Es soll eine breitere Zufahrt und mehr Parkplätze für das Ausflugslokal geben. Zudem: Im Juli soll mit dem Senioren-Bau an der Schanzenstraße begonnen werden.

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Eng geht es an der Zufahrt zum Auffelder Bauerncafé zu. Zwei Wagen kommen kaum aneinander vorbei. Das soll sich ändern.

Eng geht es an der Zufahrt zum Auffelder Bauerncafé zu. Zwei Wagen kommen kaum aneinander vorbei. Das soll sich ändern.

Friedhelm Reimann

Eng geht es an der Zufahrt zum Auffelder Bauerncafé zu. Zwei Wagen kommen kaum aneinander vorbei. Das soll sich ändern.

Grefrath. Die Erweiterung des Auffelder Bauerncafés, der Neubau der Mietwohnungen für Senioren, der neue Hundeübungsplatz, eine Ampel an der "Villa Vertigo - eine bunte Palette von Themen beschäftigte am Montagabend die Mitglieder des Grefrather Gemeinderates. Zudem tauchte nach Monaten ein Ratsherr wieder auf...

"Es ist alles in trockenen Tüchern."

(Herbert Kättner, Bürgermeister, zum Neubau barrierefreier Mietwohnungen für Senioren)

Zum geänderten Flächennutzungsplan für das Auffelder Bauerncafé erklärte Bürgermeister Herbert Kättner (CDU), gegenüber ursprünglichen Vorstellungen sei es jetzt ein "reduziertes Betreiberkonzept", in dem es neben "einer kleinen Erweiterung" in erster Linie um den Bestandsschutz für das Café gehe (siehe Kasten).

Jochen Monhof (SPD): "Wir haben immer noch Bauchschmerzen bei der Zustimmung." Nachträglich würden "illegale Bauten" legalisiert. Aber auch Monhof sah ein jetzt stark abgespecktes Betreiberkonzept.

"Wir haben keine Bauchschmerzen", vermeldete Manfred Wolfers junior (CDU). Ein sehr vernünftiger Kompromiss sei gefunden worden. Wolfers verwies darauf, dass das Café "eine gut angenommene Bereicherung der Freizeitgemeinde Grefrath" sei.

Grüner Zaun für den Hunde- Übungsplatz, aber kein Flutlicht

Beim Hunde-Übungsplatz Bronkhorst zwischen Johnson Controls und Ostumgehung wird die Grundfläche der Bauten etwa 50 Quadratmeter betragen, erläuterte Kättner.

Das Auffelder Bauerncafé im Oedter Süden verfügt über 228 Sitzplätze: 82 innen und 146 außen. Beschränkt geduldet: Ein ehemaliger Kälberstall ist vor über fünf Jahren für die gastronomische Nutzung umgebaut worden. Weil dafür aber bisher keine Genehmigung vorliegt, darf er laut Bauordnungsamt des Kreises Viersen nur für 20 Veranstaltungen pro Jahr, die eigens angemeldet werden müssen, genutzt werden. Durch die beantragte Änderung des Flächennutzungsplanes soll der Saal mit 72 Plätzen ständig genutzt werden können.

Ursprünglich war geplant, den derzeitigen Rinderlaufstall neben dem bereits existierenden Saal zum Hochzeits-Saal mit 100 Plätzen auszubauen. Dieses Vorhaben ist bis auf Weiteres gestoppt. Sollte der Hochzeits-Saal irgendwann doch realisiert werden, muss der benachbarte 72-Plätze-Saal aufgegeben werden, sagt das Kreis-Bauordnungsamt.

Entlang des Wirtschaftsweges werden neue Stellplätze angelegt. Insgesamt 115 sollen es danach sein. Zufahrt: Der Weg von der Süchtelner Straße (L391) zum Auffelder Bauerncafé wird breiter. Die ersten 25 Meter des asphaltierten Wirtschaftsweges werden auf 5,25 Meter verbreitert. Für den Rest reichen Schotter und eine Breite von 4,5 bis fünf Meter.

25 bis 30 Auto-Parkplätze sollen in Schotterrasen angelegt werden. Das 5000 Quadratmeter großen Gelände wird von einem eingegrünten Zaun umsäumt. Eine Flutlicht-Anlage wird es nicht geben. "Das Üben mit den Hunden endet mit Einbruch der Dunkelheit", so Kättner.

Um die Hinterlassenschaften von Hunden geht es in einem CDU-Antrag, der Toiletten für die Vierbeiner zum Thema macht und demnächst beraten wird. Kättner merkte an, Beschwerden über "Tretminen" hätten wieder stark zugenommen.

Ordnungsamts-Leiter Norbert Franken rief auf, die von der Gemeinde gestellten Tüten für Bellos Notdurft stärker zu nutzen. Nach wie vor gibt es die Tüten in den Rathäusern in Grefrath und Oedt kostenlos.

Beim "barrierefreien Wohnen" für Senioren an der Ecke Schanzenstraße/An der Plüschweberei "ist alles in trockenen Tüchern", erklärte der Bürgermeister auf Nachfrage von Wolfers. Baubeginn werde schon im nächsten Monat sein.

Sprecher aus CDU und SPD forderten, nunmehr auch das "Mehr-Generationen-Wohnen" in der Gemeinde zum Thema zu machen. Kättner: "Das ist auf der Agenda".

Die Kreuzung an der "Villa Vertigo" bekommt eine Ampel

Bei der Verwaltung ist die Bestätigung eingetroffen, dass die Ampel an der Kreuzung Südumgehung/Bahnstraße an der "Villa Vertigo" noch dieses Jahr installiert wird. Sie soll Fußgängern einen relativ sicheren Überweg ermöglichen. "Wir begrüßen das sehr", freute sich Franken.

Übrigens: FDP-Ratsherr Gunter Jahrke, dem SPD-Fraktionschef Monhof wegen monatelanger Abwesenheit in Ausschüssen und Rat "Betrug am Steuerzahler" vorgeworfen hatte (die WZ berichtete), war im Rat am Montag auf einmal wieder da...

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