Ab 15. Juni gibt es in Grefrath eine Rabattkarte für alle mit Kind. Seit Anfang des Jahres sind die Planungen konkret geworden.

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Zeigt her eure Karte (v.l.): Annemarie Quick, Klaus von Gierke, Gerti Koopmann, Manfred Lommetz, Axel Schulte, Hartmut Stevens, Frieder Müller, Klaus Mäurers und Georg Heinen präsentieren die Grefrather Familienkarte.

Zeigt her eure Karte (v.l.): Annemarie Quick, Klaus von Gierke, Gerti Koopmann, Manfred Lommetz, Axel Schulte, Hartmut Stevens, Frieder Müller, Klaus Mäurers und Georg Heinen präsentieren die Grefrather Familienkarte.

Kurt Lübke

Zeigt her eure Karte (v.l.): Annemarie Quick, Klaus von Gierke, Gerti Koopmann, Manfred Lommetz, Axel Schulte, Hartmut Stevens, Frieder Müller, Klaus Mäurers und Georg Heinen präsentieren die Grefrather Familienkarte.

Grefrath. Die Bevölkerung wird immer älter, die Konkurrenz unter den Städten und Gemeinden um die Gunst von Familien wächst. Ein Mosaikstein im Bild des familienfreundlichen Gref-rath wird bald hinzukommen: die Familienkarte. Ab 15. Juni wird sie für Familien mit mindestens einem Kind unter 18 Jahren zu haben sein. Unternehmen bieten für die Inhaber Vergünstigungen an.

Einige Händler bemängeln, dass sie die Rabatt-Kosten allein tragen

"Wir wollen Grefrath attraktiver machen", sagte Bürgermeister Manfred Lommetz gestern bei der Vorstellung im Rathaus. In anderen Gemeinden gibt es ähnliche Systeme.

Daher sei auch in Grefrath der Wunsch laut geworden, erklärte die Gleichstellungsbeauftragte Annemarie Quick. Seit Anfang des Jahres sind die Planungen konkret geworden. Als Sponsoren bezahlen Sparkasse, Volksbank, Gemeindewerke und Fako-M Getränke den Druck der Karten.

Grefrather Einzelhändler und Dienstleister, Gastronomen und Freizeiteinrichtungen sollen ins Boot geholt werden. Die Interessengemeinschaften Ortsleben Oedt-Mülhausen und Unternehmerschaft Grefrath haben ihre Mitglieder bereits angesprochen. "Schon nach kurzer Zeit kamen positive Rückmeldungen", sagt der Oedter Apotheker und Ortsleben-Vorsitzende Axel Schulte.

"Es kommen sicher auch noch welche hinzu", sagt Gerti Koopmann von der Unternehmerschaft Grefrath. Natürlich habe es auch Kritik gegeben, so Koopmann: "Aber es ist ja kein Muss."

Gegenüber unserer Redaktion äußerten sich Händler ebenfalls kritisch, da sie die Kosten für die Rabatte allein tragen. Bemängelt wurde unter anderem, dass Familien mit Kindern unter 18 Jahren nicht automatisch bedürftig seien.

"Das ist für die Unternehmen eine gute Chance, Kunden zu gewinnen", sagt Quick. Rund 1600 Familien mit Kindern gibt es in Grefrath. Auf der Homepage der Gemeinde werden Unternehmen und ihre Angebote aufgelistet. Das sei zusätzliche Werbung.

Jedes Unternehmen entscheidet selbst, wie viel Rabatt oder zusätzliche Leistungen es anbietet. Diese Vereinbarung wird für zwei Jahre festgeschrieben.

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