war es soweit.

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Erika Schmitz inmitten „ihrer“ Kinder: Die beliebte Erzieherin lässt sich von den Kleinen das Abschiedsgeschenk erklären.

Erika Schmitz inmitten „ihrer“ Kinder: Die beliebte Erzieherin lässt sich von den Kleinen das Abschiedsgeschenk erklären.

Friedhelm Reimann

Erika Schmitz inmitten „ihrer“ Kinder: Die beliebte Erzieherin lässt sich von den Kleinen das Abschiedsgeschenk erklären.

Grefrath. Mit 100 weißen Rosen, viel Musik und einen Kuss von Bürgermeister Manfred Lommetz wurde Erika Schmitz am Freitag in den Ruhestand verabschiedet. Die 63-Jährige war seit der Gründung vor 16 Jahren in der Villa Kunterbunt, dem Familienzentrum im Brunsgarten, tätig gewesen.

"Jetzt musst du nur noch Radfahren und Einkaufen."

Junge aus der Regenbogengruppe

Zum Beginn des Rentner-Daseins hatten sich die Kinder der Regenbogengruppe Gedanken gemacht. "Jetzt musst du nur noch Radfahren und Einkaufen", sagte ein Junge. Hingegen meinte ein anderer: "Wenn man in Rente geht, ist man schon gaaaaanz alt. Und du bekommst jetzt Geld und brauchst dafür überhaupt nicht mehr zu arbeiten."

Erika Schmitz, die nur einen Steinwurf von der Villa Kunterbunt entfernt wohnt, war rund 40Jahre als Erzieherin tätig. Sie war im Laurentius- und 21Jahre im katholischen Kindergarten in Hinsbeck. Als im Herbst 1994 die Villa Kunterbunt eröffnete- sie war zunächst als Betriebskindergarten für Fibrit geplant- wechselte Erika Schmitz in ihre Heimatgemeinde.

An diese Zeit erinnerte der frühere Vorsitzende der Elterninitiative Villa Kunterbunt, Jochen Monhof: "Sie war der ruhende und erfahrene Pol in einem jungen und wachsenden Kindergarten vor knapp 16 Jahren." Sie sei "Erzieherin mit Leib und Seele". Und sie ist die erste Erzieherin aus der Villa, die in den Ruhestand ging.

Zum Abschluss erklang "Weiße Rosen aus Athen" von Nana Mouskouri und Dutzende Wunderkerzen wurden entzündet. Da konnte einige Mütter die Tränen nicht unterdrücken.

Am Ende der schwungvollen Abschiedsparty meinte Erika Schmitz: "Ich war immer gerne Erzieherin. Der Beruf hat mir Spaß gemacht, denn Kinder sind so herzlich spontan und unkompliziert."

Die zweite Heimat der Neu-Rentnerin ist das Ostseeheilbad Dahme zwischen Lübeck und Fehmarn: "Da lasse ich seit 30Jahren die Seele baumeln und mache Radtouren. Mitte April fahre ich wieder dorthin." Auch die Kultur liebt Schmitz: Theater, Musical und Konzerte sind ihre Welt.

Als Abschiedsgeschenke gab es ein WZ-Abo, einen Apfelbaum und einen Besuch pro Monat in der kunterbunten Villa. "Ich darf beim Betriebsausflug mit, werde zum Frühstück und zum Kuchen eingeladen", freut sich Schmitz.

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