Am Ende kann es nur einen geben – doch in Grefrath gibt es vier Bürgermeister-Kandidaten. Für die CDU tritt Herbert Kättner an. Der Verwaltungsmann steht auf musikalische Oldies und Gartenarbeit.

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Herbert Kättner im überdachten Teil des Gartens.

Herbert Kättner im überdachten Teil des Gartens.

Friedhelm Reimann

Herbert Kättner im überdachten Teil des Gartens.

Grefrath. Mal so richtig Dampf ablassen: "Das tut mir einfach gut, nach einem langen Tag im Rathaus im Garten zu arbeiten oder Holz für den Kamin zu hacken!"

Herbert Kättner blickt vom Wohnzimmer in den Garten, trommelt mit den Fingern auf den Tisch, als wolle er am liebsten gleich raus, legt dann die Hände zusammen und sagt: "Aber gleich steht eine Sitzung an, die ist wichtig für Grefrath." Und was für Grefrath wichtig ist, ist’s auch für ihn: CDU-Mitglied Kättner will wieder Bürgermeister werden.

"Ich mache manchmal zu wenig aus mir."

Herbert Kättner

Der Amtsinhaber ist ein Routinier in der Politik. Und doch arbeitet er noch an sich: "Ich mache manchmal selber zu wenig aus mir", gibt er als seine Schwäche an. Fügt aber gleich hinzu: "Dafür bin ich beharrlich und zuverlässig."

Diese Eigenschaften braucht er auch, hat er doch schon über 40Jahre seinen Arbeitsplatz im Rathaus: Verwaltungslehre, nebenbei Studium an der Verwaltungsakademie in Düsseldorf, dann stellvertretender Gemeindedirektor. Und seit zehn Jahren Bürgermeister.

 

In Vinkrath geboren, verheiratet, ein Sohn, seit 1997 CDU-Mitglied: "Aber ich bin nicht der typische Parteisoldat", meint Kättner selbstbewusst. Doch was ist typisch für einen Mann in seiner Position? Vielleicht, dass er gern historische Romane liest?

Typisch für einen 58-Jährigen ist jedenfalls sein Musikgeschmack: "Ich schwärme für die Sturm- und Drangzeit, Oldies, Rock und Hits aus den 1960er- und 70er-Jahren!" Und sportlich ist er auch - theoretisch: "Ich komme leider kaum dazu, mal wieder mit meiner Frau zu laufen." Höchstens mal eine Radtour zur Dorenburg, Kättners Lieblingsplatz in Grefrath.

In der Gemeinde will er manches verbessern, vor allem "die Wirtschaftsförderung und den Tourismus ankurbeln". Dabei setzt Herbert Kättner auf seine Erfahrung in der Verwaltung: "Solche Voraussetzungen hat kein anderer Bürgermeister-Kandidat."

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